Die neue Gestaltungsfreiheit

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Frankfurt. - LEDs sind inzwischen Standard und im Wohnzimmer angekommen. Die Gestaltung der Lampen rückt damit wieder in den Vordergrund. Trends werden im April auf der Light + Building vorgestellt. Informationen bietet die Messe nun auch über Social-Media-Kanäle an.

16. Februar 2012

Mit dem sogenannten „Glühlampen-Verbot“ der EU-Richtlinie, die das schrittweise Aus für die Glühlampe vorsieht, schlug die Stunde der LED. Anfangs von der Skepsis vieler Verbraucher begleitet, ist die technologische Entwicklung bei den Leuchtdioden inzwischen rasant vorangeschritten: Heute gibt es LEDs in vielen Farben und verschiedenen Weißtönen.

Hochwertige LEDs haben mittlerweile eine so gute Lichtqualität, dass das Leuchtmittel spätestens jetzt auch im Wohnraum angekommen ist. Wo die kleinen Lichtpunkte noch vor wenigen Jahren im Design als definiertes Gestaltungsmittel dienten, nehmen die neuen Leuchtenentwürfe die LED wie selbstverständlich auf, ohne sie als „exotisches“ Leuchtmittel betonen zu müssen.

Technik muss funktionieren und größtmöglichen Komfort bieten. Dies wird auch von Leuchten erwartet. So gilt die Ausstattung von Leuchten mit modernster Technik inzwischen als Standard, der Fokus liegt in Zukunft wieder auf der Gestaltung. Die Trends bei Licht und Wohnen versprechen also spannend und kreativ zu werden. Viele Neuheiten werden vom 15. bis 20. April 2012 zur Weltleitmesse Light + Building in Frankfurt erstmals präsentiert.

Aktuelle Informationen zur Messe sind nun auch über eine App für Smartphones sowie via Facebook und Twitter abrufbar. Die Messe Frankfurt hat ihr Online-Informationsangebot für Besucher, Aussteller und Journalisten stark ausgebaut.

Wer sich die Smartphone App herunterlädt, findet schnell den gesuchten Aussteller und kann aktuelle Informationen über interessante Vorträge und weitere Events abrufen. Das mobile Angebot beinhaltet die Aussteller- und Produktsuche mit interaktivem Geländeplan, das Veranstaltungsprogramm, die neuesten Pressemeldungen sowie die Top-News über Twitter.

Die Anwendung wird bereits ungefähr drei Monate vor Veranstaltungsbeginn verfügbar sein. Speziell für Journalisten gibt es eine weitere App, den Messe Frankfurt Monitor mit Medientexten, Kurznachrichten, Veranstaltungsterminen und Bildern sowie Kontaktmöglichkeiten. Interessenten können die App kostenlos im App Store oder im Android Market herunterladen.

Auf der Light+Building-Facebook-Seite (www.facebook.com/light.building) erhalten Fans Informationen zur Messe, können diese mit ihren Facebook-Freunden teilen sowie ihre Anregungen und Meinungen veröffentlichen. Der Twitter-Account (www.twitter.com/light_building) bietet aktuelle Kurzmeldungen.

Das Trendforum informiert über die neusten Entwicklungen in der Raumgestaltung und präsentiert die aktuellen Wohntrends. Im Leuchtendesign lassen sich zwei grundlegende Trends ableiten: Technisch-industrielles Design und im Gegenzug der Hang zur Natürlichkeit. Beiden gemein ist die Sehnsucht nach dem Echten, dem „Handgemachten“.

Der rohe Charme des Industriellen erstrahlt in meist modernen, sachlichen Interieurs in Form von Leuchten aus Aluminium, Stahl und Blech, gebogen, gehämmert und gerne auch in Vintage-Optik. Technische Elemente wie Kabel, Leuchtmittel, Schrauben und Scharniere bleiben sichtbar und werden bewusst als Gestaltungselemente eingesetzt.

Die immer schneller voranschreitende technische Entwicklung in nahezu allen Lebensbereichen lässt aber auch den Wunsch nach wahren Werten, nach Ruhe und Wärme entstehen – besonders im Privaten. Dieser Trend zur Natürlichkeit spiegelt sich im Leuchtendesign vor allem bei den Materialien wider: Naturbelassenes Holz und leichtes Papier, schlichte Formen gepaart mit Sachlichkeit und Wertigkeit.

Das Stilbüro Bora Herke Palmisano aus Frankfurt und Berlin setzt das Trendforum um. Es ist im Foyer zwischen den Hallen 5.1 und 6.1 zu finden. Ein provokantes Thema hat der Light + Building Futurecourse. Die Podiumsdiskussion widmet sich passend zum Leitthema Energieeffizienz der diesjährigen Messe der provokanten Frage „Energiewende – Zahlt der Mieter die Zeche?“ Daran geknüpft ist die klare Forderung nach politischen Rahmenbedingungen.

Denn diese sind notwendig, damit Deutschland die hochgesteckten Klimaschutzziele erreichen kann. Während Industrie und Wirtschaft modernste technische Lösungen anbieten, fällt es Hauseigentümern schwer, die großen Investitionen aufzubringen, die eine Modernisierung von Gebäuden zur Folge hat. Ob Energiesparen wirklich nur Privatsache ist, wird am 17. April diskutiert.

Eine Preisverleihung gibt es bei der Eröffnungsfeier der Messe am 15. April. Erstmals wird der Building Future Award verliehen. Der Zukunftspreis der Light + Building würdigt eine Persönlichkeit, die durch eine bahnbrechende Forschungs- oder Entwicklungsarbeit die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft gestellt hat.

Den Award wird die Messe Frankfurt gemeinsam mit dem Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie und dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke fortan alle zwei Jahre anlässlich der Eröffnung der Light + Building vergeben.

Erschienen in Ausgabe: 01/2012