Das Ende einer Ära

Technik

Triax. - Von der Sat-Analogabschaltung sind Millionen privater Haushalte sowie zehntausende von Gemeinschaftsanlagen mit Kopfstellentechnik betroffen. Für deren Umrüstung bietet Triax modulare Systeme an, die maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Anforderungen ermöglichen.

02. November 2011

Plug-&-Play-Kompaktkopfstellensysteme wie zum Beispiel die CSE-06-Serie bieten eine kostengünstige Lösung der digitalen Umrüstung. Diese Anlagen sind ins-besondere für kleine Hotels oder Pensionen konzipiert, die via Satellit (DVB-S/DVB-S2) oder terrestrisch (DVB-T) gesendete Signale in digitale Programme aufbereiten können. Mit der CSE 0610, CSE 0663 QP und CSE 0650 Q werden drei montagefertige Standard-Ausführungen angeboten, die bereits mit den wichtigsten öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern vorprogrammiert sind und somit direkt in Betrieb genommen werden können. Insgesamt lassen sich mit der CSE 06 bis zu 12 PAL- oder 30 DVB-C-Programme umsetzen. Für mehr Sendervielfalt werden die etwas größeren Kompaktkopfstellen CSE 1601 und CSE 2401 angeboten, welche die Aufbereitung von bis zu 16 beziehungsweise 24 Satelliten-Programme in PAL gestatten. Für mehr Flexibilität können die Basisgeräte und Module der CSE-Kopfstellen auch individuell kombiniert werden.

Für die Aufbereitung von Satelliten-Programmen in PAL stehen sowohl Twin- als auch Single-Module zur Verfügung, mit denen sich auch externe A/V-Signale, etwa für einen Hotel-Infokanal, einspeisen lassen. Für die Volldigitalisierung sind Single-Module erhältlich, mit denen Satelliten-Programme nach QAM umgesetzt werden können. Die Basisgeräte der drei Kopfstellen bieten Platz für sechs, acht oder zwölf Single- beziehungsweise Twin-Module.

Die Erweiterung um ein Quad-Modul zur Umsetzung von Satellitenprogrammen in vier QAM-Transponder ist bereits in Planung. Die CSE-Kompaktkopfstellen lassen sich über die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung einfach programmieren. Dabei werden die jeweiligen Menüs auf einem Fernseh- oder Messgerät angezeigt. Dies ermöglicht zusammen mit dem modularen Aufbau eine schnelle Konfiguration der Ein- und Ausgänge. Der Ausgangspegel der Kopfstellen, die für einen Frequenzbereich von 47…862 MHz ausgelegt sind, beträgt 84 dBµV und das Signalrauschverhältnis typisch 54 dB. Eine Leistungsaufnahme von lediglich 64 W senkt die Betriebskosten. Frei konfigurierbare Systeme wie zum Beispiel die CSE-2800- und CSE-3300-Serien sind für den professionellen Einsatz bestimmt. Mit der CSE 2800, die für Kabelnetze mit bis zu 2.000 Teilnehmern konzipiert ist, lassen sich maximal 16, mit der CSE 3300 bis zu 24 Transponder/Programme aufbereiten. Beide sind frei konfigurierbar, nachbarkanaltauglich und lassen sich über ein integriertes Bedienteil programmieren. Zudem bietet die CSE 3300 via Ethernet- und GSM-Schnittstellen die Möglichkeit der Fernüberwachung und Fernwartung.

Mit beiden Kopfstellen können digitale Satelliten- und terrestrische Signale in QPSK, 8PSK, QAM, COFDM sowie – bei CSE 3300 – UKW und PAL aufbereitet werden. Umgesetzt und transmoduliert wird in PAL, UKW, QAM, COFDM und IPTV. Insgesamt stehen 40 verschiedene Twin- oder Quad-Module zur Verfügung, die teilweise mit Multiplexern oder Common Interface (CI) ausgestattet sind. Alle Anforderungen an moderne digitale Kabelnetze einschließlich der HDTV-Aufbereitung und Bearbeitung der Transportströme als auch die Zuführung und Weiterleitung von Transportströmen können über ASI oder LAN erfüllt werden.

Das Basisgerät der CSE 2800 bietet Platz für acht Twin- oder Quad-Module. Für die CSE 3300 sind insgesamt drei Basisgeräte verfügbar, die für ein, acht oder zwölf Twin-Module ausgelegt sind. Die Bedienung erfolgt jeweils über ein Bedienteil mit Eingabetastatur. Beide Systeme haben einen Ausgangsverstärker sowie verschiedene Eingangsverteilfelder, mit denen sie sich individuell konfigurieren lassen. Das Ausgangssignal der CSE 2800 weist ein Signalrauschverhältnis von 54 dB und das der CSE 3300 von bis zu 60 dB auf. Die integrierten Verstärker sorgen für einen Ausgangspegel von maximal 102 dBµV (CSE 2800) oder 106 dBµV (CSE 3300). Sie sind auch in größeren Kabelnetzen ohne zusätzliche Verstärker einsetzbar. Um die Systeme auf die jeweiligen Anforderungen einzustellen, lässt sich der Ausgangspegel schrittweise bis zu -30 dB absenken.

Die TDX-Kopfstation bietet ein modulares System, das mit Pool-Technologie maximale Flexibilität bei der Zusammensetzung der Programmpakete ermöglicht. Bei dieser computerbasierten Technologie, die ähnlich wie ein Multiplex-Verfahren funktioniert und bei der TDX erstmals in einer Kopfstelle eingesetzt wird, arbeiten die Eingangs- und Ausgangsmodule unabhängig voneinander. Die Tuner und Modulatoren sind in unterschiedliche Baugruppen getrennt. Dadurch können die Eingangssignale separat von den Ausgangssignalen aufbereitet und dem TDX-Pool zur Verfügung gestellt werden. Er ist der Speicher, in dem die Eingangssignale in die jeweiligen Sender umgesetzt und zur Ausgabe vorgehalten werden. Das erleichtert die Konfiguration und Mehrfachverwendung der Eingangssignale deutlich. Über eine Ethernet-Schnittstelle ist eine Fernüberwachung und -wartung möglich. Um die Polarisationen aus der Ferne zu wechseln, unterstützen die Eingangsmodule den direkten Anschluss an einen Multischalter. Mit der TDX, die für Kabelnetze mit bis zu 10.000 Teilnehmern ausgelegt ist, können sowohl komplette Transportströme als auch einzelne Signale der Empfangswege DVB-S/S2, DVB-T, DVB-C und A/V in den Pool eingespeist und anschließend auf jedes Ausgangsmodul verteilt und in PAL, QAM, COFDM und IPTV umgesetzt werden. Auch bei Planung und Inbetriebnahme wurden neue Wege beschritten.

Denn die gewünschten Programme und Ausgangsmodulationen lassen sich vorab über einen Online-Konfigurator festlegen. Aus diesen Informationen werden die erforderlichen, auf die Anforderungen abgestimmten Komponenten der Kopfstelle zusammengestellt. Zugleich wird die jeweilige Konfiguration unter Berücksichtigung der maximalen Bandbreite berechnet, wodurch Pixelfehler ausgeschlossen sind. Die Konfigurationen stehen dann als XML-Datei zum Download zur Verfügung, die auf einem PC oder Laptop gespeichert und von dort auf die Kopfstelle übertragen werden kann. ?

Portfolio

Triax verfügt über ein Produktprogramm, das von kleinen Kompaktkopfstellen für die Satelliten-Grundversorgung bis hin zu IP-fähigen Universal-Kopfstellen für größere Projekte reicht. Zudem sind diese Systeme auf die Anforderungen von Anlagenplanern und Installateuren ausgelegt. Für Hilfestellungen während der Installation vor Ort sorgt ein technischer Support. Mit dem Online-Konfigurator (www.triax-tdx.de) lassen sich montagefertige und vorprogrammierte Kopfstellensysteme zusammenstellen. Dort kann man sich auch direkt für den TDX-Konfigurator anmelden und die Möglichkeiten dieser neuen Kopfstellen-Technologie testen.

Erschienen in Ausgabe: 07/2011