Edles Lichtgeschoß

Innovative LED-Taschenleuchte

Seit kurzem hat die LED-Technik die Taschleuchten erfaßt. Eines der jüngsten Beispiele ist die LED-Lenser V_ von Zweibrüder. Das auf unserer Titelseite zu sehende Modell zeichnet sich vor allem durch sein geringes Gewicht, die hohe Leuchtkraft und Robustheit aus. Darüber hinaus sorgt die LED-Technik für geringen Stromverbrauch, was die Leuchte sehr alltagstauglich macht. Im folgenden stellen wir das Modell vor und geben einen Rückblick auf einzelne Entwicklungsschritte in der Lichttechnik.

19. November 2004

Licht ist unverzichtbar: im Straßenverkehr ebenso wie in der Fabrikhalle, im Büro oder daheim. Der Erfindung der Glühlampe folgten Entwicklungen verschiedenster Arten von Leuchtmitteln, die nahezu alle technische Bezeichnungen, wie beispielsweise Natriumhochdruckdampf- oder Metallhalogendampflampen, tragen. Doch nicht nur in der für Techniker konzipierten Nomenklatur unterscheiden sich die Lampen, sie liefern andersfarbiges Licht, haben unterschiedliche Leistungen und wurden in aller Regel für spezielle Beleuchtungsaufgaben entwickelt. Vor wenigen Jahren schien mit Einführung der sogenannten Niedervolthalogentechnik eine zweite Revolution den Lichtmarkt zu bewegen. Jetzt wurden die Leuchten kleiner, in Form von eleganten Seil- und Schienensystemen, die sich beliebig verlegen ließen oder miniaturisiert auf dem Schreibtisch als Lichtquelle genutzt. Maßgeblich hat diese Lampenentwicklung das Design der Leuchten beeinflußt und durch ihr brillantes Licht dazu beigetragen, Räume effektvoll in Szene zu setzen. Es folgte die Hochvolthalogentechnik: Die Lampen behielten bei ähnlicher Lichtcharakteristik die gleiche Größe, auf den nicht immer elegant unterzubringenden Trafo konnte allerdings verzichtet werden. Nun bricht sich eine weitere „Lampen“-Entwicklung Bahn und hat beste Chancen, das Licht noch einmal - wie vielleicht nur zu Zeiten von Thomas Edison - zu verändern. Das Zauberwort heißt LEDs, Lumineszenzdioden, die bereits in Automobilbereich, in der Lichtwerbung oder LCD-Hinterleuchtung weite Verbreitung finden. Und jetzt auch im Bereich Taschenleuchten.

Quantensprung in Geschichte der Taschenleuchten

Der LED-Lenser V_ von Zweibrüder stellt dabei durchaus einen Quantensprung in der Geschichte der Taschenleuchten und eine kleine technische Sensation dar. Dabei ergänzt das handschmeichelnde und gefällige Metallgehäuse sich vollkommen mit dem neuentwickelten, sonnenhellen Lichtchip und der computerberechneten Linse. Obgleich die Leuchte sehr klein ist und nur etwas über 100 Gramm wiegt, ist sie, was die Helligkeit und den Batterieverbrauch betrifft, vielen großen und schweren Stablampen überlegen. Gespeist wird sie von drei handelsüblichen Mikro-Batterien (AAA), die überall erhältlich sind. Selbst nach 50 Stunden Brenndauer mit einem Batteriesatz kann mit der Leuchte noch im Dunkeln lesen. Die Leuchte, die in diesem Jahr zur light+building mit dem Design Plus ausgezeichnet wurde ist von ausgewogenen Rundungen gekennzeichnet. Die feine Riffelung verleiht ihr eine ganz besondere Note. Und die acht Bohrungen im Lampenkopf sind nicht nur Designelement, sondern auch eine eingetragene und geschützte Positionsmarke. Die Leuchte ist darüber hinaus stoß-, schlag- und wasserfest. Interessant ist die Option auf eine Gravurplatte (s. Titelseite). Die Anregung dazu kam u.a. aus Polizei- und Feuerwehrkreisen; dort wünschte man die Möglichkeit der Identifikation der eigenen Leuchte. Die Laserung ist ab einer bestimmten Stückzahl möglich. Herzstück des Produkts ist ein Chip. Eine neuartige, computerberechnete Speziallinse bündelt das Licht. Der Hochleistungsschalter ist auf zweihunderttausend Perioden angelegt; der Schalterknopf besteht aus Metall und ist deshalb weitgehend verschleißfrei. Aus 14 Teilen zusammengesetzt, ist jede Komponente der Leuchte austauschbar.

Fazit:LED-Lenser ist eine leichte, elegante Taschenleuchte, die während der Arbeit ebenso eingesetzt werden kann wie in der Freizeit. Aufgrund der kompakten Baumaße, des geringen Stromverbrauchs und der Robust ist die Leuchte ein Multitalent. Und nicht zu vergessen ist die Tatsache, daß „Birnenwechsel“ bei ihr der Vergangenheit angehören.

Erschienen in Ausgabe: 11/2004