Das gibt‘s nur einmal

Technik

Berker. - Vor dem Einzug von Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern und seiner Frau Katharina Maria wird das 1956/57 erbaute Landhaus Josefslust aufwendig renoviert. Dazu gehören neben der exquisiten Ausstattung auch modernste Installationstechnik und hochwertige Schalter des Herstellers.

01. Oktober 2012

Bewohnten sie bisher den Wilhelmsbau von Schloss Sigmaringen, so ziehen sie schon bald in das frisch renovierte Landhaus Josefslust. Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Wohnsitzen gibt es viele. Das Schloss mit seinen prachtvoll ausgestatteten Residenz- und Prunksälen, seinen Kunstschätzen und Sammlungen zeugt noch heute von der großen Bedeutung der Hohenzollern.

Anders als in früheren Zeiten liegen die Aufgaben und Verpflichtungen des Fürstenhauses Hohenzollern heute im sozialen und kulturellen Engagement und in ihrem Einsatz für Wirtschaft und Fremdenverkehr. Die Unternehmensgruppe des Fürsten von Hohenzollern ist ein Einzelunternehmen, dessen Inhaber Karl Friedrich von Hohenzollern ist. Die Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe gliedern sich in Beteiligungen, Immobilien, Wald und Tourismus. Das „Juwel“ im fürstlichen Kronschatz ist, neben dem Grundbesitz, darunter 15.000 Hektar Wald, die Beteiligung an den Zollern-Werken mit Firmen und Produktionsstätten in ganz Deutschland,sowie Auslands-Werken in Portugal, Brasilien, China, Frankreich, Schweden, Rumänien, Schweiz und den USA. Erholung von seinen Aufgaben findet das Fürstenpaar im Landhaus Josefslust, seinem neuen Hauptwohnsitz.

„Jetzt stehen umfangreiche Renovierungsarbeiten des Wohnhauses, dessen Elektroinstallation noch aus dem Baujahr stammte, kurz vor der Fertigstellung“, erläutert Prokurist Hans-Peter Müller von der EZS, Fürstlich Hohenzollernsche Elektrozentrale Sigmaringen, die die aufwendigen Elektroplanungen und Elektroinstallationsarbeiten ausführte. Das unprätentiöse, helle und großzügige Landhaus im Stil der 1950er-Jahre ist idyllisch in einem großen Park gelegen.

Die Renovierung beziehungsweise komplette Neuausstattung der 25 Zimmer mit 800 qm Wohnfläche übernahm die Münchener Stoff-Agentur Hahne & Schönberg. Bei ihrer Arbeit setzten die Ausstatter und Innenarchitekten auf gestalterische Anleihen aus Schloss Sigmaringen und gestalteten die Wohnräume gemäß dem Motto „Wohnen wie im Schloss“. Dazu gehört die individuelle Farbgebung einzelner Räume durch edle Seidentapeten, exklusive textile Wandbespannungen ebenso wie die Aufnahme der Farben und Muster in den Vorhängen, Baldachinen und Bettüberwürfen. Weitere Zitate aus dem Stammschloss der Familie Hohenzollern sind Details wie Handtuchhalter, Handtuchheizungen aus England und Leuchten von Vaughan.

Ein wichtiger Punkt für Joachim von Schönberg, Geschäftsführer Hahne & Schönberg, war die Wahl des passenden Schalterprogramms. Er entschied sich für eine Manufaktur-Variante des Berker-Programms TS Sensor aus unzaponiertem Messing, das mit der Zeit optisch altern wird, denn auf eine Patina verhindernde Beschichtung wurde bewusst verzichtet. Die Schalter entfalten ihre Wirkung in Kombination mit weißen Zimmertüren, Messingbeschlägen und entsprechenden Türknaufgarnituren ohne aufdringlich zu wirken. Sie sind individuell ausgestattet mit dimmbaren Lichtschaltern, Tastern für die Steuerung der Jalousien, Alarmknöpfen, Raumtemperaturfühlern und drehbaren Raumtemperaturreglern. „Dahinter verbirgt sich KNX-Technik, realisiert mit Berker REG“, erläutert Harald Bamberger, Elektrotechnikermeister der EZS. Überall wohin der Blick schweift, sieht man individuelle Lösungen bis hin zu Wächtern, die wie selbstverständlich ins Tapetendesign integriert wurden. „Für die Schlafbereiche haben wir eine halb-mobile Lösung mit TS Steuerungen für den Nachttisch entwickelt.

Hier wurde die Technik in ein kleines Holzkästchen integriert, das über eine Leitung mit der Wand verbunden ist. Über die Tasterknöpfe kann alles bequem vom Bett aus bedient werden“, berichtet Harald Bamberger. Die Taster des Programms TS Sensor wurden kombiniert mit Schaltern und Steckdosen des Flächenprogramms Berker K.1 je nach Einsatzort in Weiß oder Edelstahl. Die Steckdosen wurden in die breiten, weißen Fußbodenleisten eingepasst und bieten alle modernen Anwendungen bis hin zu Multimedia-Steckdosen. Kurz vor der Fertigstellung der besonderen Baustelle äußert sich Joachim von Schönberg von Hahne & Schönberg sehr zufrieden über die Zusammenarbeit mit Berker.

„Die Anwesen unserer Kunden versuchen wir mit ihrer eigenen Identität und Seele zu bauen und auszustatten. Der Kunde soll sich in ihnen wiedererkennen und nicht der Einrichter. Im Übrigen gibt es keine schlechten oder hässlichen Farben oder Formen, sondern nur schlechte Kombinationen und Proportionen. Mit den Schalterprogrammen von Berker finden wir immer die richtigen Lösungen und Kombinationen für diesen Anspruch“, so Schönberg. Frank Quaassdorff, Berker Vertrieb, freut sich über das Lob: „Objekte wie das Landhaus Josefslust sind das Salz in der Suppe für uns. Es ist eine Herausforderung, wenn Kunden keine Produkte von der Stange wünschen. Dann wachsen die Mitarbeiter in unserer Manufaktur über sich hinaus und geben nicht auf, bis die richtige Lösung gefunden ist.“

Die ausführende Fürstlich Hohenzollernsche Elektrozentrale Sigmaringen betreibt einen Handwerksbetrieb für Elektrotechnik mit rund 30 Mitarbeitern. Der Betrieb entstand bereits vor über 100 Jahren als erster Stromversorger der Stadt Sigmaringen. Im Laufe der Jahre wandelten sich die Betätigungsfelder. Heute liegt der Schwerpunkt in den Bereichen Gebäude, Haus- und Sicherheitstechnik im privaten, gewerblichen und kommunalen Sektor.

Manufaktur

Immer mehr Menschen folgen heute dem Trend, keinem Trend mehr zu folgen. Für sie gibt es die Berker Manufaktur. Hier werden in einer Verbindung aus Hightech und Handarbeit Schalter gefertigt, die es so kein zweites Mal gibt. Sie werden gemeinsam mit Architekten und Planern für ein ganz bestimmtes Objekt oder eine spezielle Aufgabe entwickelt. Manche entspringen den ganz speziellen Wünschen eines Bauherren, der etwas sucht, was er so auf dem Markt nicht gefunden hat.

Der Stolz von Berker ist es, diese Wünsche zu verwirklichen. Dabei zählt Individualität, nicht Geschwindigkeit. Jedes Produkt ist ein Unikat. Und damit mindestens so unverwechselbar wie die Umgebung, für die es gemacht ist.

Erschienen in Ausgabe: 06/2012