Dilemma Energiewende?

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Großprojekt. - Nichts wird derzeit in der Branche so kontrovers diskutiert wie die Energiewende. Von der Euphorie der vergangenen Jahre ist bei den meisten nicht mehr viel übrig geblieben. Viele zweifeln, ob die Wende wirklich realisierbar, bezahlbar und auch versorgungssicher ist.

10. Februar 2014

Manchmal hat man den Eindruck, als würde die Energiewende bewusst schlecht geredet und gerechnet. Wurden die hohen Kosten der Atomenergie den Verbrauchern über Sonderumlagen aufgebürdet? Während der Bund gigantische Summen in Lagerstätten wie die Asse pumpt, rechnet man bei regenerativen Energien mit besonders spitzem Bleistift, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wie teuer die Energiewende kommen kann. Die Ursache liegt auf der Hand: Schließlich sinkt bei einem hohen Anteil an kleinen und privaten Stromerzeugern die Marktmacht und auch der Umsatz der großen Konzerne, die die Entwicklung – so geben es einige Versorger inzwischen offen zu – schlichtweg verschlafen haben.

Hohe, langfristig zugesicherte Einspeisevergütungen auf der einen und günstiger Strom für die Industrie auf der anderen Seite sorgen besonders für Gesprächsstoff. Dazu kommen die Unkenrufe, die Blackouts prophezeien und Ängste angesichts der möglichen Massenausspähung über intelligente Zähler und Netze schüren. Angesichts der unsicheren Lage laufen die Investoren davon und der Trassenausbau wird zusätzlich durch Bürgerinitiativen gebremst. Vieles, was vielversprechend begann, befindet sich derzeit in der Warteschleife. Irgendwie geht es nicht vorwärts, und das ist fatal für die Klimaziele.

Im Netz kann man sich auf Seiten, die die Energiewende aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, selber ein Bild machen.

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Erschienen in Ausgabe: 01/2014