20. JANUAR 2019

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Testergebnisse


Die Anschlussleitung zwischen Solarmodul und Wechselrichter steht nach Freischaltung des Wechselrichters unter Spannung. Damit Feuerwehrleute im Brandfall die Anlage komplett abschalten und gefahrlos trennen können, hat Eaton einen speziellen DC-Lasttrennschalter entwickelt. Zehn Leser des Magazins Regenerative Energien testeten den Schalter und vergaben dem Produkt im Lesertest die Note „GUT“.

Ob bei Wartungs-, Reinigungs-, Reparaturarbeiten oder gar im Brandfall: Einsatzkräfte sollten über eine PV-Anlage umfassende Informationen besitzen und Vorsorge treffen können. Insbesondere für Feuerwehren sind PV-Anlagen oftmals wenig berechenbar. Denn gemäß der Unfallverhütungsvorschrift dürfen spannungsfrei geschaltete Gebäude nicht zum Innenangriff betreten werden. In jeden Fall führt die Feuerwehr Personen- und Tierrettungen durch, doch gemäß der Handlungsempfehlung Photovoltaik des Feuerwehrverbandes ist ein Mindestabstand zu spannungsführenden Teilen von einem Meter bei einem Sprühstrahl und fünf Meter bei einem Vollstrahl einzuhalten, was die Brandbekämpfung erschwert.

Vor diesem Hintergrund wünschen sich Feuerwehren eine sichere Abschalteinrichtung für PV-Anlagen. Abhilfe schafft eine feuerfeste Abschalteinrichtung, die möglichst direkt an den Modulen montiert ist und mit der bei Gefahr die Leitungen zwischen PV-Modul und Wechselrichter abgeschaltet werden können.

Eaton hat für diese Fälle das Modell SOL30-Safety auf den Markt gebracht. Der DC-Lasttrennschalter im IP65-Gehäuse ist für einen Nennschaltstrom von 32 Ampere ausgelegt. Er wird in unmittelbarer Nähe der PV-Module montiert und in die Gleichstromleitung zum Wechselrichter eingefügt. Der sogenannte PV-Feuerwehrschalter bietet zwei Schaltstellungen. In der Schaltstellung Power wird der Strom von den PV-Modulen zum Wechselrichter durchgeleitet. In der Schaltstellung Safety werden beide Gleichstromleitungen unterbrochen – hierbei ist der Schalter außerdem abschließbar, so etwa für Wartungsarbeiten in größeren Solaranlagen. Durch den integrierten Überspannungsauslöser kann der Schalter aber auch von einem entfernten Standort mittels eines PV-Not-Aus-Tasters betätigt werden.

Die Lesertester setzten den Eaton-Feuerwehrschalter bei Dachanlagen auf sowohl öffentlichen Gebäuden als auch Ein- und Mehrfamilienhäuser ein. Die Größe der Anlagen lag zwischen 1 kWP und 11 kWp. Die Hälfte der Lesertester installierten den Schalter an Neubauten, bei den anderen Objekten handelte es sich um Nachrüstungen. Dabei wurde der SOL30-Safety in den meisten Fällen unter dem Dach an einen geschützten Aufstellungsort eingebaut.

Der Feuerwehrschalter konnte die Lesertester überzeugen. So waren sie sich fast geschlossen einig, dass die Aufschriften sowie die Warnhinweise auf dem SOL30-Safety ausreichend sind. Auch der Bedarf an anderen Anschlussarten oder Steckerformen besteht nicht. Lediglich ein Tester wünschte sich, dass auch Käfigzugfedern eingesetzt werden können. Zudem wurden die Lesertester gefragt, welche Funktionen, Eigenschaften oder Merkmale sie am Eaton-Produkt vermissen. Ein Handwerker gab an, dass er einen Schalter für zwei Strings gut finden würde, da viele kleine Anlagen nur zwei Strings besitzen. Ein anderer Tester wünschte sich eine mehrpolige Ausführung.

Die Gesamt-Durchschnittsnote für den SOL30-Safety ist ein 2,3, also ein „GUT“. Der Feuerwehrschalter darf sich fortan mit dem Testsiegel des Magazins Regenerative Energien mit einem guten Testurteil schmücken.

www.eaton.com

Datum:
04.03.2013
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