Ferienparadies Bad Hindelang

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Vielleicht hat die Bezeichnung „Goldener Herbst“ im Bad Hindelanger Ortsteil Oberjoch ihren Ursprung. Milde Temperaturen, verbrieft herausragende Luftqualität und Sonne satt, die den Blick freilegt auf die Einzigartigkeit der Allgäuer Hochalpen.

04. November 2014

Freier Blick auf das, was bei Bergwanderern und Kletterern bereits jetzt die Vorfreude weckt auf das kommende Frühjahr und Wintersportlern den Saisonstart 2014/2015 im Skigebiet Oberjoch ins Gedächtnis ruft. Für Mitte Dezember erwarten die Bergbahnen Hindelang-Oberjoch die ersten Skifahrer, Rodelfans und Winterwanderer. Die Gästekarte „Bad Hindelang Plus“ bietet ab der ersten Nacht ganzjährig 20 Gratis-Leistungen und viele Extras bei 240 Gastgebern – inklusive Ski- und Rodelpass.

„Es kommt häufig vor, dass Gäste mit einer ausgedehnten Bergwandertour oder einem Familientag etwa im ‚Salewa-Klettersteig Oberjoch‘ die Sommersaison für sich abschließen und noch vor der Heimreise ihre große Vorfreude auf die kommende Wintersaison zum Ausdruck bringen. Das freut uns sehr, ist dies doch ein Beleg dafür, dass unser Freizeitangebot über das ganze Jahr attraktiv ist“, sagt Eric Enders, Vorstand der Bergbahnen Hindelang-Oberjoch AG.

Vor allem Familien fühlen sich im Skigebiet Oberjoch wohl. Die Auszeichnung zum besten Familien-Skigebiet der Alpen im vergangenen Winter durch den Deutschen Skiverband (DSV) hat diesen Trend bestätigt.

Der DSV klassifiziert das Pisten- und Freizeitangebot für Erwachsene und Kinder als herausragend und folgt somit der Bewertung weiterer Verbände: 2013 vergab die Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) in Kooperation mit dem Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) das Pistengütesiegel „2013 Geprüftes Skigebiet“. Der ADAC prämierte sogar doppelt: Innerhalb des „ADAC Skipass-Index 2012“ stufte er das Skigebiet Oberjoch in der Kategorie Preis-Leistungs-Verhältnis als zweitbestes ein. Bereits 2011 hatte der ADAC bei einem europaweiten Test die Rodelbahn am Imberger Horn in Bad Hindelang betreffend Sicherheit und Qualität mit dem Prädikat „sehr gut“ ausgezeichnet.

Wer Wintersportler nach dem Reiz des Skigebiets Oberjoch fragt, der bekommt fast immer dieselben Antworten: Gäste loben das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Pistenangebot, die Schneesicherheit und die kurzen Wartezeiten. „Hinzu kommt eine heimelige und familiäre Wohlfühlatmosphäre, die es in dieser Art nur im Skigebiet Oberjoch gibt“, so Eric Enders. Das Winterparadies in Deutschlands höchstgelegenem Ski- und Bergdorf (1.200 Meter) bietet Gästen neben kurzen Wegen rund 30 präparierte Pisten-Kilometer, 90 Loipen-Kilometer (von Oberjoch und Unterjoch bis ins Tannheimer Tal in Tirol und nach Jungholz) sowie am Imberger Horn drei Rodelabfahrten, die jeweils 3,5 Kilometer lang sind. Am Berg „Iseler“ stehen eine Sechser-Sesselbahn sowie elf weitere Lifte bereit. Am Imberger Horn fährt eine Achter-Gondel-Bahn Winterwanderer und Rodelfans auf den Gipfel. Es gibt Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade. Jeden Donnerstagabend kann man am Idealhanglift und an der Iselerbahn mehrere Stunden unter Flutlicht fahren. Wer in der Sesselbahn plötzlich neben einem Weltstar sitzt, sollte sich nicht wundern: Während der Weltcup-Saison holen sich die weltbesten Skifahrer im Alpinen Trainingszentrum Allgäu (ATA) den Feinschliff für wichtige Rennen, testen neues Material oder nutzen den Hang als „Trainingssimulator“. Im „Schneekinderland“ nahe der Iselerbahn sowie in den Skischulen „Iseler“ und „Snowacademy“ lernen Kinder und Jugendliche auf mehr als 20.000 m² spielerisch das Skifahren oder Snowboarden.

Seit der Saison 2010/2011 nutzen Anfänger und Wiedereinsteiger den „Schneeleo“-Übungspark am Grenzwieslift. Auf dem Übungsgelände gibt es einen rund 141 Meter kurzen Lift. Familien steuern zudem gerne die Spieserlifte im Ortsteil Unterjoch an. Im 1055 Meter über Normallnull gelegenen Ortsteil der Gemeinde Bad Hindelang gibt es zwei Schlepplifte und einen Kinder-Seillift sowie drei Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade. Am kleinen Spieserlift gibt es speziell für Kinder einen „Fun Park“. Das Skigebiet Oberjoch bietet länderübergreifenden Winterspaß. Erhältlich sind auch in der Wintersaison 2014/2015 die Saisonkarten „Bad Hindelang/Oberjoch/Unterjoch“, „Allgäu – Tirol Vitales Land“, die „Allgäu-Gletscher-Card“ und das Ticket „Superschnee“. Alle Angebote sind eng mit den Leistungskatalogen der regionalen Skigebiete in den Allgäuer Alpen sowie dem angrenzenden Tirol verknüpft.

„Die Luft ist rein, Sie können kommen!“ Das Hinweisschild am Ortseingang von Oberjoch untermauert die herausragende Luftqualität im höchsten Ski- und Bergdorf Deutschlands. Das 2011 zur „Allergikerfreundlichsten Gemeinde“ im Alpenraum ausgezeichnete Allgäuer Urlaubsparadies ist zum Mekka für Allergiker geworden: Offizielle Messungen weisen die niedrigsten Feinstaubwerte Bayerns aus, und die „Alpenklinik Santa Maria“ gilt als einziges deutsches Hochgebirgszentrum zur Behandlung von Allergien und Atemwegserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Mit reiner Höhenluft gefüllte Lungen sind die ideale Vorbereitung, um die Wander- und Klettertouren zu erleben, die die Bergbahnen Bad Hindelang-Oberjoch am Berg „Iseler“ in Oberjoch und dem „Imberger Horn“ in Bad Hindelang während der Sommersaison anbieten. Ein Highlight ist der „Salewa-Klettersteig“ am 1.876 Meter hohen Iseler.

Bad Hindelang ist es gelungen Tourismus und Arten- sowie Landschaftsschutz in Einklang zu bringen: Das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen, insbesondere die hochalpinen Allgäuer Alpen (Almen) als Vorzeigebeispiel für die bayerische Almwirtschaft sowie das mehrfach prämierte „Ökomodell Hindelang“ waren der zentrale Mittelpunkt einer Bewerbung Anfang 2014: Ziel war die Aufnahme in das Verzeichnis „Immaterielles Kulturerbe“ der deutschen Unesco-Kommission.

Zwar entschied sich die Jury jüngst in der ersten Bewerbungsrunde für andere Projekte bzw. Regionen – nur zwei Bewerbungen aus Bayern waren in der ersten Runde zugelassen –, in Bad Hindelang will man jedoch bald einen weiteren Anlauf starten. Bürgermeister Adalbert Martin: „Für mich ist es selbstverständlich, dass wir uns weiter als Kandidat sehen und uns um die Aufnahme in das Verzeichnis ‚Immaterielles Kulturerbe‘ der Deutschen Unesco-Kommission bewerben. Ich bin mir sicher, dass wir für diese Nachhaltigkeit eines Tages belohnt werden. Besonders verdient hätten es unsere Hirten und Landwirte.“ Dass sich Durchhaltevermögen lohnt, dafür ist der Hindelanger Viehscheid, der meist am 11. September stattfindet, ein Paradebeispiel: Der traditionelle Alpabtrieb, wie der Almabtrieb im Allgäu genannt wird, ist seit 1794 schriftlich belegt und hat sich in 220 Jahren zu einem Großereignis entwickelt, das zahlreiche Besucher aus aller Welt anlockt. Sind die Rinder wieder im heimischen Stall, folgt der „Goldene Herbst“. Für Viehscheid-Touristen häufig ein Grund, länger als geplant in Bad Hindelang zu bleiben.

Erschienen in Ausgabe: 07/2014