Frische Luft fürs Geschäft

Lüftungssysteme mit hohem Wachstumspotential

Energie wird immer teurer. Deshalb setzen immer mehr Bauherren auf hochisolierte Gebäude und sparsame Heizsysteme. Durch die Energieeinsparverordnung entstehen Objekte, die immer kostengünstiger beheizt werden können, denn Wärme kann kaum noch nach außen entweichen. Der Nachteil: Es entweicht auch keine Feuchtigkeit mehr. Die Folgen sind Schimmelbildung und manchmal irreparable Bauschäden. Abhilfe schaffen moderne Lüftungssysteme. Der Lüftungsspezialist Helios bietet hier sehr flexible Lösungen.

10. Mai 2005

Um einmal aus der Praxis zu erfahren, was es mit der Lüftungstechnik auf sich hat, wie installiert wird und welche Zukunftsperspektiven das Handwerk diesem Markt einräumt, hat die G& -Redaktion einen Bauträger aus Crailsheim aufgesucht. Mit von der Partie war auch der ausführende SKH-Betrieb. Beide arbeiten schon seit mehr als 20 Jahren zusammen und verfügen über einen großen Erfahrungsschatz, wenn es ums Bauen geht.

Klaus Pfänder, Geschäftsführer der Pfänder Massivbau GmbH, ist seit 1983 selbständig und erreichte in Spitzenzeiten mit seinem Unternehmen einen Umsatz von mehr als 20 Millionen DM. Seit 1998 ist er „nur noch“ als Bauträger tätig und erstellt heute noch rund 10 Häuser pro Jahr. Im Gegensatz zu manchen anderen Bauträgern ist seine Philosophie klar auf Qualität ausgerichtet. Diese Strategie verfolgt er auch aus Eigeninteresse, denn unzufriedene Kunden und spätere Reklamationen kosten Geld. Um den Qualitätsanspruch dauerhaft aufrechtzuerhalten, pflegt Pfänder langjährige Partnerschaften mit Handwerksbetrieben. Auch hier gehört es zu seinem Selbstverständnis, daß diese verdienen müssen, um eine qualitativ hochwertige technische Leistung erbringen zu können. Von seiner Familie wurde seit 1933 auch ein Baugeschäft betrieben.

Bausubstanz und Technik müssen hochwertig sein

Neben der Bausubstanz spielt die technische Ausstattung seiner Bauten eine wichtige Rolle. So setzt er bei seinem neuen Drei-Liter-Haus auf kontrollierte Wohnraumlüftung. Die Heizungs- und Elektrotechnik seiner Gebäude wird im Vorfeld mit dem Bauherrn ausführlich besprochen. Dabei kommen viele Vorschläge von Pfänder selbst, der sich permanent über die aktuellen Weiterentwicklungen in diesen Bereichen informiert. Bei Bedarf zieht er dann auch einen ausführenden Handwerksbetrieb hinzu, wie den SHK-Betrieb von Heinz Stimpfig, mit dem er in der Heizungs- und Lüftungstechnik seit nunmehr 25 Jahren zusammenarbeitet.

Den Weg in die Selbständigkeit trat Stimpfig 1975 an. Heute ist sein neun Mitarbeiter zählendes Unternehmen, das seit fünf Jahren vom Sohn geführt wird, in den Bereichen Bauklempnerei, Heizung, Klima, Solar und Lüftungsanlagen tätig. Die Auftraggeber kommen überwiegend aus dem Objektgeschäft und dem privaten Wohnungsbau. Stimpfig steht innovativen Techniken aufgeschlossen gegenüber. Als Klaus Pfänder mit ihm das Vorhaben besprach ein Drei-Liter-Haus mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung zu bauen, war er sofort begeistert von dieser Idee.

Im beschriebenen Objekt wurde vom Betrieb Heinz Stimpfigs ein Zentral- Lüftungsgerät von Helios installiert, das sich für Raumeinheiten bis 240m2 eignet. Für Stimpfig war es das erste Projekt. Begeistert erzählt er der G& -Redaktion, wie einfach die Arbeiten verliefen. Eine wirtschaftliche und rasche Installation war denn auch Planungsziel, als man im Hause Helios Geräte für die kontrollierte Wohnraumlüftung entwickelte. Alles sollte zusammenpassen und für jede Installationsanforderung eine entsprechende Lösung vorhanden sein. Herzstück der Anlage ist das Flachgerät zur Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Es läßt sich stehend oder liegend montieren und ist als dezentrale Lösung auch im gewerblichen und industriellen Bereich für Raumgrößen bis 240m2 einzusetzen.

Gesunde, pollenfreie Luft in allen Räumen

Die Lüftungsanlage sorgt für pollenfreie, saubere Raumluft: verbrauchte, mit Feuchtigkeit, Schadstoffen und Gerüchen belastete Luft wird aus den Räumen abgeführt. Der konstante Volumenstrom, der auf die individuellen Nutzerbedürfnisse und Räumlichkeiten abgestimmt ist, wird von den Bewohnern überhaupt nicht wahrgenommen. Für die Lüftung wurde im beschriebenen Objekt ein in der Elektroinstallationstechnik bereits erfolgreich eingesetztes flexibles Rohrsystem genutzt. Es wird direkt in den Beton vergossen und ist während der Installationsarbeiten ausgesprochen flexibel, wenn es um die Leitungsführung geht. Problemlos läßt es sich mit entsprechenden Bögen direkt in die Schalung legen. Wichtig ist, daß bereits in der Planungsphase über das Thema Wohnraumlüftung gesprochen wird, denn nur dann kann das flexible System eingesetzt werden.

Zwar läßt sich auch nachträglich ein Lüftungssystem mit Kanälen installieren, die ästhetischere Lösung heißt jedoch „Flexibles Rohrsystem“. Darüber hinaus ist das System durch niedrige Strömungsablagerungen, unproblematische Reinigungsmöglichkeit und minimale Schmutzablagerung charakterisiert.

Verteilt wird die Luft über Verteiler, von denen bis zu 10 Abhänge in die einzelnen Räume verlegt werden können. Nach der Installation sind diese Geräte alle „verschwunden“. Von der Lüftungsanlage sieht man nur noch die einbaufertigen Zu- und Abluftelemente, die - in die Decke eingelassen - fast unsichtbar sind. Heinz Stimpfig bemerkt abschließend: „Die Lüftungsanlage läßt sich rasch und unproblematisch installieren. Und es handelt sich hier tatsächlich um ein System, denn ich bekomme alles aus einer Hand und benötige nicht noch weitere Zubehörteile anderer Hersteller.“ Für den SHK-Fachmann steht schon heute fest, dass er seinen Kunden künftig immer eine Lüftungsanlage empfehlen wird. Gute Chancen sieht er schon deshalb, weil im privaten Wohnungsbau meist der Fachplaner fehlt. Insofern wird die Technik durch den ausführenden Fachbetrieb geplant - beste Chancen also, den Bauherrn von innovativer Technik zu überzeugen.

Fazit:

Der Markt für kontrollierte Wohnraumlüftung wird in den kommenden Jahren zweistellig wachsen. Mit immer dichteren Gebäudehüllen werden Lüftungsanlagen zum Standard, denn ohne eine entsprechende Einrichtung sind Bauschäden und Schimmel nicht zu vermeiden. Aufgrund der unproblematischen Installation können Lüftungsanlagen sowohl vom SHK-Betrieb als auch vom Elektrofachbetrieb eingebaut werden. Umfassende Schulungen des Herstellers helfen beim Einstieg in die hochinteressante Technik.

Erschienen in Ausgabe: 01/2005