... einsam wacht ...

Bewegungsmelder für drinnen und draußen

Fast zwei Drittel aller Einbrüche werden im Schutz der Dunkelheit verübt. Daher fürchten Einbrecher Bewegungsmelder wie der Teufel das Weihwasser. Lassen sie doch Lichter angehen oder sie setzen Überwachungsmechanismen in Gang, um „ungebetenen Gästen“ zu signalisieren: Ihr seid erkannt.

20. Dezember 2002

Haus- und Wohnungseigentümer dagegen wissen diesen Umstand zu schätzen. Nicht nur, daß sie im wahrsten Sinne des Wortes „auf Nummer sicher gehen“. Auch der Komfort, den Bewegungsmelder bieten -Licht zu bringen in dunklen Hauseingänge, Flure, Garagen, hinter schlecht einzusehenden Ecken und so weiter, ohne daß jemand einen Schalter betätigt hat - ist von hohem Wert.

Nahezu alle namhaften Hersteller von Schaltgeräten haben Bewegungsmelder (auch „Wächter“ genannt) im Produktprogramm, mit unterschiedlichen Funktionsumfängen, wobei die Passiv-Infrarot-Technik einfach up to date ist. Hier eine Auswahl, die allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

Die Möglichkeiten der Wächter von Berker reichen von bewegungsabhängiger Außenbeleuchtung bis zur Einbindung an die Berker Alarmzentrale. Das ist Einbruchschutz pur - und obendrein noch kostengünstig, denn Berker Wächter und Bewegungsmelder helfen, Energiekosten zu senken. So schalten die Bewegungsmelder nur ein, wenn sie benötigt werden (etwa wenn die Dämmerung einsetzt).

In Verbindung mit Berker instabus EIB, Funkbus und Berker Light Control (BLC) können die Wächter noch mehr: Sie sorgen für bedarfsgerechtes Licht- und Heizungs-Management und sparen so bares Geld. Beispielsweise registrieren beim Berker Light Control System die BLC Wächter 180 und 180 Komfort, wenn niemand mehr im Raum ist. In diesem Fall löscht das System selbstständig das Licht und regelt die Heizung herunter. Im umgekehrten Falle schaltet das BLC sofort Licht und Heizung ein, wenn sich jemand einem Präsenzmelder oder Wächter nähert.

Komfort für Innen

Zwar hat vor einigen Tagen Busch-Jaeger mit dem Master Premium einen neuen Bewegungsmelder auf den Markt gebracht. Trotzdem bleiben die „Klassiker“ aktuell, wie etwa der Busch- Wächter 180 UP. Kompakt gebaut, detektiert der eine Fläche von 12 x 8 Metern. Sobald eine Wärmequelle geortet wird, schaltet er automatisch beliebige Leuchtkörper ein. Es verlischt ebenso automatisch, wenn eine festgelegte Zeitspanne verstrichen ist. Bei der manuellen Vor-Ort-Bedienung kann mit einem Schiebeschalter auf Ein, Aus oder Automatik geschaltet werden. Beim Busch-Wächter 180 UP Sensor Komfort II wird in Verbindung mit einem Busch-Universal-Dimmer das Licht nicht einfach abgeschaltet, wenn keine Bewegung mehr erfaßt wird, sondern über 60 Sekunden langsam heruntergedimmt.

Ganz interessant ist auch der Master 220 HGL mit HGL (high gain lens) Linsen und Direktauswertung. Die Rundumerfassung von 220° auf einer Detektionsfläche von 16 x 16 Metern macht ein Annähern, selbst flach an die Hauswand gedrückt, unmöglich. Der verdichtete Unterkriechschutz läßt sogar Eindringlingen, die flach auf dem Boden heranrobben würden, keine Chance. Seine Rückfeldüberwachung registriert sofort, wenn jemand an die Türschwelle tritt - und macht Licht.

Natürlich hat auch Busch-Jaeger auch Präsenzwächter im Programm, mit denen sich Heizungs-, Lüftungs-, und Klimaanlagen bedarfsorientiert schalten lassen. Mit einer Rundumerfassung von 360° ist der Busch-Wächter Präsenz jedem konventionellen UP-Bewegungsmelder überlegen. Er wird bereits bei geringster Bewegung aktiv. Das heißt, angeschlossene Verbraucher stehen immer dann zur Verfügung, wenn sie benötigt werden.

Hart im Nehmen

In Schutzart IP 66 kommt der Bewegungsmelder SRN 2000-M-Ind. von Funke + Huster Fernsig daher. Damit ist er prädestiniert für den Einsatz unter wirklich rauen Umgebungsbedingungen etwa dort, wo mit viel Wasser, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln hantiert wird, oder aber wo er Wind und Wasser trotzen muß.

Standardmäßig hat der SRN 2000-M-Ind. einen Erfassungsbereich von 90° und eine Reichweite von 18 Metern. Mit verschiedenen Zusatzlinsen läßt sich aber auch ein 120° Detektionswinkel realisieren und eine Reichweite von maximal 30 Metern.

Viele Features für ein Höchstmaß an Sicherheit und Komfort

Gira hat in seinem Funk-Alarmsystem/kompakt ebenfalls einen Funk-Bewegungsmelder für die Innenraumüberwachung. Mit einem Erfassungsfeld von 8 x 11 Metern besticht er durch die Möglichkeit der Empfindlichkeitseinstellung für schwierige Umgebungsbedingungen, einen automatischen Schlafmodus für stark frequentierte Räume (um unnötiges Senden zu vermeiden), durch seine Temperaturkompensation zur Empfindlichkeitsanpassung an verschiedene Umfeldtemperaturen sowie den Umfang seiner Sicherheitseinrichtungen. So garantieren unter anderem Unikat-Codes aus vielen Millionen Möglichkeiten, die sichere Funkverbindung zur Zentrale, zu welcher der Bewegungsmelder auch regelmäßig Statusmeldungen sendet.

Auch Jung geht einen ähnlichen Weg. Der Automatik-Wächter 220 (entspricht der Gradzahl des Erfassungsfeldes) arbeitet mit digitaler Mikroprozessortechnik. Dies garantiert eine exakte Auswertung der Signale sowie eine einwandfreie Funktion. Fremdlichteinwirkung läßt das Gerät völlig unbeeindruckt; Manipulationsversuche, zum Beispiel mit einer Taschenlampe, scheitern kläglich.

Zeit, Helligkeit und Empfindlichkeit können nach Belieben problemlos eingestellt und jederzeit schnell verändert werden. Auch die Betriebsart läßt sich über einen mechanischen Taster bei Bedarf wechseln, zum Beispiel in 4-Stunden-Dauer-Ein oder -Aus. In den Reglern integrierte LED`s zeigen dabei den aktuellen Betriebszustand an. Außerdem besitzt der Automatik-Wächter 220 einen zusätzlichen Unterkriechschutz.

Überwachen mit Argus-Augen

Merten hat seine Argus-Familie um drei neue Bewegungsmelder ergänzt: das neue Basismodell Argus 110 Basic, eine 12 Volt- und eine Instabus EIB-Ausführung. Das Basismodell mit 110° Erfassungswinkel bildet dabei die preiswerte Einstiegslösung. Die 12 Volt-Ausführung des Argus 12 V Connect sichert Wohnmobile, Campingwagen und Ferienhäuser. Und der neue Instabus-Argus 220 Connect von Merten läßt sich direkt an die Busleitung anschließen. So ist es möglich, daß eine registrierte Bewegung verschiedene Funktionen wie Schalten oder Dimmen gleichzeitig auslöst. Oder der Bewohner wird zusätzlich durch Abrufen von Textbotschaften auf einem Info-Display diskret über Bewegungen informiert.

Die integrierte Connect Funkschnittstelle ermöglicht die Signalübertragung auf separate Empfänger sowie die Vernetzung mehrerer Bewegungsmelder mittels Funkmodul. Weiterhin ist die Einbindung in das Merten Funksystem möglich. Funktionen wie Dauer-Ein/Aus oder das Anlernen einer neuen Dämmerungsschwelle lassen sich komfortabel über einen Funktaster steuern. Eine erhöhte Übertragungssicherheit gewährleistet die sichere Funkfrequenz 868 MHz.

Fazit:

Des einen Freund, des anderen Feind. Bewegungsmelder lassen automatisch dort Licht angehen, wo es gebraucht wird. Das vermittelt nicht nur ein sicheres Gefühl, sondern bedeutet auch Komfort, denn dazu muß kein Schalter mehr betätigt werden.

Erschienen in Ausgabe: 09/2002