16. JANUAR 2019

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Mittel und Wege planen


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Die Agentur für Öffentlichkeitsarbeit ist hoch spezialisiert auf klassische Pressearbeit für Print und Online in den Bereiche Bauen, Einrichten, Wohnen, Architektur und Gebäudetechnik. g+h sprach mit Geschäftsführer Dr. Clemens Ottmers über effektive Kommunikation.
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Herr Ottmers, Ihr Unternehmen nennt sich PR-Fachagentur für Bauen und Wohnen. Was kann man sich darunter vorstellen?
Als PR-Agentur betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit, wobei wir uns in zweifacher Hinsicht spezialisiert haben: Zum einen konzentrieren wir uns auf klassische Pressearbeit für Redaktionen und Online-Portale. Zum anderen betreuen wir ausschließlich Kunden aus den Bereichen Bauen, Einrichten und Wohnen mit Architektur, Wohn-Design, Gebäudetechnik, Wärmepumpen und Betonsanierung. Das ist ein weites Feld, allerdings auch ein sehr spannendes, weil die technische Entwicklung im Bau inzwischen ein enormes Tempo vorlegt. Das liegt am Zwang zum Energiesparen und am Thema Nachhaltigkeit.

Wie sieht Ihre Kommunikationsbetreuung für Kunden aus? Wer sind Ihre Kunden?
Vornehmlich engagieren wir uns für Hersteller aus der Industrie, also für Unternehmen, die Produkte für den Bau entwickeln, herstellen und vertreiben. Wir helfen ihnen dabei, diese Produkte und Lösungen „öffentlich“, also bekannt zu machen. Pressearbeit ist letztlich ein Teil der Unternehmenskommunikation. Im Kern unterstützen wir unsere Kunden in ihren Marketing-Aktivitäten.

Welche Berührungspunkte hat Ihre Agentur zur Elektroindustrie und zum Elektrohandwerk?
Auf Industrieseite betreuen wir Gira und Eberle Controls sowie den Elektrogroßhändler Deha. Im Bereich Lichttechnik zählt Regiolux zu unseren Kunden, hinzu kommt die Designmanufaktur Licht im Raum.

Klassische Elektrofachbetriebe zählen demnach nicht zu Ihren Kunden. Warum nicht? Ist Pressearbeit kein geeignetes Mittel für den Elektrofachmann?
Nur sehr bedingt. Und das hat Gründe: In der klassischen Pressearbeit wenden wir uns an Zeitschriften, die im gesamten Bundesgebiet vertrieben werden, teilweise auch im deutschsprachigen Ausland. Der Elektrofachbetrieb muss dagegen in seiner Stadt, in seiner Region kommunizieren. Welche Leistungen Felix Mustermann in Flensburg anbietet, interessiert jemanden, der in Passau lebt, absolut nicht. Aber: Wenn überregionale Pressearbeit für das Fachhandwerk nicht in Frage kommt, so heißt das keinesfalls, dass es gar keine Kommunikation betreiben soll.

Was können Sie dem Handwerk empfehlen?
Im Detail kann ich Empfehlungen nur vor Ort geben, wenn ich den Betrieb, das Leistungsspektrum und die Positionierung kennengelernt habe. Aber im Vorfeld kann man durchaus einige Tipps geben, die eine gute Basis für eine erfolgreiche Kommunikation bilden. Ganz wichtig ist das Ziel jeder Kommunikation: sich in seiner Region bekannt bzw. noch bekannter zu machen. Dazu muss jeder Betrieb einige Fragen beantworten: Wo will ich bekannt werden? Nur in meiner Stadt, oder auch in anderen Regionen? Wie will ich bekannt werden, mit welchen Leistungen will ich meine Kunden überzeugen? Und dann: Wen will ich überhaupt ansprechen? Wer ist mein Kunde, wer soll mein neuer Kunde werden? Das alles muss sauber geklärt sein, denn die Antworten darauf entscheiden über die Mittel, die anschließend eingesetzt werden. Wobei eines ganz wichtig ist: Wenn Kommunikation Erfolg haben soll, lässt sie sich nicht „nebenbei“ erledigen. Hier ist Nachdenken gefragt und strategische Planung, das geht nicht zwischen Tagesschau und Wetterkarte. Es ist eine unternehmerische Grundsatzentscheidung, Kommunikation zu betreiben.

Dazu muss ein Betrieb Zeit, Energie und Manpower bereitstellen – und damit natürlich auch ein Budget. Oft begegnen wir dem Einwand, dass das im Tagesgeschäft einfach nicht geht. Doch das ist kurzsichtig, denn die nächste Krise kommt bestimmt – wer erst dann beginnt, sich Gedanken zu machen, hat gegenüber dem Wettbewerb definitiv Nachteile. Übrigens auch im Kampf um den besten Nachwuchs: Wer sich in seiner Region bekannt macht, ist ein attraktiverer Arbeitgeber als jemand, den niemand kennt.


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g+h 01/2013
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