24. JANUAR 2019

zurück

kommentieren drucken  

Ein Schatz an Erfahrung


Talk

Locher & Christ. - Die erste Version der Bürosoftware LC-Top erschien 1993. Inzwischen gibt es LC-Top-Schnittstellen für Notebooks und Mobiltelefone. Ein Ende ist nicht in Sicht. Wir sprachen mit Franz Locher und Andreas Christ über die Gründe des Erfolgs und Bürosoftware in Zeiten von I-Pad und I-Phone.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3  

Herr Locher, es gibt immer mehr Applikationen für Mobilgeräte. Sie bieten auch ein Industrie-Pad und ein Softwaretool für LC-Top an, damit man das Programm auch außerhalb des Büros nutzen kann. Wie verändert sich Ihr Geschäft durch diesen Trend?

Es ist ein sehr, sehr großer Bedarf da. Denn die Firmen wollen Zeit sparen. Und das können sie auch mittels der Mobilgeräte. Statt viel Papier hin und her zu schicken, kann der Monteur auf der Baustelle sofort das Material und die Arbeitszeit erfassen und die Daten per UMTS an das Büro weiterleiten. Dort wird dann am gleichen Tag noch die Rechnung geschrieben. Wir bieten das jetzt seit einem Jahr an.
Es hat sich sehr bewährt, vor allem auch in Firmen, deren Mitarbeiter für Kunden mit Großbetrieben arbeiten...

... Warum gerade dort?

Weil es dort üblich ist, dass die Aufträge kurzfristig von leitenden Mitarbeitern erteilt werden. Die Beauftragung erfolgt in der Regel mündlich oder telefonisch, nicht schriftlich. Unsere mobile Auftragsbearbeitung schließt diese Lücke. Sind die Arbeiten erledigt, bestätigt der leitende Mitarbeiter dem Handwerksmonteur per Unterschrift auf dem Mobilgerät die erfassten Positionen für Arbeitszeit und Material gleich vor Ort. Dieser Auftrag wird dann ans Büro gesendet; dort wird die Rechnung geschrieben und samt dem unterschriebenen Bericht an die Firma zur Rechnungsprüfung wieder zurückgesendet. Insgesamt erzielen unsere Kunden damit einen großen Effekt.

Herr Christ, Sie verantworten die Softwareentwicklung. In welche Richtung wird sich der Bereich mobile Anwendungen in den nächsten fünf Jahren entwickeln?

Relais-Stationen oder Server wird es dann voraussichtlich nicht mehr geben. Im Moment brauchen wir sie noch. Voraussichtlich ist man künftig permanent online. Ich gehe davon aus, dass in fünf Jahren die Netzabdeckung entsprechend flächendeckend ausgebaut ist. Das erlaubt dann zum Beispiel eine digitale Arbeitszeit- oder Aufmaßerfassung über Mobilgeräte. Die mobile Zeiterfassung bieten wir schon heute an. Ein Monteur stempelt dann quasi per Handy die Stechuhr in seiner Firma. Morgens auf der Baustelle wird die jeweilige Position des Monteurs über GPS-Signal abgefragt.

Dann startet er manuell die Zeiterfassung und die Arbeitszeit läuft. Am Abend drückt er wieder Stopp und fertig. Das wird in der Zentrale synchronisiert über Mobilfunk und sofort ist die Arbeitszeiterfassung aktualisiert. Nach diesem Prinzip wird auch die digitale Aufmaßerfassung funktionieren. Solche Tools gibt es in fünf Jahren auf alle Fälle.

F. Locher: Die Arbeitszeiten können manuell oder was sich schon bei mehreren Kunden bewährt hat mit stationären oder mobilen Geräten erfasst werden. Durch das dem Mitarbeiter im LC-Top hinterlegte Pausenprofil können dann die Überstunden mit den diversen Zuschlägen errechnet oder Zeitkonten geführt werden. Gleichzeitig ist es möglich, die Arbeitszeit auf das Baustellenkonto für die Nachkalkulation zu buchen sowie sie für die Lohnabrechnung bereitzustellen.

Funktioniert die mobile Auftragsbearbeitung nur mit dem speziellen Industrie-Pad, oder kann auch ein windowsbasiertes Notebook verwendet werden?

A. Christ: Ein Windows-Rechner geht grundsätzlich auch. Sie brauchen ein Gerät, das UMTS-fähig ist. Allerdings können die Auftraggeber dann nicht direkt vor Ort den Auftrag unterschreiben. Dazu braucht man ein Gerät mit beschreibbarem Display. Daher bieten wir zusätzlich das Industrie-Pad an. Es hat neben diesem Display auch eine fest eingebaute Fotolinse, um vor Ort Dokumentationsfotos machen zu können.

F. Locher: Es ist auch robuster als ein Laptop oder Notebook. Die Tastatur ist spritzwassergeschützt und der SSD-Kartenspeicher ist erschütterungsresistent. Die Außenhülle besteht aus einem besonders widerstandsfähigem Kunststoff. Es kommt bei unseren Kunden sehr gut an. Jetzt müssen wir wieder neue nachbestellen.

A. Christ: Bei der Konzeption war es uns ganz wichtig, dass man den kompletten Bericht unterschreiben kann. Wenn UPS ein Paket bringt, dann unterschreibt der Empfänger, dass er es bekommen hat. Aber er unterschreibt nicht für den Inhalt. Das ist der entscheidende Punkt. In unserer mobilen Auftragsabwicklung bestätigt der Auftraggeber das verwendete Material und die benötigte Arbeitszeit. Das ist hieb- und stichfest. Missverständnisse sind ausgeschlossen. Das ist der große Unterschied.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3  
Ausgabe:
g+h 02/2013
Unternehmen:
Bilder:



2 interessante Videos:
  • Ihre Meinung zu..
  • Hausmann & Wyne..

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren...

Luna-Star

Luna-Star

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten, ein hoher Anwendernutzen und eine unkomplizierte, rasche Installation sind die Kennzeichen der Luna-Star Serie von Theben. Hinter dem wohlklingenden Namen verbirgt sich ein hochinteressantes Dämmerungsschalterkonzept, das dem Nutzer neben Möglichkeiten der Energieeinsparung auch mehr Sicherheit rund ums Haus verspricht. » weiterlesen
Standard einfach, oder darf´s etwas mehr sein?

Standard einfach, oder darf´s etwas mehr sein?

Alle Zeichen stehen auf Frühling und damit auf Frühjahrsputz und Renovieren. Kaputtes wird ausgetauscht, Angejahrtes durch Neues ersetzt. Betrifft dies Schalter und Steckdosen, beschränken sich die meisten auf das, was sie kennen: Standardlösungen. Sie halten - oftmals in Unkenntnis der vielfältigen Möglichkeiten - selbst in Neubauten Einzug. Das aber muß nicht sein. » weiterlesen
Wohl temperierter Motor

Wohl temperierter Motor

Vielleicht sind auch Ihnen schon die kleinen Schaltkästen aufgefallen, die in den Vorgärten mancher Häuser, beispielsweise in Hamburg, stehen. Ihr Innenleben: die Steuerung für eine Abwasserhebeanlage. Ein wesentlicher Teil sind Komponenten für den thermischen Motorschutz der eingesetzten Abwasserhebepumpen. » weiterlesen
Schalterprogramm jetzt auch in Polarweiß

Schalterprogramm jetzt auch in Polarweiß

War die Schalterserie 8.3 bisher nur in der Kombination Aluminium/anthrazit zu realisieren, so sind die Rahmen aus echtem Aluminium jetzt auch mit polarweißen Wippen, Zentralstücken oder Abdeckungen kombinierbar. » weiterlesen
Top-Programm

Top-Programm

„T.O.P.“ steht bei der Theben AG für TextOrientierte Programmierung. Die Zeitschaltuhren zeigen via Display dem Bediener beziehungsweise Elektroinstallateur immer den nächsten Schritt beim Programmieren. Schnell, zuverlässig, stressfrei. Hier sind die neuen Top-Geräte, mit denen Theben ihre bekannten Produktreihen ergänzt hat. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv


Bleiben Sie in Verbindung

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben