Das neue Gebäude der Förderschule „Johann Amos Comenius“ im sächsischen Herrnhut beherbergt aktuell 105 Schüler, aufgeteilt auf 15 Klassen. Neben der Schaffung von mehr Platz, stand der Neubau des Schulhauses unter dem Aspekt der Energieeffizienz. Der Energieverbrauch für die Beleuchtung sollte optimiert werden, ohne Abstriche bei Komfort oder Sicherheit zu machen.

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Neben dem Einsatz energiesparender Leuchtmittel entschied sich der Träger der Schule für eine sensorgesteuerte Lichtsteuerung von Steinel Professional. Das im Eingangsbereich installierte, dezentrale Lichtmanagement-System Live-Link überzeugte mit einer intelligenten nutzungs- und tageslichtabhängigen Lichtsteuerung, einer einfachen intuitiven Bedienung per App via Tablet und einer Vielzahl vorprogrammierter, flexibel anpassbarer Lichtszenarien für verschiedene Ausleuchtungssituationen, die einfach abrufbar sind. In den nur sporadisch genutzten Fluren wurden spezielle Gangsensoren angebracht, die das Licht nur dann schalten, wenn es tatsächlich benötigt wird.

Um die besonderen Anforderungen an die Lichtsteuerung im Eingangsbereich der Schule zu erfüllen, wurde hier das Dali-basierte Lichtmanagement-System Live-Link installiert, das in einer Kooperation von Steinel Professional mit Trilux entstand. Mit Live-Link ist die Planung und Bedienung der Lichtsteuerung problemlos, denn es sind weder Spezialwissen noch Programmierkenntnisse erforderlich. Zudem bietet es komfortable Möglichkeiten für die Lichtschaltung, die auch von der Schulleitung selbst vorgenommen werden können. Sensoren wie der IR Quattro HD sind die Basis von Live-Link. Der hochauflösende Passiv-Infrarot-Präsenzmelder hat 4.800 Schaltzonen für eine präzise Erfassung. Er registriert selbst kleinste Bewegungen. Seine quadratische Linse ermöglicht eine raumtypische Erfassung, wobei sein echter Präsenzbereich 64 m2 umfasst. Mittels einer Stellschraube auf der Rückseite kann die Reichweite mechanisch eingestellt und der Erfassungsbereich somit exakt angepasst werden. Das Herz des Präsenzmelders besteht aus vier Pyrosensoren mit DSP (Digital Signal Processing), die die Infrarotstrahlung von Menschen erkennen, einem exakt abgestimmten optischen System sowie der eigens entwickelten Software.

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Die Konstantlichtregelung steuert das Licht tageslichtabhängig. Hierbei wird ein zuvor festgelegter Helligkeitswert im Eingangsbereich gehalten. Die Helligkeit wird dabei mit einer Photodiode gemessen. Für die Installation von Live-Link werden neben dem IR Quattro HD nur entsprechende Dali-Leuchten, das Live-Link-Steuergerät sowie Dali-Taster oder konventionelle Taster mit Tasterkoppler benötigt.

Da alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind, konnte die Installation und Inbetriebnahme unkompliziert erfolgen. Die Bedienung per Tablet ist ein wesentlicher Vorteil von Live-Link, denn hierüber erfolgt sowohl die Konfiguration des gesamten Systems als auch die Einstellung der Lichtschaltung. Die Verdrahtung des Systems ist sehr einfach. Für die Verbindung wird ein fünfadriges NYM-Kabel benötigt.

Phase, Neutralleiter und Schutzleiter sowie die zwei Dali-Busleitungen werden mit den Leuchten und dem Steuergerät verbunden. Anschließend werden der Sensor sowie der Tasterkoppler über die beiden Dali-Busleitungen an das Steuergerät angeschlossen. Danach erfolgt eine Kopplung des Tablets per W-Lan mit dem Live-Link-Steuergerät. Die benutzergeführte Live-Link-App führt durch die Inbetriebnahme. Gleich zu Beginn wird via W-Lan vollautomatisch geprüft, ob alle Leuchten, Sensoren und Taster korrekt angeschlossen sind. Eventuelle Installationsfehler können somit frühzeitig behoben werden.

Für gängige Lichtsituationen bietet Live-Link eine große Auswahl an voreingestellten Anwendungsszenarien, sogenannte Use-Cases. Sie erleichtern nicht nur die Planung, sondern reduzieren den Zeitaufwand der Konfiguration erheblich. Per Drag & Drop werden die Leuchten über die grafische Benutzeroberfläche in die Lichtgruppen des gewünschten Use-Case gezogen.

Im Anschluss hieran erfolgt die Festlegung der einzelnen Lichtszenen. Sofern erforderlich, können weitere individuelle Lichtszenen eingerichtet werden. Nach dem Zuweisen der Taster zu den Lichtgruppen und Szenen ist das System konfiguriert und einsatzbereit. Im Alltag hat es sich bewährt, dass alle Einstellungen jederzeit einfach und flexibel angepasst werden können.

In den Fluren wurde der Gangsensor Dual HF installiert. Mit seinem langen und schmalen Erfassungsfeld von 20 x 3 Metern ist er speziell auf die Architektur von Fluren und Gängen zugeschnitten.

Bewegungen in benachbarten Räumlichkeiten sind hierdurch von der Erfassung ausgeschlossen. Da HF-Wellen bestimmte Materialien wie zum Beispiel Leichtbauwände durchdringen, ist dies bei einer ausgeprägten Leichtbauweise besonders von Vorteil. Der Dual HF überwacht mit zwei speziellen HF-Sensoren von der Decke aus beide Richtungen eines Ganges. Mit einem einzigen Sensor können so bis zu 20 Meter Ganglänge überwacht werden. Das Licht kann unmittelbar und verzögerungsfrei geschaltet werden, da die HF-Technik extrem schnell arbeitet.

Mit dem flexibel anpassbaren Live-Link-System sowie einer sensorgesteuerten Lichtschaltung, kann die Förderschule Herrnhut inzwischen mehr als 50 Prozent Energie einsparen.