Entscheidung im Bundesrat

Steuerliche Barrieren für Mieterstrom bei Genossenschaften werden endlich beseitigt

02. Juli 2019
Entscheidung im Bundesrat
Im Bundesrat wurde heute eine Änderung des Körperschaftssteuergesetzes verabschiedet. Diese erlaubt es Genossenschaften, Mieterstrom aus Solaranlagen anzubieten, ohne dadurch steuerliche Risiken einzugehen. (Bild: Solarimo)

Im Bundesrat wurde heute eine Änderung des Körperschaftssteuergesetzes verabschiedet. Diese erlaubt es Genossenschaften, Mieterstrom aus Solaranlagen anzubieten, ohne dadurch steuerliche Risiken einzugehen. Konkret ist es nun erlaubt, bis zu 20% der gesamten Umsätze mit anderen Einnahmen als der Vermietung von Wohnraum zu erzielen, wenn die zusätzlichen Einnahmen aus dem Betrieb von Solaranlagen mit Mieterstrom kommen. Bislang durften insgesamt nur 10% der Umsätze aus anderen Tätigkeiten kommen. Darüber hatte man sofort die Befreiung der Körperschaftssteuer verloren.

Schon heute ist Mieterstrom für Genossenschaften möglich, ganz ohne Risiken und ohne Kosten. In diesem von Genossenschaften in ganz Deutschland umgesetzten Modell übernimmt ein Kooperationspartner alles; von der Investition in die Photovoltaik-Anlage bis zum Stromverkauf an die Mieter. Die Genossenschaft erhält dafür eine symbolische Dachpacht, die für die Körperschaftssteuerbefreiung kein Risiko darstellt. In Zukunft werden Genossenschaften aber nun auch selbst investieren und sogar den Strom selber verkaufen können, ohne steuerliche Risiken.