Auch im Alter kann man smart werden

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Gira. Lösungen rund um das Thema Sanierung werden auch im Fokus der Light + Building stehen. Ein junges Paar hat sich den Traum vom eigenen Zuhause inmitten der Natur erfüllt – als umfassende Sanierung mit viel Eigenleistung, Fantasie, und fleißigen Helfern. KNX bildet die Basis für die Vernetzung der installierten Systeme.

06. Februar 2018
© Gira/Ulrich Beuttenmüller
Bild 1: Auch im Alter kann man smart werden (© Gira/Ulrich Beuttenmüller)

Das 1.000 m² große Grundstück grenzt direkt an Wald und Felder, unmittelbare Nachbarn gibt es keine. Durch die wunderschöne, aber auch etwas einsame Lage am Waldrand war das Thema Sicherheit ein wichtiger Aspekt bei der Sanierung. Der Sicherheitsaspekt war einer der Gründe, weshalb sich das junge Paar für eine Umrüstung zum Smarthome entschieden hat. „Außerdem wollten wir, wenn wir grundlegend sanieren, es gleich richtig machen und uns langfristig zukunftsfähig ausstatten“, erklärt Mathias Wilhelm die Entscheidung. „Neue Elektroleitungen waren definitiv nötig, und so haben wir in dem Zuge gleich die KNX-Verkabelung mit verlegt.“

Mit KNX setzt das Paar auf eine solide kabelgebundene Vernetzung, die herstelleroffen ist und sich jederzeit um neue Komponenten erweitern lässt. Steuerzentrale oder „Gehirn“ hinter dem Smarthome ist der Home-Server, bei dem sämtliche Informationen zusammenlaufen. Mit der Home-Server-App lässt sich das Haus heute auch mobil übers Smartphone steuern – zeitgemäß für die junge und technikaffine Generation, die die Möglichkeiten der modernen Technik gerne nutzt.

Im Gebäude harmonieren Technik und Design

Zusammen mit der Firma Elektro Hieber haben die Wilhelms abgewogen, welche Lösungen nötig und sinnvoll sind. Aber auch, welche später noch ergänzt werden könnten und wo bereits vorgerüstet werden sollte. So sind Jalousien und Beleuchtung komplett eingebunden und auch die Heizungssteuerung läuft via KNX. Für die Beleuchtung sind auf Tastsensoren – intelligenten Schaltern – mehrere Szenen abgelegt: Bei der Kinoszene etwa fahren die Rollos herunter und das Licht wird gedimmt, bei der Kochszene läuft die Küchenbeleuchtung hingegen auf voller Kraft. „Schön ist, dass wir diese Szenen auch jederzeit selbst anpassen können, etwa wenn im Winter noch die Weihnachtsbeleuchtung hinzukommt.“

Extra dafür sind Steckdosen auch in den Fensterlaibungen integriert. Die Schalterprogramme E2 Reinweiß und Esprit Glas Weiß harmonieren mit dem hellen Interieur. Verlässt das Paar sein Heim, drückt es einfach den Taster „Zentral Aus“ und das Licht im gesamten Haus erlischt, zusätzlich werden Kochfeld und Ofen deaktiviert. Zudem kann kurz auf dem Handy gecheckt werden, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind. Zu Urlaubszeiten läuft eine Anwesenheitssimulation, die Beleuchtung und Jalousien wie im Normalbetrieb abspielt. Die Fenster- und Türkontakte melden außerdem, wenn sich ein Einbrecher dort zu schaffen macht.

Jederzeit auch ohne Schlüssel Zutritt zum Haus

Ist man daheim und es scheint jemand ums Haus zu schleichen, kann dieser mit dem Panikschalter und damit überall aktivierter Festtagsbeleuchtung meist schon wirkungsvoll abgeschreckt werden. Mit dem Keyless In Fingerprint kommt das Paar auch komplett ohne Schlüssel ins Haus. „Wir haben außerdem verschiedene Funktionen für unterschiedliche Finger definiert– einer öffnet die Haustür, der zweite die Garage und Finger drei schaltet das Licht an.“

Möglich wäre es zudem für die Zukunft, etwa einer Reinigungskraft per Fingerprint gezielt an zwei Stunden, etwa Dienstag von 10–12 Uhr, den Zugang zum Haus zu ermöglichen.

g+h KOMPAKT

• Eine Codetastatur an der Garage sorgt für zusätzlichen Komfort: Code 1 öffnet Tor eins, Code 2 Tor zwei und Code 3 die Garagentür.

• Die zentrale Raumluftanlage gewährleistet im Gebäude gute Luftqualität.

• Der Bauherr sieht sich auch für die Zukunft gut gerüstet, wenn er z.B. eine Wetterstation benötigt, weil eine Markise installiert wird.

• Anschlüsse für Außenkameras sind ebenfalls bereits verlegt, sodass diese nur noch installiert werden müssen.

Erschienen in Ausgabe: 01/2018