Deklariertes Licht

Technik

Zumtobel. - Nachhaltiges Bauen ist im Trend. Das Umweltbewusstsein der Gesellschaft wächst. Zudem tragen steigende Energiekosten dazu bei, dass die Zertifizierung „Green Building“ immer mehr an Bedeutung gewinnt.

26. März 2012

Fragen nach der Umweltverträglichkeit rücken in der Baubranche immer stärker in den Vordergrund. Antworten liefert die Umweltproduktdeklaration EPD (Environmental Product Declaration). In diesem Datenblatt werden alle Umwelteinflüsse eines Produktes über seinen gesamten Lebenszyklus aufgeschlüsselt. EPDs kommen dem wachsenden Bedürfnis nach Transparenz nach, denn sie liefern detaillierte Information zu den Materialien, Inhaltsstoffen sowie den Umweltauswirkungen eines Produkts.

Als erstes Unternehmen der Lichtbranche stellt Zumtobel zusammen mit den Zumtobel-Group-Marken Tridonic und Thorn für seine Leuchten EPDs zur Verfügung. Sukzessive werden alle Neuprodukte, aber auch bestehende Leuchtentypen, mit den aussagekräftigen Datenblättern ausgestattet.

EPDs erleichtern Architekten, Bauherren und Planern auf lange Sicht die Kaufentscheidung auf Basis umweltrelevanter Kriterien, denn sie können einfach und transparent die Umweltbelastungen einer Leuchte von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung nachvollziehen. Zudem leisten die Datenblätter einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zur Gebäudezertifizierung. Zumtobel-EPDs basieren auf einem standardisierten Prozess nach ISO 14025 bzw. 14040/44. Die Prüfung und Verifizierung erfolgt beim Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) durch einen externen Prüfer, der von einem unabhängigen Gutachter-Ausschuss ausgewählt und bestellt ist. Das IBU ist derzeit die einzige Organisation in Deutschland, die konsequent international abgestimmte Normen verwendet.

„Nachhaltigkeit kann nicht isoliert am einzelnen Produkt beurteilt werden, es gilt den gesamten Gebäudekontext zu bewerten. Dazu bedarf es transparenter Information zu allen verwendeten Produkten. Mit Einführung der EPDs übernimmt Zumtobel eine Vorreiterrolle in der Lichtbranche. Architekten und Planer können so eine Lichtlösung nach international anerkannten Kriterien bewerten,“ erklärt Hans Peters, CEO des IBU. Das neue Shopkonzept mit Umweltzertifizierung der Supermarktkette Spar hat beispielsweise ein Zeichen gesetzt. Die ersten Spar-Klimaschutz-Supermärkte im österreichischen Murau und in der Engerthstraße in Wien wurden mit dem ÖGNI Gold Label ausgezeichnet.

Zumtobel entwickelte für die Filialen eine einheitliche Beleuchtung, die sich zu 100 Prozent aus LED-Leuchten zusammensetzt. Zusammen mit weiteren innovativen Baumaßnahmen werden dadurch 50 Prozent Energie und bis zu 80 Tonnen CO2 gespart. Auch bei der Sanierung der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main spielte Ener-gieeffizienz eine zentrale Rolle. Die Leed-Auszeichnung in Platin des U.S. Green Building Councils und das Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zeugen vom integrativen Ansatz aller Gewerke und von der Vielzahl zukunftsgerichteter, projektspezifischer Lösungen. Der Energiebedarf konnte um die Hälfte, der Wasser-verbrauch um über 70 Prozent und die CO2-Emissionen um fast 90 Prozent verringert werden.

Licht diente bei der Sanierung als essenzielles Gestaltungsmittel. Zumtobel hat eine Sonderleuchte entwickelt, die nicht nur mit ihrem Design, sondern auch mit ihrer Energiebilanz punktet. Mit einer Anschlussleistung von 8 bis 9 W/m2 liegt die Sonderleuchtenlösung, zusammen mit den individuell zuschaltbaren Tischleuchten, deutlich unter dem Grenzwert von 11 W/m2, der für die Leed-Zertifizierung gefordert ist. Mit Einführung der neuen Umweltproduktdeklarationen unterstreicht Zumtobel seinen Anspruch an die Herstellung von nachhaltigen Leuchten mit hohem technischen und architektonischen Gebrauchswert.

Erstmals präsentiert Zumtobel die EPDs im Rahmen der Light + Building 2012 in Frankfurt. Neben dem Einsatz nachhaltiger Produkte und modernster Technologie entsteht der größte Energieeinsparungseffekt durch die Einbindung eines intelligenten Lichtmanagementsystems. Mit der Kombination aus Tageslichtsteuerung, Präsenzmeldern und Jalousiesteuerung lassen sich bis zu 50 Prozent einsparen bei gleichzeitiger Verbesserung der Lichtqualität. Auf der Light + Building 2012 präsentiert Zumtobel die neueste Generation des Lichtmanagementsystems Luxmate, welches neben der tageslichtabhängigen Steuerung der Intensität des Kunstlichts nun auch einen dynamischen Farbtemperaturverlauf für ein besseres Wohlbefinden ermöglicht.

Light + Building

„Your Light in a World of Change.“ Unter diesem Motto präsentiert Zumtobel in Halle 2.0, Stand B30/B31, auf der diesjährigen Light + Building vom 15. bis 20. April 2012 in Frankfurt innovative Lichtlösungen, die sich auf den Nutzer und die jeweilige Raumsituation einstellen. Zumtobel-Studien zeigen wesentliche Trends, die die Art und Weise wie wir Raum nutzen und Licht gestalten auf Dauer verändern. In einer vernetzten Welt, die durch Globalisierung und Urbanisierung geprägt ist, sieht Zumtobel den Bedarf für eine ganz neue Qualität der Beleuchtung: adaptiv, nutzerzentriert und in Balance mit der Umwelt.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012