Einigung über EEG-Novelle

Monatliche Kürzung der PV-Einspeisevergütung

04. Juli 2012

Die Photovoltaik-Einspeisetarife werden rückwirkend zum 1. April um bis zu 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgesenkt. Das beschloss der Bundesrat Ende Juni in Berlin. Damit sind die letzten strittigen Punkte der geplanten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgeräumt. Laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) wird für die Berechnung der Einspeisevergütung für PV-Dachanlagen im EEG eine neue Größenklasse zwischen 10 und 40 kW eingeführt.

Alle Tarife werden künftig monatlich abgesenkt; bislang erfolgte die Anpassung alle sechs oder zwölf Monate. So werden beispielsweise im Juli installierte Aufdachanlagen bis 10 kW eine Vergütung von 18,92 Cent pro kWh erhalten, Anlagen bis 40 kW bekommen 17,95 Cent je kWh. Für Anlagen zwischen 10 und 1.000 kW wird die Vergütung auf 90 Prozent des erzeugten Stroms begrenzt, so der BSW in einer Mitteilung. Der Rest muss selbst vermarktet oder vor Ort zum Eigenverbrauch genutzt werden.

Große Photovoltaik-Anlagen erhalten nur bis zur Obergrenze von 10 MW eine Einspeisevergütung. Für Anlagen auf Konversionsflächen soll es über eine Rechtsverordnung Ausnahmeregelungen geben. Die Förderung für Solarstrom soll mit Erreichen einer gesamtinstallierten Leistung von 52 Gigawatt auslaufen. Bis dahin bleibt der jährliche Ausbaukorridor in der Höhe von 2.500 bis 3.500 MW bestehen. Ende April waren bundesweit Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von etwa 27 GW installiert.

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