24. JANUAR 2019

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Weiter auf dem Erfolgsweg


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Theben AG. - Seit bald 100 Jahren auf dem Markt aktiv und als Spezialist für innovative Zeitschalttechnik bekannt, entwickelt sich die Theben AG zunehmend zum Systemanbieter. g+h sprach mit den Vorständen und dem Leiter Marketing/Produktmanagement darüber.
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Herr Goes, wie ist Ihr Unternehmen aktuell aufgestellt?

In der Theben-Gruppe beschäftigen wir aktuell insgesamt rund 700 Mitarbeiter, davon 580 in Haigerloch. Ein wichtiges Glied in der Unternehmensgruppe ist dann noch die Pezet AG in Haigerloch, die für Spritzguss- und Werkzeugbau steht und mittlerweile zu rund 60 Prozent auch für Drittkunden arbeitet.

Während wir immer mehr Elektronik und Software entwickeln, nimmt der Bereich Spritzguss zwar ab, ist aber natürlich immer noch ein wichtiger Sektor der Wertschöpfungskette. Im Ausland finden Sie unsere Mitarbeiter in den Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Italien, Schweiz, Niederlande, Spanien, aber auch in Singapur. Außerdem haben wir eine für uns sehr wichtige Tochtergesellschaft in Großbritannien, das Unternehmen Timeguard, das spezifische Produkte für den englischen Markt entwickelt, fertigt und vertreibt.

Wie hoch ist Ihr Exportanteil?

Der Exportanteil liegt bei über 60 Prozent, obwohl wir, was die Produktion anbelangt, natürlich sehr stark auf Deutschland fixiert sind. Das erkennen Sie schon an der hohen Mitarbeiterzahl hier in Haigerloch.

Für Sie ist der Standort Deutschland nach wie vor gesetzt?

Ganz klar ja, wir setzen auf den Standort Deutschland und erreichen unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Billiglohnländern durch einen hohen Automatisierungsgrad und die Optimierung unserer Prozesse, sodass wir nur sehr kurze Durchlaufzeiten haben und der Vertrieb eine maximale Performance erreichen kann. Unsere Liefertreue liegt aktuell bei rund 98 Prozent; darauf sind wir sehr stolz. Erfolgsfaktoren dafür sind ein motiviertes Team sowie eine professionelle Planung. Um Ihre Frage abschließend zu beantworten, der Standort Deutschland ist gesetzt, nicht zuletzt weil wir denken, dass die Verzahnung von Entwicklungs- und Produktionsprozess optimal ist.

Welche internationalen Strategien verfolgen Sie?

Wir sind zwar in über 60 Ländern aktiv, im Augenblick jedoch noch sehr stark in Europa tätig. Im nächsten Schritt wollen wir natürlich weltweit noch umfassender aktiv werden; das wird im Einzelfall natürlich auch dazu führen, dass wir lokal mehr Fertigungs-Know-how an bedeutsamen Standorten aufbauen werden. Dies ändert aber nichts daran, dass wir am Standort Deutschland festhalten. Qualität, Innovation, Sicherheit und ein optimaler Fertigungsprozess sind die Garanten dafür.

Sie bewegen sich in einem wirtschaftlich nicht unproblematischen Umfeld. Inwieweit haben und werden die letzte Banken- und die aktuelle Euro-Krise Ihr unternehmerisches Handeln und Ihre Strategien beeinflussen?

Thomas Sell: Da wir uns mit unseren Produktlinien im Wesentlichen in einem Nischenmarkt bewegen, hat uns dies über die Krisen gut hinweg geholfen. Wir hatten während des gesamten von Ihnen skizzierten Zeitraums nur im Jahr 2009 einen leichten Rückgang in Deutschland zu verzeichnen, und zwar von einem Prozent. Ansonsten sind wir in jedem Jahr gewachsen und auch aktuell gegen den Trend sehr gut unterwegs.

Welche Gründe gibt es dafür?

Wir konzentrieren uns auf unsere strategischen Produktfelder und bearbeiten diese mit professioneller Leidenschaft. Und wenn Sie die Krise im Euro-Raum ansprechen, dann stellen wir fest, dass wir in einigen Ländern, die von der Krise sehr stark betroffen sind, für unser Unternehmen eine sehr positive Marktentwicklung verzeichnen können. Die Euro-Krise hat uns also definitiv nicht geschadet und selbst 2009/2010 sind wir in den großen südeuropäischen Krisenländern gewachsen.

Wie stellt sich Ihr Produktportfolio heute dar, und in welche Richtung bewegen Sie sich?

Thomas Goes: Unsere Unternehmensgeschichte ist seit über 90 Jahren mit dem Thema Zeitschalter verbunden, also mit Zeitsteuerungen insbesondere für Licht, Heizung und Klima. Das bleibt auch weiterhin ein wichtiges Geschäftsfeld für uns; allerdings verzeichnen wir eine deutlich stärkere Wachstumsrate in unseren jüngeren Geschäftsfeldern wie KNX und maßgeblich auf dem Sektor von Bewegungs- und Präsenzmeldern. Dazu beigetragen hat, dass wir das Schweizer Unternehmen HTS vor sieben Jahren übernommen haben und mit dieser Akquisition das Thema Bewegungs- und Präsenzmelder in die Unternehmensgruppe integrieren konnten. In diesem Produktsortiment haben wir in den vergangenen Jahren ordentlich investiert.

Ein weiteres, sich gut entwickelndes Produktfeld sehen wir im Bereich Smart Metering. Wir haben Conexa, ein Smart-Meter-Gateway, auf den Markt gebracht und sind aktuell der einzige Anbieter, der für dieses Gerät eine Zulassung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt aufweisen kann. Und wir sind hier weiter in der Entwicklung, weil wir die BSI-Konformität (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie) anstreben. Hier gibt es noch viel zu tun. Ab 2015/16 sehen wir hier jedoch maßgebliche Wachstumschancen für uns.


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Ausgabe:
g+h 08/2013
Unternehmen:
Bilder:
3 Unternehmens-Videos:
  • The Luxa S360 B..
  • The Luxa S180 B..
  • The Luxa S150 B..
4 Unternehmens-Kataloge:

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