Der Zugewinn an Sicherheit

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Hekatron. Wer mit Christoph Keller spricht, merkt sofort: Hier ist einer mit Herzblut bei der Sache. Gemeinsam mit seiner Frau Nici betreibt der Hotelier und Gastronom seit 2009 den Landgasthof Rebstock im südbadischen Sulzburg. Das Thema Brandschutz bedarf im denkmalgeschützten Anwesen besonderer Beachtung.

13. Juni 2018
© Hekatron
Bild 1: Der Zugewinn an Sicherheit (© Hekatron)

Im Jahr 1373 wurde das alte Gemäuer erstmals als „Schänke zum oberen Tor“ urkundlich erwähnt. So charmant dieses über Jahrhunderte gewachsene und immer wieder umgebaute Gebäude ist – für seine Bewohner birgt es höhere Brandrisiken als moderne Häuser. „Wir wollen, dass sich unsere Gäste rundum wohlfühlen“, erklärt Christoph Keller. „Neben der Behaglichkeit tragen wir auch Verantwortung dafür, dass die Gäste sicher sind, und natürlich sind wir auch rechtlich dazu verpflichtet.“

Der Hotelier hat vorgesorgt und schon vor Jahren überall Rauchwarnmelder installiert: „Die ersten Exemplare habe ich im Baumarkt gekauft und in Eigenregie angebracht. Allerdings waren manche Batterien schon nach rund einem Jahr leer. Die Melder haben das mit lauten Pieptönen angezeigt.“ Da kam es schon mal vor, dass entnervte Gäste die Melder von der Decke holten. „Irgendwann waren einige Melder einfach weg, von einem ausreichenden Brandschutz konnte keine Rede mehr sein.“ Ganz zu schweigen davon, dass sich die Gäste zu Recht belästigt fühlten.

Brandschutz auf soliden Beinen

Also entschloss sich Christoph Keller, den Brandschutz auf neue, solidere Beine zu stellen. Er ließ im ganzen Gebäude funkvernetzte Rauchwarnmelder vom Typ Genius Plus X mit dem Funkmodul Pro X montieren. „Wir haben sieben Gästezimmer; in einigen davon sind zwei Melder installiert, weil diese Räume zum Teil recht verwinkelt sind.“ Hinzu kommen die drei Gaststuben des Restaurants, ein großer Flur mit Treppenhaus und die Wohnung des Hotelier-Ehepaares. Insgesamt ließen die Kellers 38 Melder installieren. Den Auftrag für die Montage erhielt der Sulzburger Facherrichter LS Elektrotechnik. „Die Hekatron-Melder sind sehr zuverlässig“, erläutert Elektroinstallateur Patrick Jedamowski. „Im Rebstock haben wir sie zum Beispiel in der Waschküche installiert, in der zwei Trockner und zwei Waschmaschinen betrieben werden. Hier herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit.“ „Wir haben die Melder auf eine Hauptlinie für Flur und Treppenhaus und jeweils eine weitere Linie für die Gaststuben, für den Hotelbereich und für den Privatbereich aufgeteilt“, ergänzt sein Kollege Marcus Weber.

„Auf diese Weise sind keiner der Linien mehr als 20 Melder zugeordnet und wir haben die Möglichkeit, das Funknetz bei Bedarf noch weiter auszubauen oder auch, wenn Ansprüche oder Nutzungen sich ändern, gezielt nur in bestimmten Bereichen zu alarmieren.“ Im ersten Schritt war es der Wunsch von Christoph Keller, dass im Falle eines Brandes der Alarm an alle Melder weitergeleitet wird und im ganzen Haus fast gleichzeitig losgeht. „Schon bei der Montage der Genius-Plus-X-Melder war die Rede davon, dass wir in absehbarer Zeit die Alarmmeldungen aufs Handy schicken lassen können. Das schien mir besonders effektiv und sinnvoll.“ Inzwischen ist der erforderliche Genius Port der zentrale Datenknoten, mit dem alle Informationen der Rauchwarnmelder gebündelt und im Internet bereitgestellt werden.

Meldungen in Klartext

Somit haben die Kellers jederzeit Fernzugriff auf das gesamte Melder-Netzwerk für Status- und Störungsmeldungen und können sich alle Alarme und Störungen auf ihre mobilen Endgeräte übertragen lassen. Über die zugehörige kostenfreie Genius Control App erhält das Hotelier-Ehepaar im Alarmfall in Klartext Auskunft darüber, in welchem Raum sich der Melder befindet, der den Alarm ausgelöst hat.

Die Bedrohungssituation zeigt die App übrigens auch optisch an – mit einer roten Flamme sowie einer Handlungsempfehlung: „Feueralarm! Bitte vergewissern Sie sich, dass alle Personen das Gebäude verlassen.“ „Ich hoffe, ich werde diese Funktion der Genius Control App nie nutzen müssen, aber wenn mal der Fall eintritt, fühle ich mich einfach sicher und gut ins Geschehen eingebunden.“

Zwar seien er und seine Frau in aller Regel im Haus oder in unmittelbarer Nähe, dennoch komme es immer wieder vor, „dass wir beide unterwegs sind.“ Zum Beispiel mittwochs, wenn Restaurant und Hotel Ruhetag haben. Was natürlich für die Betreiber alles andere als ein Tag der Ruhe ist. Da gilt es Besorgungen zu machen oder sonstige Dinge zu erledigen, die an normalen Arbeitstagen liegen bleiben.

„Wir hatten in den vergangenen Jahren schon zwei Mal eine Alarmmeldung. Das erste Mal waren wir selbst die Verursacher, weil wir in der Nähe eines Melders geräuchert haben. Beim zweiten Mal war ein nicht ganz einwandfrei arbeitender Lockenstab in einem unserer Gästezimmer die Ursache. Zum Glück war es harmlos.“

Erschienen in Ausgabe: 04/2018