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Ein Held, der für Ordnung sorgt

Feature

Die Digitalisierung eröffnet Handwerkern ganz neue Chancen. Trotzdem arbeiten viele Betriebe immer noch komplett analog. Der Elektrogroßhändler Sonepar will dies ändern und unterstützt Handwerker künftig gezielt bei der Digitalisierung des eigenen Betriebs. Ein erster Schritt: die neue Software „Sonepar Hero“.

13. November 2018
© Sonepar Deutschland GmbH
Bild 1: Ein Held, der für Ordnung sorgt (© Sonepar Deutschland GmbH)

Aktuell ist der Digitalisierungsgrad im Handwerk noch deutlich ausbaufähig: Laut einer Bitkom-Studie von März 2017 nutzen nur 58 Prozent der Handwerker in Deutschland eine Softwarelösung. Gleichzeitig sehen sich 71 Prozent der Betriebe als Nachzügler in Sachen Digitalisierung. Im Interview erklärt Piet Bünte, verantwortlich für das Business Development Digital bei Sonepar Deutschland, welche Vorteile die Digitalisierung für Handwerksbetriebe mit sich bringt.

Was kommt auf Handwerker zu, die den Anforderungen der Zukunft gerecht werden wollen?

Piet Bünte: Jede Menge. Denn für Handwerker ist es wichtig, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Nur mit der richtigen Software, passenden Apps und neuen Technologien können sie Abläufe in Zukunft effizienter gestalten. Das macht sich gerade in Phasen von vollen Auftragsbüchern schnell bezahlt. Denn hier sind vor allem Lösungen wichtig, die mehr Zeit bringen. Ich glaube, dass es in den nächsten Jahren einen technologischen Sprung im Handwerk geben wird.

Aktuell arbeiten zum Beispiel nur wenige Betriebe mit Cloud-Lösungen. Stattdessen speichern Handwerker ihre Daten auf Servern, die vor vielen Jahren angeschafft wurden. Dabei bieten gerade Cloud-Lösungen effektive Zeitersparnis: zum einen durch den bequemen Zugriff von überall per PC, Smartphone und Tablet, zum anderen durch die Möglichkeit, dass alle Mitarbeiter immer mit denselben aktuellen Daten arbeiten.

Haben Handwerker Berührungsängste oder schlicht keine Zeit, sich mit Digitalisierung zu beschäftigen?

Piet Bünte: Das ist eine wichtige Frage. Oft ist es eine Kombination aus beidem. Denn wer unterstützt eigentlich den Elektriker bei der Digitalisierung – und was ist das überhaupt? Das ist genau die Funktion, die Sonepar künftig stärker wahrnehmen möchte. Wir wollen für Elektriker der erste Ansprechpartner sein, wenn es um Digitalisierung geht. Wir werden Betriebe unterstützen, damit sie einfacher an Informationen kommen und sich bei jedem Digitalisierungsschritt sicher fühlen.

Was sind auf diesem Weg die größten Hürden?

Piet Bünte: Vor allem Information und Übersicht. Es prasselt auf alle Branchen gerade unheimlich viel ein. Die Digitalisierung hat ja auch Einfluss auf Produkte, die Sonepar verkauft und der Handwerker später verbaut. Diese Produkte werden immer komplexer. Und darum ist die größte Hürde, mit den schnellen Entwicklungen in allen Bereichen Schritt zu halten.

Dabei spielt auch der Generationenwechsel eine Rolle. Die ältere Generation steht den digitalen Veränderungen deutlich skeptischer gegenüber als die jüngere Generation. Wir stehen mit beiden Generationen im Gespräch, um so den Generationenwechsel zu unterstützen und die Potenziale der Digitalisierung voll auszuschöpfen.

Welche Vorteile ergeben sich für Handwerker durch Digitalisierung?

Piet Bünte: Der Handwerker hat ja erst mal eine super Stellung – denn er kann nicht wegdigitalisiert werden. Die großen Chancen der Digitalisierung liegen klar auf der Hand: mehr Produktivität und Effizienz bei allen Betriebsabläufen. Wir haben eine Vielzahl von kleinen und mittleren Betrieben als Kunden, die bislang ganz ohne Handwerkersoftware arbeiten. Einige nutzen dann vielleicht Excel, Word oder Lexware, um mal eine Rechnung zu schreiben.

Gerade diese Kunden, die noch nicht alle Vorteile der Digitalisierung nutzen, wollen wir künftig unterstützen – als digitaler Partner. Deshalb haben wir die Softwarelösung Hero für das E-Handwerk, die zentrale Betriebsaufgaben an einem Ort bündelt. Die Software ist aber auch für andere Gewerke einsetzbar, die damit ganz einfach traditionelle Büroarbeit, die Kundenverwaltung und das Auftragsmanagement erledigen können.

Wie erleichtert die Sonepar-Software den Arbeitsalltag von Handwerkern?

Piet Bünte: Hero ist auch ohne Anleitung ganz einfach zu bedienen und bietet alle wichtigen Funktionen, die ein Handwerksbetrieb benötigt. Viele kennen das ja selbst: Softwarepakete wie Word bieten Tausende Funktionen – aber man nutzt nur einen winzigen Bruchteil. Deshalb ist es unser Ziel, eine Software anzubieten, die alle wichtigen Kernfunktionen bietet, einfach funktioniert und dabei effizient ist.

Mit Hero behalten Betriebe bei allen Projekten den Überblick: vom Erstkontakt über die Vorortbesprechung, von der Abwicklung bis zur Rechnungsstellung. Wirklich praktisch ist auch die digitale Plantafel: Per Drag-and-drop machen Betriebe hier ganz einfach eine Wochenplanung mit allen Ressourcen – von Mitarbeitern über Werkzeuge bis hin zu Fahrzeugen.

Eignet sich die Software auch für Betriebe, die bislang kaum digitales Vorwissen haben?

Piet Bünte: Gerade diese Betriebe profitieren am meisten, weil die Bedienung nahezu selbsterklärend ist. Lange Einarbeitungszeiten oder Schulungen entfallen komplett. Wenn doch mal etwas unklar ist, helfen Youtube-Tutorials und ein großer FAQ-Bereich schnell weiter. Und jeder Handwerker kann den vollen Funktionsumfang unserer webbasierten Software erst mal 30 Tage kostenlos testen.

Deshalb ist das Interesse schon jetzt groß: Wir hatten kurz nach dem Marktstart bereits über 150 Kunden, die sich zum Softwaretest angemeldet haben. Und das Feedback ist bislang sehr positiv.

Vielen Dank für das informative Gespräch Herr Bünte.

Erschienen in Ausgabe: 07/2018