Gut kombiniert

Technik

Roos. - Bei der Sanierung von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen treten immer wieder die gleichen Probleme auf: oft erlauben die vorhandenen Heizkörper keine vernünftige Anpassung der Vorlauftemperatur. Aber die Lage ist nicht hoffnungslos.

06. Oktober 2009

Schmitz Haustechnik aus Hillesheim in der Eifel ist eine Firma mit langjähriger Tätigkeit im Bereich dieser Modernisierungsmaßnahmen. Das Unternehmen mit kompetenten Ansprechpartnern für moderne Heizungstechnik und einem Erfahrungsschatz aus über 1.000 installierten Wärmepumpenanlagen sah sich in der Vergangenheit immer wieder mit diesen Problemen konfrontiert.

Eine nachträgliche Fußbodenheizungsinstallation ist im Bestand zumeist nicht möglich beziehungsweise nicht gewünscht. Zudem reicht oft der vorhandene Platz nicht aus, um zusätzliche Heizkörper zu installieren. Darum hat man bei Schmitz in der letzten Zeit auf eine Produktneuheit im Bereich der Wärmeverteilung zurückgegriffen.

Im konkreten Fall wurde eine Kombination aus Umbau mit kompletter Entkernung und Altbausanierung realisiert. Wunsch war es von Anfang an, auch unter diesen zunächst nicht idealen Bedingungen für eine Wärmepumpe, dennoch ein solches System einzusetzen. Schließlich wurde die Luft-/Wasser-Wärmepumpe kombiniert mit einer großflächigen thermischen Solaranlage zur Heizungsunterstützung. Die Vorzüge der Roos-Geräte kamen speziell im Bereich Altbausanierung/-renovierung zum Tragen. Während im Umbau-Teil eine Kombination aus Fußboden- und Wandheizung gewählt wurde, setzte man im Bestand/Renovierung auf die neuen Roos-Geräte, die auch mit den niedrigen Vorlauftemperaturen von Wärmepumpe und thermischer Solaranlage in der Übergangszeit und den Wintermonaten problemlos arbeiten.

Hier zeigten sich schnell die Vorteile der gewählten Lösung. Große Heizleistung bei kleinsten Abmessungen. Gegenüber einem herkömmlichen Heizkörper wurde nur etwa ein Drittel des Platzes benötigt. Dadurch konnte trotz der reduzierten Vorlauftemperaturen in allen Räumen ausreichende Heizleistung zur Verfügung gestellt werden.

Ein zusätzlicher Vorteil war die Möglichkeit die Wohnraumlüftung als Kombination in einem Gerät, dem Roos Combi-Fan, zu integrierten. Die wurde aufgrund der im Rahmen der Sanierung durchgeführten Wärmedämm-Maßnahmen sogar notwendig.

In den Schlafräumen sowie im kombinierten Wohn-/Essbereich wurde jeweils ein Gerät vom Typ Roos Combi-Fan RCF 2 beziehungsweise RCF 3 eingebaut. Hierdurch konnte dem Kunden eine technisch wie optisch optimale Lösung installiert werden.

Die Geräte der Serie Combi-Fan (RCF) und Mono-Fan (RMF, ohne Wohnraumlüftungseinheit) eignen sich besonders zur Lösung von Problemen bei reduzierten Vorlauftemperaturen und damit verbundenen zu niedrigen Heizleistungen üblicher Heizkörper, wie zum Beispiel bei der Installation von Wärmepumpen.

Die Gerätekombination ermöglicht das Heizen, Kühlen und Lüften mit nur einem Gerät. Die Filterung der angesaugten Außenluft, auf Wunsch über einen optional lieferbaren Pollenfilter (Filterklasse F7), steigert die Luftqualität weiter. Das alles bei geringen Geräteabmessungen mit einer Bautiefe von nur 18,5 Zentimetern und hervorragenden Leistungsdaten wie einem Wärmebereitstellungsgrad (lt. DIBT) von bis zu 88 Prozent und Heizleistungen bis 4.620 Watt.

Die neuartige Kombination von Heiz- und Lüftungsgerät ermöglicht auch im Bereich der Gebäudesanierung die Integration einer kontrollierten Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung, ohne auf die nötige Wärmeleistung verzichten zu müssen. Beide Geräteteile sind sowohl als Kombination als auch als Einzelgeräte lieferbar und können auch unabhängig voneinander eingesetzt werden.

Die besonderen Merkmale der Gebläsekonvektoreinheit in Kürze:

• Automatische Ansteuerung der drei Lüfterstufen und automatische Umschaltung zwischen Heiz- und Kühlbetrieb, dadurch ist kein spezieller Fancoilregler notwendig. Nahezu alle handelsüblichen Raumthermostate können verwendet werden.

• Hochwirksamer Elektrostatikfilter.

• Umkehrbarkeit der Wasseranschlüsse während der Montage.

• Für nahezu alle gängigen Nabenabstände verwendbar.

• Besonders geräuscharmer Betrieb.

• Heizleistung: bis 5.940 W (RMF) beziehungsweise bis 4.620 W (RCF).

• Kühlleistung: bis 2.830 W (RMF) beziehungsweise bis 2.030 W (RCF).

Merkmale der Raumlüftungseinheit:

• Luftleistung von 20, 40, 60 und 80m³/h in vier Stufen einstellbar.

• Wärmebereitstellungsgrad (lt. DIBT) von 77 bis 88 Prozent.

• Optionale Fernbedienung.

• Bedienersperre (zum Beispiel für öffentliche Räume) auf der Platine der elektronischen Steuerung einstellbar.

• Optionaler Pollenfilter F7.

• Lieferumfang inklusiv aller Montagehilfen und umfangreichem Zubehör (Wanddurchführungen, Außengitter).

• Günstige Abmessungen.

Aufgrund der Konstruktion der Geräte, wird die Montage und Installation bei der Umrüstung auf die Geräte von Roos leicht gemacht. Die Umkehrbarkeit der Wasseranschlüsse während der Montage, ein großzügig bemessener Anschlussraum, abnehmbare Seitenteile sowie die serienmäßige Ausrüstung mit einer elektronischen Steuerung erleichtern dem Installateur vor Ort die Montage und Installation. Als Zubehör sind unter anderem lieferbar: eine Fernbedienung (nur RCF), verschiedene Filtersets, ein integrierter Raumtemperaturregler und ein Bausatzfür ein servogesteuertesDreiwegeventil.

KOSTENBEWUSST

Wärme aus Strom

Der Strom zum Niedertarif bei Nacht, wenn der allgemeine Strombedarf absinkt und die Energieversorger ihre „Lasttäler“ ausgleichen, ist günstig. Dann erzeugen die Geräte Heizwärme, die sie speichern.

Die Wärmeabgabe erfolgt zeitversetzt - ganz automatisch: intelligente Computersteuerungen sorgen dafür, dass die Räume ganztägig nach Wunsch beheizt werden. Durch die moderne Steuerungstechnik wird exakt nur so wenig Energie aufgenommen, wie auch tatsächlich benötigt wird.

Erschienen in Ausgabe: 06/2009