24. JANUAR 2019

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Richtlinien brauchen Systeme


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Rittal. - Michael Schell ist verantwortlich für das Produktmanagement Power Distribution bei Rittal. g+h sprach mit ihm über die Trends der Zukunft im Bereich Normierung und Standardisierung.
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Herr Schell, würden Sie uns etwas über sich und Ihren beruflichen Werdegang verraten?

Gerne. Ich bin 42 Jahre alt und wohne mit meiner Frau und unseren zwei Kinder in der Umgebung von Herborn. Nach der Schule habe ich eine fachliche Ausbildung im Elektrotechnikhandwerk abgeschlossen. Darauf folgte ein Studium der Elektrotechnik und 15 Jahre Berufserfahrung im Schaltanlagenbau. Vor knapp zehn Jahren begann meine Zeit bei Rittal im Produktmanagement Power Distribution. Berufsbegleitend habe ich ein weiteres Studium im Bereich International Sales and Marketing mit einem MBA-Abschluss absolviert. Seit circa drei Jahren bin ich nun Leiter des Produktmanagements.

Was ist Ihr Hauptaufgabenbereich in Ihrer jetzigen Position?

Meine Mitarbeiter und ich sind verantwortlich für die Überwachung und Steuerung des gesamten Produktportfolios für Power Distribution. Dazu gehört auch die Markt- und Trendbeobachtung. Die wichtigen Fragen sind: Wie entwickeln sich die Märkte, wo werden neue Lösungen oder bessere Ansätze gebraucht, wo müssen Lösungen auch einmal aus dem Markt genommen werden, weil sie einfach überaltert sind? Dann heißt Produktmanagement natürlich auch Sales-Support, Markteinführungen, Messen, entsprechende Schulungsangebote und die Verknüpfung zwischen den genannten Bereichen. Das Produktmanagement ist heute die Schnittstelle zur Entwicklung, zum Vertrieb, zum Marketing, zum Qualitätshandling und zum Einkauf. Also wir sitzen dort mittendrin und vernetzen im Prinzip auch diesen ganzen Bereich.

Laufen Innovationen im Hause Rittal dann auch abteilungsübergreifend ab?

Das geht gar nicht anders. Der Treiber für eine Innovation kann sowohl eine gute Idee der Forschung und Entwicklung sein, als auch ein Ansatz des Einkaufs, ein neues Material zu verwenden oder auch ein neuer Trend, der durch das Produktmanagement in eine neue Produktanforderung umgesetzt wurde. Und ebenso muss bei der praktischen Umsetzung einer Innovation Hand-in Hand gearbeitet werden. Wir haben im Produktmanagement einen eigenen Bereich, der sich fachübergreifend mit Marktüberwachung und Trenderkennung beschäftigt. Daneben sind alle Fachbereiche natürlich für die Erkennung der fachspezifischen Trends und Themen, und der sich daraus ergebenden neuen Produktideen zuständig. Ein aktuelles Thema sind zum Beispiel die Energiespeichersysteme zur Zwischenspeicherung von elektrischer Energie. Auch hier sprechen wir von einem System und das bedeutet bei Rittal ein Zusammenspiel der beteiligten Fachgebiete Schaltschranktechnik, Stromverteilung und Schaltschrankklimatisierung.

Wie stark und in welcher Weise beeinflussen Normen Ihre tägliche Arbeit?

Sehr stark, wir sprechen von elektrischem Strom, vor dem die meisten Menschen Angst haben. Sie wollen Sicherheit haben im Umgang oder im Betrieb von Niederspannungsschalt- und Steuerungsanlagen – auch bei der Planung und Herstellung. Normen können dafür sorgen, dass eine elektrische Schalt- und Steuerungsanlage ein funktionierendes System aus Gehäusen, Schalt- und Steuerungsgeräten, Sammelschienen- und Klimatisierungstechnik wird, mit dem erklärten Ziel, Personen zu schützen.


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Ausgabe:
g+h 07/2013
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