Architektur und Elektroinstallation

Gebäudetechnik

Hager. Die Architekten Bechtle + Werner haben Lösungen von Berker und Elcom als funktional-gestalterische Elemente in ein architektonisches Gesamtkonzept integriert. Wir sprachen mit dem Architekten Thomas Bechtle über sein eigenes Haus.

13. November 2018
© Hager
Bild 1: Architektur und Elektroinstallation (© Hager)

Der Architekt Thomas Bechtle hatte beim Bau seines selbst genutzten Einfamilienhauses in Untereisesheim von Beginn an ein klar strukturiertes Konzept vor Augen. Was ihm vorschwebte und wie er gemeinsam mit seinem Kollegen Jörg Werner diese Ideen realisiert hat, erklärt er in unserem Interview.

Herr Bechtle, welches grundsätzliche architektonische Konzept haben Sie beim Entwurf Ihres Hauses verfolgt?

Das Gebäude sollte sich einerseits durch eine stringente Klarheit, Einfachheit und ein individuell passendes Raumkonzept auszeichnen. Andererseits sollte es sich aber auch in die gegebene Hanglage perfekt einpassen. Aus diesen Grundideen entstand ein L-förmiger Baukörper, der zur Straße hin eingeschossig und geschlossen erscheint. Im rückwärtigen, zweigeschossigen Teil hingegen öffnen sich die verschiedenen Wohn- und Lebensbereiche zum Garten und zum Neckartal hin.

Wie ist es Ihnen gelungen, die klare Strukturiertheit des Gebäudes im Inneren Ihres Hauses fortzusetzen?

Zunächst einmal war es das übergeordnete Ziel des Raumkonzepts, ein offenes, kommunikatives Wohnen zu schaffen. Auf reine Flure als „trennende Störelemente“ sollte dabei weitestgehend verzichtet werden. So wurde die Garderobe beziehungsweise das Entree offen zum kombinierten Wohn- und Essbereich hin angeordnet. Zugleich dient dieser Bereich als Zugang zur Garage sowie zur Dachterrasse.

Die Treppe wurde ebenfalls bewusst ins Zentrum des offenen Wohnens integriert. Sie gliedert die Küche zum Wohn-/Essbereich und schafft die räumliche und kommunikative Verbindung zum Untergeschoss und den dortigen Individualbereichen. - Welche Rolle spielte bei Ihrem innenarchitektonischen Konzept die Elektroinstallation?

Auch bei der Wahl der Elektroinstallationstechnik haben wir uns an unseren Vorsatz der Einfachheit und Klarheit gehalten und deshalb ganz bewusst auf Lösungen wie beispielsweise die Bustechnik verzichtet. Diese Entscheidung resultiert auch aus der Ausführung des gesamten Hauses in Sichtbeton. Der Einlegeaufwand in die Schalung sollte so einfach und gering wie möglich gehalten werden.

Wie haben Sie dieses Konzept bei der elektrotechnischen Ausstattung Ihres Hauses umgesetzt und auf welche Komponenten fiel dabei Ihre Wahl?

Um unseren architektonischen Ansatz der Klarheit und Einfachheit auch in der Elektroinstallation weiterzuführen, haben wir alle Lampen in runder Form und in der Farbe Schwarz gewählt. Passend dazu haben wir uns als Bedienelemente für das Berker Schalterprogramm R.1 entschieden.

Warum ausgerechnet dieses Programm?

Die runden schwarzen Schalter und die hochwertigen Rahmen aus Aluminium dieser Berker-Serie wirken auf dem Sichtbeton sehr zurückhaltend. So konnten wir unserer Meinung nach ein sehr stimmiges Gesamtbild erzielen. Der Kreis als eines der ältesten Elemente der Geometrie bildet somit ein wichtiges gestalterisches Element im Innenbereich und ist ein bewusster Kontrast zur kubischen, rechtwinkligen Architektur des Gebäudes. Bei der Türkommunikation hat uns die Sprechanlage Elcom Touch überzeugt, da sie sich in Ihrer Ansicht stark reduziert darstellt und hochwertig anfühlt. Zudem passt sie perfekt zur Serie R.1 und unseren Leuchten.

Ein besonderes Augenmerk haben Sie auf den Eingangsbereich gelegt, der quasi die Visitenkarte des Hauses darstellt. Bei der Außenstation wurden Sie dabei ebenfalls im Systemangebot der Hager Vertriebsgesellschaft fündig.

Auch hier hatten wir klare Vorstellungen: Die Sprechanlage im Außenbereich sollte sich wie alle anderen Elemente der Elektroinstallation so stark wie möglich zurücknehmen und dem Erscheinungsbild des Gebäudes unterordnen. Diese Anforderungen konnte die Elcom-One mit ihrer hochwertigen Oberfläche aus Edelstahl und dem Verzicht auf sichtbare Verschraubungen aus unserer Sicht am besten erfüllen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch mit Ihnen.

Erschienen in Ausgabe: 07/2018