Gute Luft und Wärme wie von selbst

Klima/Lüftung

LTM. In der Vergangenheit hat die Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung in Deutschland stetig an Bedeutung gewonnen. Die kontrollierte Lüftung wird durch Gesetze wie die Energieeinsparverordnung EnEV oder durch die Anforderung an die Gebäudedichtheit zu einem wichtigen Baustein der Gebäudeplanung.

08. Oktober 2018
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Bild 1: Gute Luft und Wärme wie von selbst (© LTM)

Seit Jahren steigt die Marktentwicklung der dezentralen Wohnraumlüftung an. Die Anwendungen sind vielfältig und finden ihren Einsatz sowohl in Mehrfamilienhäusern als auch in Einfamilienhäusern. Gerade im Sanierungsfall ist die Installation ohne das aufwendige Verlegen von Luftkanälen einfach zu realisieren.

Mit Einzelraumlüftern kann sowohl im Neubau als auch im Gebäudebestand das vorgeschriebene Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 realisiert werden. Zulassungen durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) bestätigen die Einhaltung aktueller technischer Normen und Vorgaben.

LTM blickt auf mittlerweile 25 Jahre Erfahrung zurück. Mit Sitz in Meinerzhagen – Fertigung und Entwicklung – und dem Vertriebsbüro in Ulm steht „Made in Germany“ im Vordergrund. Eine breit gefächerte Produktpalette entspricht den ständig steigenden Anforderungen an Lüftung und Luftdichtheit. Marktorientierte Produkte für den dezentralen und zentralen Einsatz bieten Lösungen auf hohem Qualitätsniveau – von der kleinen Einliegerwohnung bis hin zur Wohnanlage, aber auch Schulen, Kindertagesstätten und andere Objekte im öffentlichen oder gewerblichen Bereich. Wirksamer Schutz der Bausubstanz vor Schäden durch Feuchte und Schimmel, gesundes Wohnraum- und Arbeitsplatzklima sowie effektive Energieeinsparung generieren Erfolgskonzepte.

Zentral oder dezentral

Die generelle Unterscheidung bei Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung beruht auf der Einteilung in zentrale und dezentrale Systeme. Bei Zentralanlagen wird immer ein Kanalsystem vom Lüftungsgerät zu den einzelnen Räumen verlegt; die zu belüftenden Räume werden mit Luftventilen ausgestattet, über die sie mit Luft aus dem Lüftungsgerät versorgt werden. Bei dezentralen Systemen werden die einzelnen Lüfter in der Außenwand der zu belüftenden Räume positioniert.

Eine weitere Unterscheidung innerhalb der dezentralen Lösungen mit WRG teilt die Produkte in Geräte mit Kreuzgegenstrom-Wärmeübertrager und Geräten mit Pendelbetrieb, die in einer voreingestellten Frequenz ihre Luftrichtung wechseln. Da sie immer paarweise betrieben werden, wird eine Durchströmung der Wohneinheit sichergestellt. Die Steuerung erfolgt über eine zentrale Bedieneinheit und sorgt immer für die richtige Einstellung. Durch die Verwendung von zwei Steuerungen kann eine Wohneinheit in zwei eigenständige Zonen aufgeteilt werden.

Saubere Wärmeübertragung

Innerhalb der Gruppe der Pendellüfter können weitere Aufteilungen je nach Gerätetechnik vorgenommen werden. Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Art der Wärmeübertragung: Während einige Geräte mit einem keramischen waagerecht angeordneten Wärmetauscher arbeiten, verfügt der Thermo-Lüfter von LTM über einen senkrecht angeordneten Aluminium-Wärmeübertrager – die Ableitung von Kondensat sowie der hygienische Betrieb sind somit sichergestellt, denn Aluminium lässt sich problemlos reinigen.

Die Funktionsweise des LTM-Thermo-Lüfters ist so einfach wie produktiv. Er atmet wie ein Mensch abwechselnd ein und aus. Im ersten Schritt befördert der Ventilator die verbrauchte und warme Luft für 40 beziehungsweise 50 Sekunden (je nach Thermo-Lüfter-Modell) ins Freie.

Dabei wird die Wärme an die Aluminium-Wärmespeicher abgegeben und die Speicher mit der zurückgewonnenen Wärme geladen. Nun dreht der Ventilator seine Richtung um und die kalte und frische Außenluft wird über die warmen Speicherpakete in den Wohnraum geführt; auch diese Taktzeit beträgt 40 beziehungsweise 50 Sekunden. Durch den paarweisen Betrieb wird die Wohneinheit komplett durchlüftet und ist immer im Gleichgewicht von Zu- und Abluft. Der LTM-Thermo-Lüfter 1230 zum Beispiel arbeitet mit Zu- und Abluft-Volumenströmen von 18-65 m³/h je Gerät in der Betriebsart Thermo-Lüftung. Im Querlüftungsbetrieb kann das Gesamtfördervolumen bis zu 130 m³/h betragen. Dabei beträgt die elektrische Leistungsaufnahme für die Grundlüftung gerade einmal zwei Watt (TL 200-50).

Allergene bleiben draußen

Aus Sicht des Immobilienbesitzers ist Schimmel vor allem für die Bausubstanz ein gravierendes Problem. Aus Sicht der Bewohner jedoch gehen mit Schimmel ernsthafte gesundheitliche Risiken einher. Schimmelpilze und deren Sporen gehören zu den gefährlichsten Innenraumallergenen und können Krankheiten und allergische Reaktionen auslösen.

Wer mit einer kontrollierten Wohnungslüftung der Schimmelbildung vorbeugt, betreibt also gleichzeitig aktiven Gesundheitsschutz für die Bewohner. Auch Pollenallergiker können aufatmen, denn nachrüstbare Spezialfilter für den LTM-Thermo-Lüfter halten die Pollen draußen.

Erschienen in Ausgabe: 06/2018