As time goes right

Innovative Zeitquelle und Zeitreferenz für IT-Anwendungen

Überall dort, wo präzise, zuverlässige Zeitinformationen zum Beispiel für Steuerimpulse, Zeitanzeige und -synchronisierung und benötigt werden, bedarf es eines universellen Schnittstellenkonzeptes, sowohl auf der Eingangs- als auch auf der Ausgangsseite. Diese Aufgaben übernimmt der MobaTimeServer MTS, eine Zeitreferenz und Hauptuhr für alle rechner- und prozessorgesteuerten Geräte, Anlagen, Netzwerke und IT-Anwendungen, von Bürk Mobatime.

23. August 2002

Bei der Verknüpfung oder Integration von Leit-, Überwachungs- und Automationssystemen mit EDV- und Telekommunikations-Systemen, wie Brandmelder, Türsteuerung, Zutrittskontrolle, Zeiterfassung, Autoparking, Storensteuerung , Klima und Kommunikations-/EDV-Systeme, spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Die eingebauten Uhren sind häufig zu ungenau und müssen korrigiert werden, zum Beispiel bei der Sommer-/Winterzeit-Umstellung. Auch wenn die einzelnen Komponenten über eigene Funkempfänger (DCF 77) verfügen, besteht ein erhebliches Risiko. Denn auf Grund von Empfangsstörungen oder fehlerhaftem Einlesen des Telegramms, sind ungleiche Zeitangaben möglich. Durch die zuverlässige, professionelle Auswertung des DCF 77-Signals sorgt der MTS dafür, daß dieselbe funkgenaue Zeit in der gesamten Systemlösung ansteht.

Zeitreferenz im Netzwerk

Für die einheitliche Zeit an vernetzte PC-Arbeitsplätzen bieten sich zwei Lösungen an. Zum einen die serielle Übertragung vom MTS an den Werkserver. Dieser verteilt die Zeit an die Arbeitsplätze, zum Beispiel mit NTP (Time-Net-Protokoll) Service. Zum anderen der Direktanschluß des MTS mit Netzwerkprozessor an das LAN, das heißt die PCs holen sich die Zeit über SNTP (Simple-Time-Net-Protokoll). So ist die Zeitreferenz unabhängig vom Server. Die Server Administration wird so entlastet und eine neue Verfügbarkeit ist gewährleistet, da unter Umständen auch gleichzeitig mehrere MTS am Netz betrieben werden können.

Kernstück des MTS ist die interne Quartz-Hauptuhr mit zuverlässigem Datenerhalt auch bei Speisungsausfall. Sie läuft, ebenso wie die batteriegestützte Echtzeituhr, mit UTC-Zeit (Universal Time Coordinate) und kann über zahlreiche externe Zeitreferenzen wie DGF, MSF, GPS, LON und serielle Zeittelegramme (ASCII) synchronisiert werden. Die einfache Anpassung der Schnittstellen an die anzuschließenden Geräte und Systeme kann vom Kunden selbst durchgeführt werden. Je nach Synchronisierung beträgt die Ganggenauigkeit bis zu ±0,1 ms absolut.

Programmierung und Bedienung

Auf der Ausgabeseite ist der MTS standardmäßig mit zwei Zeitkanälen und einem DCF 77-Generator sowie optional mit einem TCP/IP Netzwerkprozessor ausgestattet. Über zwei unabhängigen, galvanisch getrennten Zeitkanäle können die Zeit- und Datumsinformationen als programmierbare, serielle Telegramme über RS 232 E RS 422 oder als Tonfrequenz-Zeitcodes wie IRIG, AFNOR, DCF-FSK sowie präzise programmierbare Synchronisationsimpulse ausgegeben werden.

Alle Synchronisationseingänge und Zeitausgänge sowie die Display-Zeitanzeige sind über einen Zeiteintrag mit der UTC-Hauptuhr verbunden und können einzeln einer der 100 im MTS hinterlegten Zeitzonen zugeordnet werden. So kann zum Beispiel gleichzeitig UTC und Lokalzeit mit automatischer Sommer-/Winterzeit-Umstellung ausgegeben werden. Die Programmierung der Zeitzonentabellen und Protokolle der seriellen Schnittstellen sowie die Downloads von Software-Updates erfolgen auf Windows-Oberfläche (PC-Link) oder manuell über die Tastatur.

Mit Abmessungen von 483 Millimeter Breite (19 & uot;), 88 Millimeter Höhe (2HE) und 95 Millimeter Tiefe, bei einem maximalen Gewicht von 2,0 Kilo (inklusive optionalem Bleiakku für Gangreserve), ist der MTS kompakt und gut zu integrieren.

Erschienen in Ausgabe: 03/2002