Das sichere Gefühl 4.0

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Hekatron. Das Arbeiten im digitalen Zeitalter verändert sich. Was für viele nach Zukunftsmusik klingt, ist bei der Haufe Group mit einer Arbeitswelt 4.0 Realität. Dazu gehört auch eine Brandschutzlösung, die für ein sicheres Gefühl der Mitarbeiter sorgt.

06. September 2018
Das neue Gebäude der Haufe Group hat einen separaten Eingang für die Feuerwehr. Hier befinden sich die Laufkarten und die Feuerwehrsprechstelle. Die Lautsprecher der Sprachalarmierungsanlage fügen sich ins Gesamtkonzept der Decke. © Hekatron
Bild 1: Das sichere Gefühl 4.0 (Das neue Gebäude der Haufe Group hat einen separaten Eingang für die Feuerwehr. Hier befinden sich die Laufkarten und die Feuerwehrsprechstelle. Die Lautsprecher der Sprachalarmierungsanlage fügen sich ins Gesamtkonzept der Decke. © Hekatron )

Am Standort in Freiburg stehen auf einer Fläche von 46.000 Quadratmetern insgesamt sieben Bürogebäude; um die 1.000 Mitarbeiter und viele Freelancer arbeiten hier. Aus den Kerngeschäften eines traditionellen Verlags hat sich die Gruppe heute zu einem internationalen Anbieter digitaler Arbeitsplatzlösungen und Qualifizierung gewandelt. Die klassische Organisation wurde eine projektbezogene Matrixorganisation, aus Einzelbüros wurden flexible Arbeitsplätze. Je nach Teamzusammenstellung wandern die Mitarbeiter zwischen den Häusern und Räumlichkeiten. Das erleichtert den Austausch und intensiviert ihn.

Das nun neu errichtete Gebäude verfolgt diesen Ansatz und verfügt auf zehn Stockwerken über weitläufige Räume, die nicht nur Büros beherbergen, sondern auch 125 Kommunikationsräume. „Wir haben die Anforderungen an das Gebäude zusammen mit den Mitarbeitern erarbeitet, das Konzept entspricht ihren Wünschen an die Arbeitswelt der Zukunft“, sagt Matthias Walther, Bereichsleiter Facility-Management & Services bei der Haufe Group. Dank der Möglichkeiten der Digitalisierung ist eine flexible Arbeitswelt entstanden, die durch Betriebsrestaurants und Terrassen abgerundet wird. Das heißt, jeder der Beschäftigten kann am ganzen Campus arbeiten, wann und wo er will.

Eine Lösung, die alle abholt

Aber es geht nicht nur um moderne Arbeitsplatzlösungen, sondern auch um Sicherheit. Durch die flexiblen Arbeitsplatzlösungen können Mitarbeiter weniger gut für ihren eigenen Schutz sorgen. „Weil Mitarbeiter sich an immer neuen Arbeitsplätzen nicht auskennen, müssen wir dafür sorgen, dass im Ernstfall Sicherheitsmechanismen greifen, die sie leiten“, erklärt Walther. „Sind etwa Kollegen aus anderen Gebäuden, Niederlassungen oder dem Ausland vor Ort, können wir ja nicht jedes Mal eine Brandschutzübung durchführen.“ Im neuen Gebäude der Haufe Group gibt es deshalb nicht nur eine moderne Brandmeldeanlage von Hekatron Brandschutz, die auf die Feuerwehr aufgeschaltet ist, sondern auch eine Sprachalarmanlage. Im Brandfall werden die Anwesenden auf Deutsch und Englisch zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert. „Das geschieht sehr eindringlich“, so Walther im Hinblick auf Lautstärke und Intensität der Anlage.

Die Umsetzung eines solchen Großprojekts funktioniert erfahrungsgemäß aber nur gemeinsam mit einem zuverlässigen Partner reibungslos. „Mit der Securitas Sicherheitstechnik aus Emmendingen haben wir bereits bei vielen Projekten erfolgreich zusammengearbeitet. Mit der Betreuung der Projekte waren wir immer mehr als zufrieden“, erläutert Walther.

Für Harald Dams, Geschäftsführer von Securitas ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, dass alle Partner an einem Strang ziehen: „Zusammen mit Hekatron haben wir Pläne erstellt, die alle Richtlinien berücksichtigen und sie mit Architekt und Bauherr sowie mit der Stadt Freiburg und der ansässigen Feuerwehr diskutiert.“ Der Brandschutz erfüllt nun die Vorgaben der Frankfurter „Richtlinien über die bauaufsichtliche Behandlung von Hochhäusern“, die als die strengsten der Branche gelten, wie beispielsweise die Anwendungsnormen DIN und DIN VDE 0833 sowie die technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Stadt.

Normgerechte Umsetzung

Installiert wurde eine Hekatron Brandmelderzentrale Integral IP. Auf zwölf Ringleitungen überwachen insgesamt 1.052 automatische Mehrfachsensormelder die Räumlichkeiten, zusätzlich stehen 25 Handfeuermelder zur manuellen Alarmauslösung zur Verfügung. Die beiden Aufzüge im Gebäude sind jeweils mit einem Ansaugrauchmelder ausgestattet; in den Zu- und Abluftkanälen sorgen 16 Lüftungskanalmelder für Sicherheit.

Im Ernstfall greift die ausgeklügelte Brandschutzmatrix. Sie ist das „Gehirn“ der Brandmeldeanlage und steuert, welche Aktionen ausgelöst werden. Neben Sirenen wird die Sprachalarmierung mit 700 Lautsprechern aktiviert – je nach Situation löst auch die Sprinkleranlage aus und die entsprechenden Brandschutztüren schließen. Das weitläufige Foyer mit Glasfront unterliegt einer besonders strengen Gefahreneinordnung – ein Brandschutztor schottet es vom Rest des Gebäudes ab.

Die Feuerwehranlaufstelle befindet sich an einem separaten Eingang. Mit einer Sprechstelle werden hier über die Sprachalarmanlage Anweisungen in das Gebäude übermitteln. Die Sprachalarmierung bildet dabei zusammen mit der Brandmeldetechnik ein starkes Gesamtpaket aus einer Hand. Ein wichtiger Punkt, findet Dams: „Gerade beim Thema Sicherheit ist es enorm wichtig, einen Ansprechpartner – sozusagen eine Schnittstelle– zu haben und genau zu wissen, wer für was zuständig ist.“

Es gab 49 Baubesprechungen und vom Auftraggeber über den Bauunternehmer bis hin zum Errichter und Brandschutzexperten hatten alle immer ein gemeinsames Ziel vor Augen. Nur so schafft man es laut Walther am Ende, in dieser kurzen Zeit ein Großprojekt fertigzustellen. Ende Dezember 2017 wurde das neue Gebäude nach eineinhalb Jahren Bauphase in Betrieb genommen und lag damit trotz aller Ansprüche und Besonderheiten ganz im Zeit- und Kostenplan.

Erschienen in Ausgabe: 05/2018