Deutsche sehen rot

Die Strompreise in Deutschland sind nach Meinung von 81 Prozent der Bundesbürger zu hoch. Insbesondere die staatliche Abgabenlast auf Strom sieht die überwiegende Mehrheit der Verbraucher als großen Fehler, der die Ziele der Energiewende durchkreuzt

25. April 2018
Die Strompreise in Deutschland sind nach Meinung von 81 Prozent der Bundesbürger zu hoch. Insbesondere die staatliche Abgabenlast auf Strom sieht die überwiegende Mehrheit der Verbraucher als großen Fehler, der die Ziele der Energiewende durchkreuzt. Bild: Stiebel Eltron
Bild 1: Deutsche sehen rot (Die Strompreise in Deutschland sind nach Meinung von 81 Prozent der Bundesbürger zu hoch. Insbesondere die staatliche Abgabenlast auf Strom sieht die überwiegende Mehrheit der Verbraucher als großen Fehler, der die Ziele der Energiewende durchkreuzt. Bild: Stiebel Eltron )

Das sind Ergebnisse aus dem Stiebel Eltron Energie-Trendmonitor 2018, für den 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. Steuern und Umlagen machen in Deutschand durchschnittlich 54 Prozent vom gesamten Strompreis für Privatkunden aus – so viel wie in keinem anderen Land in Europa. Der staatlich regulierte Anteil schlägt sich damit unmittelbar in den Stromrechnungen der deutschen Verbraucher nieder und blockiert einen Umstieg auf umweltfreundliche Heizsysteme.

 

Der Wunsch der Bundesbürger nach mehr Klimaschutz im privaten Heizungskeller ist eindeutig: Knapp 70 Prozent wollen auf klimafreundliche Heiztechnik umsteigen - dazu zählt beispielsweise die mit Strom betriebene Wärmepumpentechnik. 55 Prozent sprechen sich dafür aus, die Weichen neu zu stellen. Der Staat sollte den Strom von der Abgabenlast befreien und entsprechend fossile Brennstoffe teurer machen. Für 53 Prozent wäre es sogar in Ordnung, den Einbau von Öl- und Gasheizungen nach dem Vorbild Dänemarks vollständig zu verbieten.