Betreten verboten

Flächenabsicherung mit dem Objektschutz-Sensor LMS

Zur Überwachung von Gebäudefronten, Flachdächern und auch Freiflächen bietet der Objektschutz-Sensor LMS eine ganze Reihe von Vorteilen: hohe Reichweite, große Erfassungssicherheit bei jeder Tageszeit und Wettersituation sowie flexibel anpaßbare Überwachungsfelder. Eindringlinge werden nicht nur sicher erkannt, sondern auch ihr Aufenthaltsort ermittelt und überwacht.

23. Januar 2002

Der Objektschutzsensor LMS basiert auf aktiv tastender Lasermesstechnik und wird dort eingesetzt, wo horizontale oder vertikale Flächen vor unbefugtem Betreten oder Befahren geschützt werden müssen. Als Sensor dient ein Laserscanner mit zugehöriger Parametrier- und Auswertesoftware sowie potenzialfreien Relais-Ausgängen. Je nach Aufgabenstellung, zum Beispiel bei besonders großen oder verwinkelten Flächen, können mehrere LMS gleichzeitig eingesetzt werden. Softwarefilter zur Ausblendung externer Störeinflüsse wie Nebel, Regen oder Schnee, der codierte Gerätezugang sowie die Alarmmeldung bei Manipulation oder Vandalismus stellen eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Objektschutzsensors LMS sicher.

Keine Chance für dunkle Gestalten in dunkler Nacht

Das LMS arbeitet berührungslos. Der Scanner erfasst Personen (unabhängig von der Tages- oder Nachtzeit) durch das Aussenden eines auf bis zu 180° gefächerten Laserimpulses und der Laufzeitauswertung der reflektierten Einzelimpulse. Reichweiten bis zu 30 Meter lassen sich so zuverlässig überwachen - auch bei Regen, Schneetreiben oder Nebel. Die Software des Objektschutzsensors wertet die Scannerdaten aus und ermittelt zudem Entfernung und Winkel einer erkannten Person innerhalb des Überwachungsfeldes. Dadurch ist das LMS in der Lage, Aussagen über die genaue Position des ungebetenen Besuchers zu machen. Verfügt der Anwender über ein entsprechendes Objektüberwachungs-Gesamtsystem, kann er die Daten des LMS in seiner Software prinzipiell berücksichtigen, beispielsweise um Überwachungskameras zu triggern und gezielt zu führen.

Fremdlichtsicher, flexibel und für den Einsatz im Freien geeignet

Das Detektionsvermögen ist weitgehend unabhängig von der Farbe des Objektes oder der Person. Helle Objekte, wie zum Beispiel ein weißes Fahrzeug, werden ebenso sicher erkannt wie mit dunklen Neoprenanzügen bekleidete Personen, die nur eine geringe Lichtremission erzeugen. Entsprechendes gilt auch für die Störlichtsicherheit. Weder gezieltes Blenden mit einem Scheinwerfer, einer Laser- oder einer IR-Lichtquelle noch hellstes Tageslicht beeinträchtigen das Detektionsvermögen des LMS.

Die Geometrien der Überwachungsfelder lassen sich per menügeführtem Softwaredialog beliebig gebäude- beziehungsweise flächenspezifisch auslegen. Pfeiler, Dachüberstände und ähnliches können so per Mausklick in der Geometrie des Überwachungsfeldes berücksichtigt und nachträglich, etwa nach baulichen Veränderungen, schnell anpasst werden. Aufgrund des codierten Gerätezugang können Parameter nur durch autorisiertes Fachpersonal verändert werden.

Durch unterschiedliche Gehäuseausführungen, unter anderem eine in Schutzart IP 67 mit Staubschutz-Tubus, Innen- und Frontscheibenheizung, steht sowohl für den Innen- als auch für raue Aussenbereiche mit Temperaturen bis - 30 °C jeweils eine geeignete Sensorvariante zur Verfügung. Die kompakten Laserscanner sind mit geringem Aufwand auch an ungeschützten Stellen installierbar.

Segmentierte Alarmgabe möglich

Innerhalb des Überwachungsfeldes lassen sich, beispielsweise bei der Überwachung einer horizontalen Ebene vor einem Gebäude, mehrere Meldebereiche definieren. Dadurch können segmentierte Alarmmeldungen generiert werden, zum Beispiel abgestuft auf die zunehmende Annäherung einer Person an das Gebäude. Mittels dieser Informationen ist es möglich, je nach Objektgefährdung unterschiedliche Schutzmaßnahem einzuleiten - vom Auslösen einer Sirene bis hin zur Anforderung einer Wachmannschaft. Zusätzlich können die maßgeblichen Bildausschnitte zur Ansicht auf die Monitore des Überwachungspersonals geschaltet werden.

Optionales Interface LMI 400 bietet zusätzliche Funktionen

Das LMS ist als zuverlässige und einfach zu installierende „stand alone“-Sensorik für die Zutrittsüberwachung ausgelegt. Reicht jedoch ein einzelner Laserscanner zur vollflächigen Überwachung nicht aus, können bis zu drei weitere Geräte eingesetzt werden. In diesem Fall übernimmt das Interface LMI 400 die Koordination der „elektronischen Augen“ sowie die „Denkarbeit“, das heißt: die Auswertung der zweidimensionalen Konturdaten aller vier Scanner.

Dabei werden die Scannerdaten kontinuierlich mit den im LMI abgespeicherten Überwachungsfeldern verglichen. Entsprechend der Gerätekonfiguration können die Auswertungen so miteinander verknüpft werden, dass zusätzliche logische Kombinationen für die Signalisierung entstehen. Insgesamt sind auf diese Weise sechs unabhängige Überwachungsfelder mit jeweils separatem Schaltausgang realisierbar.

Intelligente Schutzschilde für vielfältige Absicherungsaufgaben

Im Objektschutz bewährt sich LMS als intelligentes Schutzschild beziehungsweise als elektronischer Sicherheitsbeauftragter in einer Reihe von Applikationen, unter anderem bei der

- horizontalen Perimeterüberwachungen von Industrieanlagen oder öffentlichen Gebäuden,

- Flächenüberwachung, zum Beispiel in Kraftwerken,

- Gebäude- und Flächenüberwachungen in Vollzugsanstalten,

- horizontalen Flachdachabsicherungen,

- vertikalen Fassadenabsicherungen,

- der Überwachung von Schachtöffnungen, Klärbecken und Wasserflächen und anderes mehr.

Bei der Zutrittsüberwachung kommen die große Reichweite und die Einstellbarkeit beliebiger Flächenformen besonders zum Tragen. Die Installation der Geräte erfolgt direkt am Gebäude. Auch beim Einsatz als Flachdachabsicherung sind keine aufwendigen Installationen oder Aufbauten zur Montage des LMS erforderlich. Die horizontale Überwachungsebene befindet sich in der Regel etwa 30 cm über dem Flachdach. Dies hat zwei Vorteile: Zum einen wird ein Unterkriechen der Alarmzone sicher erkannt, zum anderen lösen Tiere, Vögel etwa oder eine Katze auf dem Dach, keinen Fehlalarm aus. Gleiches gilt für die flexibel einstellbaren Ansprechzeiten des LMS, aufgrund derer zum Beispiel herabfallende Blätter ebenfalls nicht zu einem falschen Alarm führen. Durch die Möglichkeit, das Überwachungsfeld über die Dachkante hinaus zu verlängern, wird auch das eventuelle Anstellen einer Leiter sicher erkannt.

Sollen Schächte überwacht werden, so fungiert das Überwachungsfeld als „optischer Deckel“: Durchstiegsversuche werden sofort gemeldet. Bei der Fassadenüberwachung ermöglicht die große Reichweite des LMS eine wirkungsvolle und wirtschaftliche Zutrittsabsicherung. Die in der Regel vertikal am Gebäude angebrachten Scanner nutzen die Bodenkontur dabei als Referenzkontur mit definiertem Abstand. Dabei ist die Ausblendung fester Hindernisse, etwa von Wandaufbauten, möglich. Abweichungen beispielsweise durch Untergraben oder die Dejustierung beziehungsweise Demontage des Scanners werden als Alarm gemeldet.

LMS als „Wegfahrsperre“

Auch mobile Applikationen sind realisierbar, zum Beispiel in Form einer „Wegfahrsperre“ - allerdings einer etwas anderen Art. So können abgestellte Anhänger, Container, Zugmaschinen oder andere Objekte mit dem LMS gegen unbefugtes Herantreten abgesichert werden. Der Sensor wird (auf einem geeigneten Standfuß montiert) am passenden Ort aufgestellt. Da es hier besonders auf eine schnelle und quasi per Knopfdruck durchführbare Einstellung des Überwachungsfeldes ankommt, markieren wenige Reflektoren die entsprechende Fläche.

Der Sensor erfasst ihre Positionen, zieht in der Software Verbindungslinien zwischen den benachbarten Marken und generiert auf diese Weise automatisch die Überwachungsfläche. Zusätzlich wird die Kontur des zu überwachenden Objektes als Referenzkontur genutzt, deren Änderung, beispielsweise durch Wegfahren oder Öffnen einer Tür, erkannt wird und zur Alarmgabe führt.

Erschienen in Ausgabe: 12/2001