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Fit mit Dübel und Schraube (7)

Fit mit Dübel und Schraube (7)

Die Verwendung zugelassener Befestigungen

Unfälle, die auf eine mangelhafte Dübelbefestigung zurückzuführen sind, kommen glücklicherweise nur selten vor, dennoch gibt es sie. Dann wird zuerst gefragt, ob die verwendeten Dübel für die Art der Befestigung überhaupt zugelassen waren. Für den Handwerker, der die Arbeiten ausführte, kann das von entscheidender Bedeutung sein.

28. Dezember 2001

Im Bürogebäude eines Düsseldorfer Verlages war vor drei Jahren ein Klimagerät nur unzureichend an der Decke montiert worden. Das Gerät stürzte kurz darauf ab und riß 30 Quadratmeter Zwischendecke mit - zum Glück an einem Wochenende. In solchen Fällen halten Planer und Baufirmen oft die üblichen Gewährleistungsfristen entgegen:

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- nach VOB zwei Jahre,

- nach BGB fünf Jahre.

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Doch diese Fristen sind unwirksam, wenn gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstoßen wurde. Dazu gehört auch die Verwendung falscher beziehungsweise für diesen Zweck nicht zugelassener Dübel. Werden Mängel nachgewiesen, drohen zivilrechtliche Ansprüche in einem Zeitraum von bis zu 30 Jahren. Wenn Personen zu Schaden kommen, tritt sogar das Strafrecht in Kraft.

Um die Bedingungen der Verwendbarkeit erfüllen zu können, haben Planer und Verarbeiter verschiedene Möglichkeiten:

- es werden ausschließlich genormte Teile verwendet (dazu gehören zum Beispiel DIN-Schrauben), - den Einsatz von Ankern und Dübeln mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung,

- die Zustimmung im Einzelfall.

Gerade bei der Befestigung von Deckenkonstruktionen oder tragender Teile ist der Handwerker immer gut beraten, wenn er Dübel verwendet, die eine bauaufsichtliche Zulassung für diesen Verwendungszweck haben.

Inhalt einer Zulassung ist unter anderem, welche Last ein Dübel oder Anker unter bestimmten Voraussetzungen trägt. Bei der Ermittlung der Eignung werden dabei verschiedene Einflüsse auf das Tragverhalten und die Sicherheit der Dübel in Versuchen getestet. Unter festgelegten Bedingungen muß dabei eine akzeptable Sicherheit gegenüber allen möglichen Einflüssen nachgewiesen werden. Praktisch ist die bauaufsichtliche Zulassung eine „Versicherung“ für Planer, Statiker und Verarbeiter.

Erschienen in Ausgabe: 06/2001