24. JANUAR 2019

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Bündelung der Kompetenz


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Hauff-Technik. Bis April nächsten Jahres möchte das Unternehmen alle seine Kräfte an einem Standort, in Hermaringen, bündeln. g+h sprach mit dem Vertriebsleiter Horst Scheuring über die Gründe und wie es um den Hauseinführungsstandard in der Republik bestellt ist.
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Herr Scheuring, würden Sie uns etwas zu den aktuellen Unternehmenszahlen sagen?

Im Moment ist das Unternehmen Hauff-Technik noch an drei Standorten positioniert; dies wird sich in gut einem Jahr geändert haben. Wir werden nämlich alle Unternehmensteile zentral an einem Standort in Hermaringen zusammenführen. Die Planungsphase ist abgeschlossen und der Beginn der Rohbauarbeiten war Anfang März. Auf einer Grundstücksfläche von rund 35.000 m² wird dann eine Produktionsfläche mit 9.500 m² und eine Bürofläche von rund 3.500 m² realisiert werden. Der Einzug in die neuen Gebäude ist für Anfang April 2014 geplant. Der Baufortschritt kann über eine Live-Webcam unter www.hauff-technik.de nachverfolgt werden. Damit bündeln wir die Kompetenz unseres Unternehmens an einem Standort und schaffen gleichzeitig die Rahmenbedingungen für seine künftige Weiterentwicklung. Wir versprechen uns eine erhebliche Effizienzsteigerung, wenn alle Mitarbeiter von einem zentralen Standort aus arbeiten.

Was gab eigentlich den Impuls für den Neubau?

Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen und mittlererweile bei einem Gesamtumsatz von rund 38,5 Millionen Euro angelangt, sodass wir vor der Notwendigkeit standen, ein Werk 4 und irgendwann vielleicht einmal ein Werk 5 errichten zu müssen. Das macht natürlich aus unternehmerischer Sicht keinen Sinn, deshalb entschieden wir uns, an einem Standort alles zusammenzufassen. Unser Investor, die Indus AG in Bergisch Gladbach, hat uns in die Lage versetzt, diesen wichtigen Schritt in die Zukunft mit einer Investition von rund 16 Millionen Euro gehen zu können. In Hermaringen haben wir übrigens auch noch räumliche Reserven für eine weitere Expansion.

Wie kam es zu diesem Standort?

Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den Sie hier ansprechen, denn in die Suche nach einem neuen Standort wurden die Mitarbeiter mit einbezogen. Für uns war es ganz wichtig, bereits im Vorfeld zu schauen, welche Konsequenzen ein solcher Umzug für die Mitarbeiter bedeuten würde. In der Summe stellt der ausgewählte Standort für die meisten eine Verbesserung dar.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Ihr Unternehmen?

Wir beschäftigen aktuell ca. 170 Mitarbeiter; an der steigenden Beschäftigtenzahl können Sie das kontinuierliche Wachstum von Hauff-Technik sehr gut nachvollziehen. Unsere qualifizierten Mitarbeiter bilden die Basis, auch in Zukunft wachsen zu können.

Aus welchen Produktbereichen kommen die Hauptimpulse für das Wachstum?

Im Prinzip haben wir drei Produktbereiche: Hauseinführungen, Ringraumdichtungen und Kabeldurchführungen. Interessant ist, dass wir in allen Bereichen kontinuierlich wachsen.

Worauf führen Sie das zurück?

Ein Grund ist die Entwicklung bei den regenerativen Energien. Die zunehmende Dezentralisierung der Energieversorgung macht Investitionen in die vorhandenen Netze erforderlich. Dies erfordert insbesondere den Neubau von Stationsgebäuden, die mit unseren Kabeldurchführungen ausgerüstet sind.

Perspektivisch stehen zusätzlich erhebliche Investitionen in die überregionale Netzstruktur auf der Hoch- und Höchstspannungsebene an, was sich ebenfalls positiv auf den Bereich Kabeldurchführungen auswirken wird. Der Produktbereich Hauseinführungen ist in den vergangenen drei Jahren maßgeblich von Wachstumsimpulsen getragen. Als Konsequenz aus der Finanzmarktkrise Ende 2008 erfolgte bei vielen Menschen eine Veränderung der Anlagenstrategie. Immer mehr Menschen wählten die Immobilie als sicheren Hafen.

Dieser Trend hält durch die aktuelle Verunsicherung auf den Finanzmärkten sowie die nach wie vor günstigen Zinssätze bei der Baufinanzierung an. Bauen ist insbesondere im urbanen Bereich ein Trendthema; davon profitieren wir mit unseren Lösungen sehr stark.

Interessant für uns ist hier vor allem das städtische Umfeld, wo wir es mit Querverbundunternehmen zu tun haben, denn dort ist die Mehrspartenhauseinführung als gemeinsame Einführung für Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation Stand der Technik. Diese Entwicklung wird aus unserer Sicht nachhaltig sein.

Und da die Baukonjunktur insgesamt sehr gut läuft, ist alles, was mit nachträglichen Abdichtsystemen in Verbindung zu bringen ist, also das Thema Ringraum- sowie Gummipressdichtungen, ebenfalls von einem entsprechenden Wachstum geprägt.


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