Schneider Electric

Grüner Daumen beim Power-Shoppen

Der Entwurf für den Neubau des Einkaufszentrums Emsgalerie in Rheine sollte ökonomisch und ökologisch nachhaltig funktionieren. Die Energieeffizienz spielte dabei eine wichtige Rolle. Elektrotechnisch entschied man sich für eine Gesamtlösung aus einer Hand.

11. März 2019
Grüner Daumen beim Power-Shoppen
Die Energieeffizienz spielte bei dem Neubau des Einkaufszentrums in der Innenstadt von Rheine eine wichtige Rolle. (© Schneider Electric)

Für ein Drittel der Deutschen ist Shoppen die liebste Freizeitbeschäftigung. Das kann man im Stadtbild sehen: Inzwischen hat jede Stadt, die etwas auf sich hält, eine Einkaufsgalerie. Was dabei kaum auffällt, ist die pure Menge an Technik, die unser Shopping-Erlebnis überhaupt erst ermöglicht. Ein Beispiel dafür ist die neue Emsgalerie im nordrhein-westfälischen Rheine, wo sich die Technik von Schneider Electric wiederfindet.

Bis die Eröffnung stattfinden konnte, mussten die Planer zunächst der Frage nachgehen, wie ein modernes Einkaufszentrum inmitten eines gewachsenen Stadtviertels mit energieeffizienter Technik und naturverbundenem Design aussehen könnte.

Während die Zielsetzung „Naturverbundenheit“ durch lebende Bäume und viel Grün auf den Ladenstraßen im Inneren sowie der gastronomischen Betriebe am Emsufer erreicht wurde, galt es in puncto Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, ein ausgefeiltes, zeitgemäßes Gesamtlösungskonzept für das Gebäudemanagement zu finden. Denn gerade Warenhäuser und Einkaufszentren stellen aufgrund ihrer Größe und Offenheit besondere Anforderungen: Großflächige, offene Verkaufsräume gepaart mit langen, verbindenden Passagen sowie schwankende Besucherzahlen erfordern ein maximal flexibles Gebäudeleitsystem. Nur mit entsprechend intelligenten Steuerungssystemen lassen sich Klimatisierung, Gebäudebeleuchtung und nicht zuletzt die Energieverteilung dabei optimal aufeinander abstimmen – und somit größtmögliche Energieeffizienz und Kosteneinsparungen erzielen.

Mit einer Gesamtlösung aus einer Hand zu mehr Energieeffizienz

Auf der Suche nach einer passenden Lösung fiel die Wahl schnell auf das Unternehmen Josef Rehms mit Sitz in Borken – mit mehr als 350 Mitarbeitern einer der führenden Anbieter im Bereich der technischen Gebäudeausstattung in der Region. Als Komplettlösungsanbieter und langjähriger Eco-Xpert-Partner von Schneider Electric setzt man seit Jahren auf die bewährten Eco-Struxure-Gesamtlösungen. Dadurch war das Team unter der Leitung von Bernhard Lukas in der Lage, die komplette Niederspannungsverteilung mit der gesamten elektrotechnischen Ausrüstung von der Trafostation über die bestückten Zählerschränke bis hin zu den einzelnen Beleuchtungsgruppen und Lichtschaltern aus einer Hand zu liefern.

„Im Fall eines Großprojekts wie der Emsgalerie war es notwendig, eine möglichst hohe Integrationstiefe der einzelnen, am Bau beteiligten Gewerke zu erreichen, und zwar ohne Mehrkosten. Für uns war es daher wichtig, auf ein ganzheitliches Produktportfolio von einem Hersteller zurückgreifen zu können. Schneider Electric bot uns genau das“, betont Bernhard Lukas. „Mit dem technischen Know-how, das wir im Rahmen des Eco-Xpert-Partnerprogramms erworben haben, waren wir im nächsten Schritt in der Lage, die benötigten Komponenten so einzusetzen, dass ein Optimum an Funktion und Integration erreicht werden konnte“, so Lukas weiter.

Kommunikation per KNX, Bacnet oder Modbus

Für das Gebäudemanagement wurden die gesamten Mietbereiche mit einer Vielzahl von Sensoren sowie rund 150 über Modbus gekoppelten Zählern ausgestattet. Diese erfassen rund um die Uhr relevante Messdaten wie beispielsweise Energieverbräuche, Luftqualität oder Temperaturwerte. Die Kommunikationswege innerhalb des Gebäudes sind dabei stets standardisiert: Kommuniziert wird ausschließlich über Standard-Busprotokolle wie KNX, Bacnet oder Modbus. Gerade mit Blick auf den Faktor Nachhaltigkeit in Mietobjekten bieten die integrierten Komponenten von Schneider Electric somit neue Möglichkeiten. Der Einsatz von Sensoren und Modbus-Zählern ist skalierbar.

Diese sind intelligent miteinander vernetzt und direkt in die Gebäudeleittechnik und die Energiemanagement-Software „Eco-Struxure Energy Expert“ eingebunden. Mittels Software können Stromverbräuche so bis in den kleinsten Verbraucher hinein genau nachvollzogen und brachliegende Einsparpotenziale transparent gemacht werden.

Erlebnis für Kunden – Kostensenkung für Betreiber

Darüber hinaus lassen sich selbst einzelne Beleuchtungsgrade individuell anpassen und setzen die ausgestellten Produkte – beispielsweise eine Armbanduhr in einer Vitrine – stimmungsvoll in Szene. Diese Möglichkeit, für alle Mieter potenzielle Betriebskostensenkungen aufzuspüren und gleichzeitig ein individuelles Beleuchtungskonzept für ihre Waren anzubieten, stellt für Investoren und Betreiber einen handfesten Wettbewerbsvorteil dar.

Die breite Datenbasis erlaubt es den Verantwortlichen darüber hinaus, in Echtzeit die Energieverteilung und -verbräuche zu prüfen und bei Abweichungen sofort einzugreifen. Musste früher ein Mitarbeiter von der Hausverwaltung mit Klemmbrett, Zettel und Stift loslaufen und fein säuberlich die Verbräuche notieren, hat er heute eine grafische Übersicht auf seinem Tablet und alles im Blick: Nach Verbraucher gefiltert sieht er den Stromverbrauch, kann die Klimatisierung kontrollieren oder in einem bestimmten Bereich für Wartungsarbeiten den Strom abstellen. Kunden und Mitarbeiter profitieren also gleichermaßen von einem optimierten Einkaufserlebnis.

Erschienen in Ausgabe: 02/2019
Seite: 34 bis 35