Ein Partner für Lichtlösungen

Mario Wurst. Der junge Elektrounternehmer ist ein Zumtobel- Lichtlösungspartner, KNX-Experte und mit seinem noch jungen Unternehmen sehr erfolgreich. In Kempten hat er beim Auto- Veredler ABT seine Lichtlösungskompetenz bewiesen.

29. Oktober 2008

Wildpoldsried ist nicht der Nabel der Welt, aber ein idyllisch gelegenes Dorf im malerischen Allgäu. Mario Wurst ist 1991 hierher gekommen, um eine Tätigkeit als Elektroinstallateur aufzunehmen. Nach der Meisterprüfung 1999/2000 macht er sich als Ein-Mann-Betrieb sofort selbstständig. Schon sechs Monate später beschäftigt er zwei Mitarbeiter, weil die Auftragslage von Anfang an gut ist. Bereits in jener Zeit erweitert er sein Aufgabenfeld um die Elektroplanung.

Heute beschäftigt er sechs Mitarbeiter. Trotz voller Auslastung möchte er nicht mit überhöhtem Tempo wachsen, sondern sein Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln. Ein Schritt in diese Richtung ist das neue Firmengebäude, das vor zwei Jahren fertiggestellt wurde und von der Architektur her kompromisslos modern gestaltet ist. „Wir wachsen mit unseren Aufgaben“ erläutert er gegenüber der g+h Redaktion. Sein Einzugsbereich ist das gesamte Allgäu und jüngst auch Irland. Hier hat er bei einem großen Hotelprojekt den Auftrag für die gesamte Schwimmbadtechnik erhalten. Dass er an recht viele Bus-Aufträge herankommt, liegt an der Kompetenz seines Unternehmens. So ist ihm das Thema Bustechnik schon seit 1994 vertraut. Die Entwicklung des EIB, heute KNX, hat er mit großer Begeisterung verfolgt. Im Do-it-yourself- Verfahren, wie er zu verstehen gibt, habe er die ersten Projekte in Angriff genommen. Es gab kein Bauherrngespräch, bei dem er nicht die Bustechnik ins Spiel gebracht hätte, erklärt er. Mit einem Hotelprojekt in Kempten war das erste Objekt erfolgreich installiert. „Und dann ging die Post ab und ich schaute, dass ich bei allen Neuinstallationen nur noch Bustechnik installierte“, führt er weiter aus.

Von der Planung über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme kommt alles aus einer Hand. Wenn ein Kunde zu ihm kommt, zeigt er ihm in den eigenen vier Wänden nahezu alle Möglichkeiten des KNX auf, um dann nach den jeweiligen finanziellen Möglichkeiten des Bauherrn ein maßgeschneidertes Installationskonzept zu verabschieden. „Sobald elektrische Rollläden und die Heizungssteuerung ins Spiel kommen, ist Bustechnik aus meiner Sicht unverzichtbar.“ Für die Frage, ob das im Einzelfall nicht immer noch zu teuer sei, bringt Mario Wurst wenig Verständnis auf. Bustechnik sei, so der Unternehmer, in Relation zu ihrer Leistung, kostengünstiger als klassische Installationstechnik, die das, was KNX leistet, ohnehin nicht bewerkstelligen könne. Es geht nicht um den Preis, sondern um Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit, also auch die Energieeinsparung für den Bauherrn. In diese Richtung zielt auch seine Argumentation gegenüber den Architekten, mit denen er zusammenarbeitet. Diese sollten sich von der Vorstellung verabschieden, dass ein Quadratmeter umbauter Raum die Summe X kostet und die Elektroinstallation 5 Prozent davon. „Wir müssen uns von dem Denken verabschieden, dass der Strom nicht mehr als 5.000 Euro kosten darf.“

Nicht nur KNX stellt für Mario Wurst ein attraktives Geschäftsfeld dar, denn frühzeitig hat er auch die sich aus der Wärmepumpentechnik ergebenden Marktchancen erkannt. Schon allein aufgrund der weiter steigenden Energiepreise sieht er zurzeit beste Chancen für seinen Elektrofachbetrieb, hier Marktanteile zu gewinnen und sein Geschäft so auf mehreren innovativen Technikfeldern mit besten Zukunftsperspektiven zu betreiben. Damit bei allen seinen Geschäften alles rund läuft, setzt er moderne Software ein. Auf der kaufmännischen Seite hat er die Software von Hausmann und Wynen im Einsatz, bei der CAD-Planung DDS. „Zwischen beiden gibt es eine Schnittstelle und deshalb klappen Kalkulation und Planung perfekt. Das ist für mich wichtig, denn ich muss mein Zeitbudget optimal verwalten; das ist ja heute ein ausgesprochen bedeutender wirtschaftlicher Faktor.“ Zu seinen Lieblingstätigkeiten zählt Mario Wurst die Beleuchtungstechnik. Nicht zuletzt deshalb ist er Zumtobel Lichtlösungspartner geworden. Wichtig in diesem Netzwerk aktiver Elektrohandwerker sind für ihn vor allem die Schulungsangebote.

In speziell auf den Elektroinstallateur ausgerichteten Anwenderseminaren erfährt der Lichtlösungspartner praxisnah alle neuen Trends und Anwendungsinformationen für den optimalen Umgang mit Licht. In zusätzlichen Topseminaren werden gewünschte Themen durch externe wie interne Spezialisten vertieft. Damit kann sich der Elektroinstallateur eine eigene Kompetenz aufbauen und seine Kunden in den verschiedenen Lichtanwendungen umfassend beraten. Nach dem Besuch der Anwendungsseminare erhalten die Lichtlösungspartner ein Firmenzertifikat, dass sie als zertifizierte Partner von Zumtobel auszeichnet. In jedem Jahr wird ein Anwendungsschwerpunkt als Thema gewählt. So steht dieses Jahr ganz im Zeichen der optimalen Beleuchtung von Gewerbe- und Industriebauten. Mit exklusiven Lichtlösungsbroschüren und Unterlagen unterstützt der Hersteller während des Verkaufsprozesses die Marketingaktivitäten seiner Partner. Dies hilft dem Elektroinstallateur, seine Lichtkompetenz zu unterstreichen.

Die Partnerschaft hat sich auch bei einem der jüngsten Projekte von Mario Wurst bezahlt gemacht, der Beleuchtung des Barbereichs beim Autoveredler ABT in Kempten. Die Bar, an der sich die Prominenz aus dem Rennsport und Showbusiness regelmäßig trifft, sollte neu, wie eine Boxengasse gestaltet werden. Das Lichtkonzept wurde von Mario Wurst in Form eines Lichtsegels mit wechselnden Farbspielen realisiert. Zum Einsatz kam Emotion Touch von Zumtobel, sodass der Besucher nicht nur von den Automobilen, sondern vor allem von der Lichtinszenierung begeistert ist. Emotion Touch ist für Anwendungen ohne eine umfassende Gebäudevernetzung konzipiert. Nahezu jeder Beleuchtungskörper kann eingebunden werden, und per Dali-Schnittstellenprotokoll lassen sich dynamische Farbspiele realisieren. Ergänzt wurde das Konzept durch eine Multimediaeinrichtung.

Partnerschaft für Lichtaktive

Der „Lichtlösungspartner“ – das Kundenbindungsprogramm von Zumtobel – feierte in diesem Jahr sein zweijähriges Bestehen und zieht eine überaus positive Bilanz. Die Aktivitäten richten sich an Elektroinstallateure mit Geschäftsschwerpunkt Licht.

Ziel der Partnerschaft ist eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Licht. So kann sich der Elektroinstallateur ein eigenes Leistungsprofil aufbauen. Mehr als 400 lichtaktive Elektroinstallationsfimren in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind inzwischen Partner geworden.

Der Wunsch von Zumtobel ist es, insgesamt bis zu 1.000 Kunden in den deutschsprachigen Ländern zum Lichtlösungspartner auszubilden und dieses Netzwerk durch fortlaufenden Informationsaustausch zu pflegen.

Erschienen in Ausgabe: 06/2008