Endspurt

g+h Innovationspreis Vor über einem Jahr haben wir mit der Ausschreibung begonnen. Der Erfolg war überwältigend. 70 Teilnehmer haben die dritte Bewertungsstufe bestanden. Auf neun Preisträger wartet nun noch das Audit.

25. September 2008

Innovation im Elektrohandwerk hat viele Gesichter. Ein gelungener Internet- Auftritt, eine pfiffige Idee in der Kundenbetreuung oder ein effizientes Marketinginstrument. Es können aber auch eine technische Innovation in Form von Lösungen, eigene Produktideen und Techniken bis hin zu individuellen Programmierungen sein.

Aus dieser Überzeugung heraus, dass moderne Elektrofachbetriebe über ein hohes Innovationspotenzial verfügen, erwuchs die Idee, die Spitze des deutschen Elektrohandwerks zu prämieren. Unterstützt wird g+h dabei von 21 Sponsoren aus der Industrie, die mit ihrem Engagement beweisen, wie wichtig ihnen die Förderung des Elektrohandwerks ist.

Drei Kategorien wurden geschaffen, damit große und kleine Betriebe die gleiche Chance haben. Und für eine objektive und fachlich einwandfreie Bewertung hat g+h Branchenexperten in die Jury berufen, denn Neutralität ist uns ausgesprochen wichtig. Wir konnten Prof. Dr. Klaus Ambrosi von der Universität Hildesheim gewinnen, der dort am Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik tätig und somit ein profunder Kenner rund um alle betrieblichen Belange ist. Nicht weniger kompetent ist Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Andreas Bossow, Geschäftsführer des Dial in Lüdenscheid und den meisten Bustechnikern aus dem Elektrohandwerk bekannt. Dieter Michel kommt als stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Installationsgeräte und -systeme im ZVEI und Leiter der Initiative intelligentes Wohnen von der Industrieseite. Vielen, die sich einmal mit der Meisterprüfung beschäftigt haben, dürfte das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e. V. (bfe), Oldenburg, ein Begriff sein. Sein Direktor, Dipl.-Ing. Thorsten Janßen, zählt ebenfalls zur hochkarätig besetzten Jury. Zum Ende der Ausschreibung am 24. März 2008 hatten wir 134 Eingänge des Bewerber-Fragebogens, der ersten Bewertungsstufe. Sie alle erhielten den ausführlichen Fragebogen II. 106 Teilnehmer haben diesen termingerecht zurückgeschickt. Mit der dritten Aufgabenstellung, der Beantwortung eines umfangreichen Bauherrenschreibens, wurde die dreistufige Bewertung des g+h Innovationspreises beendet. Hierbei galt es auf die Wünsche eines virtuellen Hauseigentümers exakt einzugehen. Dieser Aufgabe widmeten sich noch 70 Kandidaten.

Das Ergebnis waren Waschkörbe voller Informationsmaterialien. Weit über 1.500 Seiten wurden von der Jury und der Redaktion gesichtet. Bewertet wurden der Fragebogen II, der Internetauftritt nach festgelegten Kriterien und die Reaktion auf das Bauherrenschreiben. Die 10 Preisträger stehen jetzt fest. Aufgrund der Ferienzeiten und der überraschend hohen Beteiligung wurde die letzte Hürde, das Audit, auf den 26. und 27. September 2008 verschoben. Im Schloss-Hotel Holzrichter in Veserde bei Lüdenscheid werden die Teilnehmer in etwa halbstündigen Einzelgesprächen mit der Jury noch einmal persönlich etwas über ihr Unternehmen und ihre Aktivitäten berichten. An diesem Wochenende wird die Jury dann auch die drei Hauptpreisträger bestimmen.

Die festliche Preisübergabe ist für den 7. und 8. November 2008 in Goslar geplant. Die Freie Reichs- und Hansestadt, 922 unter König Heinrich I. gegründet, umzingelt von heute noch teils erhaltenen trutzigen Mauern und Wehrtürmen, besitzt im Herzen der Stadt das historische Amtshaus der reichsten und vornehmsten Zünfte, die Gilde der Tuchmacher und Kaufleute, das Worthgebäude. Das älteste Gildehaus beherbergt heute ein stilvolles Hotel mit dem weltbekannten Namen Kaiserworth. Hierhin wird g+h die 10 Preisträger mit Partnern und Vertreter der Sponsoren-Unternehmen einladen – ein angemessenes Ambiente für die Verleihung der exklusiven Trophäe wie wir meinen.

Erschienen in Ausgabe: 05/2008