Der Stachel sitzt in den Systemen

Sicherheitstechnik

Mobotix. Auf der diesjährigen Light + Building zeigte das Unternehmen Neuheiten aus den Bereichen Videosicherheit, Gebäudeautomation und Zutrittskontrolle. Ein weiteres Messe-Highlight war außerdem die Präsentation des Cactus Concept", mit dem die Gefahr von Cyberattacken nachhaltig minimiert werden soll.

08. Mai 2018
© Mobotix
Bild 1: Der Stachel sitzt in den Systemen (© Mobotix)

Mit der Einführung des "Cactus Concept" kündigt das Unternehmen einen stärkeren Fokus auf Cybersicherheit an. Das Konzept beinhaltet einen ganzheitlichen Ansatz zum Schutz von Mobotix-Produkten vor drohenden Cyberangriffen in Kombination mit Aufklärung und Tools.

So werden Kunden und Partner dabei unterstützt, Umgebungen durch Videoüberwachung und Zutrittskontrolle langfristig zu schützen. Ziel ist die Umsetzung einer Multimedia-Sicherheitskampagne, um über die Bedeutung von Datensicherheit in netzwerkbasierten Videosicherheitssystemen aufzuklären.

Geschützt wie ein Kaktus

Auf diese Weise erfahren Unternehmen, wie sie sich mithilfe von kosteneffizienten und intelligenten Lösungen schützen können. Eine lückenlose End-to-End-Verschlüsselung ist unerlässlich – von der Bildquelle über die Datenkabel und -speicher bis hin zum Videomanagement-System auf dem Computer des Nutzers. Wie bei einem Kaktus, bei dem jeder Ast von Dornen bedeckt ist, verfügen alle Module (Kamera, Speicher, Kabel, VMS) über digitale Dornen und sind so sicher vor unbefugtem Zugriff geschützt.

Das leistungsstarke, intuitiv bedienbare Videomanagement-System Mx-Management-Center (MxMC) bekommt mit der Version 1.8 kostenfrei zusätzliche Funktionen. Die wichtigste Neuerung ist die Ansicht „Konfiguration“ mit einer neuen „Konfigurationsleiste“, über die beispielsweise Konfigurationsanpassungen bei bis zu 80 Kameras gleichzeitig mit nur einem Klick umgesetzt werden können. Der große Vorteil dabei ist, dass jetzt nicht mehr jede einzelne Kamera im Browser aufgerufen werden muss, wenn unter anderem die Bildeinstellung einer ganzen Kameragruppe überprüft und diese auf einen einheitlichen Wert gesetzt werden soll.

Damit bietet MxMC 1.8 enorme Zeit- und damit auch Kostenvorteile bei der Konfiguration – gerade bei sehr großen Installationen. Das Videomanagement-System enthält weiter die POS-Funktionalität zur direkten Integration von Vectron-Kassensystemen und steht mit ausführlicher Beschreibung auf der Mobotix-Website zum Download bereit.

Gegen Datenverlust

Mit dem neuen MxFFS mit Buffered Archive bietet Mobotix ein einzigartiges, redundantes Hochsicherheits-Speicherkonzept, mit dem bei Ausfall des primären Speicherziels der Kamera kein einziger Frame verloren geht. Denn im Rahmen des sicher verschlüsselten Speichersystems kann für eine Mobotix-Kamera ab der neuen Firmware 5.1.0.x jetzt auch ein externes NAS-System (Network Attached Storage) als primäres und die kamerainterne SD-Karte als sekundäres (Ausfall-)Speicherziel konfiguriert werden. Bei Ausfall der Netzwerkverbindung oder des NAS übernimmt automatisch die SD-Karte der Kamera die Speicherung und überträgt alle Daten lückenlos, automatisch auf das NAS, sobald dieses nach wiederhergestellter Netzwerkverbindung, Ersatz oder Reparatur verfügbar ist. Das System-Release ist für Kameras bis einschließlich x14/x24 konzipiert.

Eine App rüstet auf

Dank der kostenfreien App MxBell können unter anderem Türklingelmeldungen einer Mobotix-IP-Video-Türstation und Bilder der IP-Kameras auf einem Smartphone oder Tablet angezeigt oder direkt Türen geöffnet werden. Mit der Version 2.0 lassen sich nun – dank der Playback-Funktion – aufgezeichnete Ereignisse der eingebundenen Geräte nach gewünschtem Zeitpunkt durchsuchen und die einzelnen Clips abspielen. Zudem ermöglicht die Grid-Ansicht eine gleichzeitige Anzeige von bis zu vier Kameras, was vor allem für kleine Installationen von Vorteil ist. Die MxBell 2.0 ist seit April 2018 im App Store und im Google Play Store erhältlich.

Erschienen in Ausgabe: 03/2018