Design und Funktion

Gebäudetechnik

Hager. Im Heidelberger Serverhotel hat der Bauherr ein technisch und gestalterisch sehr anspruchsvolles Konzept mit Lösungen der Marken Hager, Berker und Elcom umgesetzt. Wir stellen es im Detail vor.

22. Februar 2018
© Hager
Bild 1: Design und Funktion (© Hager)

An die Elektroinstallation seines Firmenneubaus stellte Matthias Blatz, Geschäftsführer des IT-Systemhauses Heidelberg iT Management GmbH & Co. KG, zwei zentrale Anforderungen: Zum einen sollte sie funktional sein und einen sicheren Betrieb seines Rechenzentrums garantieren. Zum anderen sollte sie vor allem aber auch im sichtbaren Bereich hinsichtlich ihres Designs den hohen gestalterischen Ansprüchen des modernen und architektonisch markanten Gebäudes entsprechen.

Herzstück des im Juni 2016 neu eröffneten Gebäudekomplexes des IT-Systemhauses Heidelberg iT ist das TÜViT-zertifizierte „Serverhotel 2“ genannte Rechenzentrum. Über diese hochverfügbare und professionell gesicherte Rechenzentrumsinfrastruktur stellt das Unternehmen Cloud-Lösungen und IT-Outsourcing-Modelle zur Verfügung, sodass Kunden ihre IT teilweise oder auch komplett auslagern können.

Diese Services sind so gefragt, dass die ursprünglichen Speicherkapazitäten des Heidelberger IT-Dienstleisters bereits nach wenigen Jahren ihre Grenzen erreicht hatten und dieses zweite Rechenzentrum benötigt wurde.

Hohe Sicherheitsanforderungen

Für diesen sensiblen Bereich gelten natürlich ganz besondere Sicherheitsanforderungen. Im Hinblick auf die Elektroinstallation bedeutet dies die Bereitstellung einer maximalen Versorgungs- und Betriebssicherheit. Um diese zu gewährleisten, setzte Heidelberg iT beim Bau der Niederspannungshauptverteilungen auf zwei Univers Standschränke von Hager, die das Unternehmen auch mit den modularen Schutz- und Schaltgeräten sowie einem Überspannungsschutzsystem dieses Herstellers ausstattete.

Beim Bau der beiden Schaltanlagen legte Matthias Blatz größten Wert auf die penible Einhaltung aller normativen Vorgaben zur Erzielung der größtmöglichen Betriebssicherheit. So wurde beispielsweise die Zahl der Abschaltkreise durch den Einsatz einer großen Zahl an FI/LS-Schaltern so gering wie möglich gehalten, um selbst bei etwaigen Fehlerfällen immer die maximale Verfügbarkeit der Energieversorgung sicherzustellen. Zu diesem Zweck verfügt das Gebäude auch über ein Notstromaggregat, das bei einem Stromausfall die Versorgung übernimmt.

Neben diesen funktionalen Aspekten legte der Bauherr aber auch großen Wert auf eine optisch ansprechende Ausführung der Elektroinstallation in den sichtbaren Bereichen. Die anspruchsvolle architektonische Sprache des neuen Unternehmenssitzes sollte sich auch in der Elektroinstallation widerspiegeln, und zwar bereits beim Betreten des Gebäudes. Bei der Wahl der Sprechanlage war der Bauherr daher sowohl auf das Design als auch auf die Funktionalität des Systems bedacht.

„Es war mir sehr wichtig, dass die Sprechanlage zu unserem Neubau passt – schließlich ist der Eingangsbereich die Visitenkarte des Gebäudes“, bringt Matthias Blatz seinen Anspruch auf den Punkt, den er mit der Türstation Elcom One in Edelstahl inklusive Videofunktion erfüllen konnte.

Vor allem das klare und schlichte Design mit einer auf das Wesentliche reduzierten Form sowie der Verzicht auf sichtbare Befestigungen sprachen aus Sicht des Bauherren für diese Außenstation. Auch bei den Innenstationen konnte ihn das Design der Elcom-Technik überzeugen: Auf jeder Etage sind Aufputz Video-Monitore vom Typ Elcom „BVF560“.

Bei der Leitungsführung und der Versorgung der Arbeitsbereiche mit allen erforderlichen energie-, daten- und kommunikationstechnischen Anschlüssen führte wegen der Sichtbetonbauweise an einer durchgängigen Aufputzmontage im Prinzip kein Weg vorbei.

Mit dem Elektroinstallationskanalsystem von Hager konnte auch hier ein durchgängiges Lösungskonzept entwickelt werden: Beispielsweise mit dem Brüstungskanalsystem Tehalit BRS in der Farbe Reinweiß samt Datendosen zur Versorgung der anschlusstechnisch anspruchsvollen IT-Arbeitsplätze in den Bürobereichen. Bei der Leitungsführung in den Flucht- und Rettungswegen entschied man sich für den feuerwiderstandsfähigen Kanal Tehalit.FWK; in den übrigen Gebäudebereichen kamen die Leitungsführungskanäle Tehalit.LF in den unterschiedlichsten Größen zum Einsatz.

Schön schalten

Bei den Schaltern wurde der Bauherr ebenfalls im Hager-Systemangebot fündig: Die Büros, der Sozialbereich sowie die WCs wurden nach einer Bemusterung vor Ort mit dem Berker-Schalterprogramm-Q.3 in der Farbe Polarweiß ausgestattet. In den WCs wurden zudem die Berker-Notruf-Sets verbaut. Im Treppenhaus und in den Serverräumen setzte man mit der Schalterserie W1 auf das Aufputz-Programm aus dem Hause Berker sowie auf die feuchtraumtaugliche IP-44-Serie Aquatec.

Markus Brands www.hager.de