Ein heterogenes Umfeld, das nach Know-how verlangt

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Kopp - Viele Planer und Installateure gehen das Thema Smart Home noch immer zögerlich an. Zu groß ist der Markt, zu unübersichtlich das Angebot. Das Funksystem Free-control und der Gebäudebus HK-NX connect machen den Einstieg in das vernetzte Gebäude einfach – für den Endverbraucher und das E-Handwerk.

27. November 2017
Free-control ist die smarte Basisausstattung für Wohnung oder Eigenheim. Bild: Kopp
Bild 1: Ein heterogenes Umfeld, das nach Know-how verlangt (Free-control ist die smarte Basisausstattung für Wohnung oder Eigenheim. Bild: Kopp )

Free-control ist die smarte Basisausstattung für Wohnungen oder Eigenheime. Das System umfasst rund 40 Sender und Empfänger, die sich drahtlos zu einem lokalen Netzwerk verbinden lassen. Zu den Geräten zählen unterschiedliche Wandschalter, Rollladenaktoren und Steckdosenadapter.

Für die Montage des Funksystems braucht der Installateur keine besonderen Werkzeuge: Die Funkempfänger werden in einer herkömmlichen Unterputzdose montiert und direkt mit der Leuchte oder dem Rollladenmotor verbunden; die Sender befinden sich im Wandschalter oder in einer handlichen Fernbedienung. Free-control kommuniziert auf 868 MHz. Niedrige Funkfrequenzen erhöhen die Reichweite des Netzwerks und sind unempfindlich gegenüber Störungen.Das Herzstück ist das Gateway. Es wird mit dem Internet-Router verbunden und lässt sich dann per WLAN vom Smartphone oder Tablet aus erreichen. Umgekehrt empfängt das Gateway die Statusmeldungen der Funkkomponenten und kommuniziert sie an das mobile Endgerät. Die dazugehörige App bietet Kopp für Android- und iOS-Geräte an.

Funksystem mit Potenzial

In der App kann der Nutzer „Räume“ anlegen und die jeweiligen Free-control-Geräte einbinden. Nachdem die einzelnen Komponenten in das Netzwerk aufgenommen wurden, beginnt die Feinabstimmung: So lassen sich zum Beispiel feste Schließzeiten für die Rollläden programmieren oder „Szenen“ für die Beleuchtung einrichten. Das Funksystem lässt sich zu einem vollwertigen Smart Home aufbauen. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Systemkomponenten kompatibel zu den Produkten unterschiedlicher Hersteller sind. In das Free-control-Netzwerk lassen sich Produkte von über 40 Herstellern einbinden. So einfach Funksysteme digital gesteuert werden können, so komplex sind die meisten Feldbus-Systeme zur Gebäudesteuerung.

Mit der Möglichkeit, mehrere Tausend Geräte einzubinden, deckt der KNX-Standard das größte Anwendungsspektrum ab. Die Installation ist jedoch mit einem erheblichen baulichen und finanziellen Aufwand verbunden. Für Bestandsgebäude ist ein vollständiger Ausbau daher nicht geeignet, und auch der Kostenrahmen für die Elektroinstallation eines Reihenhauses wird deutlich überschritten.

Mit HK-NX connect hat Kopp ein kabelgebundenes System zur Gebäudeautomation entwickelt, das zwar auf KNX basiert, jedoch eine simplere Netzwerktopologie aufweist. Mit einer Gesamtlänge von 1.000 Metern kann die Steuerleitung problemlos innerhalb der normativ vorgeschriebenen Installationszonen verlegt werden. Damit eignet sich HK-NX connect für den privaten Wohnungsbau. Das System ist für bis zu 64 Geräte ausgelegt. Sensoren wie Bewegungsmelder oder Thermostate geben Befehle an Aktoren, die dann zum Beispiel die Beleuchtung oder die Jalousien steuern. Dabei sind die einzelnen Komponenten des Systems aufeinander abgestimmt. So kann ein geöffnetes Fenster bewirken, dass die Heizung herunterfährt. Die veränderbaren Parameter der Sensoren und Aktoren können mit einem handelsüblichen Schraubendreher über den Kodierschalter eingestellt werden. Eine aufwendige Programmierung ist überflüssig.

Der Kunde im Fokus

Im Fokus einer guten Beratung steht das, was der Kunde möchte und nicht das, was der Installateur anbieten kann. Gefragt sind deshalb maßgeschneiderte Lösungen, die den langfristigen Nutzen der Technik in den Mittelpunkt stellen und gleichzeitig so einfach wie möglich funktionieren.

Erschienen in Ausgabe: 08/2017