24. JANUAR 2019

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Intelligentes Licht für übermorgen


Titelstory

Züblin. - „Unser Energieverbrauch ist zu hoch“, sagt Michael Züblin. In der Schweiz sprach die g+h-Redaktion mit ihm über die konsequente Arbeit des Unternehmens an energieeffizienten Beleuchtungssystemen für jeden Anwendungsfall.
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Herr Züblin, wie und unter welchen Umständen wurde Ihr Unternehmen gegründet?

Der Ursprung war eine Marktumfrage eines Industriebetriebes bei 10.000 Hausfrauen. Es ging um einen Bewegungsmelder. Damals gab es eine klare Entscheidung gegen das automatische Licht, die Hausfrauen wollten lieber den vertrauten Schalter drücken. Daraufhin hat das Unternehmen beschlossen, das Produkt einzustampfen. Mein Vater war dort angestellt und fragte mich, ob ich nicht Interesse hätte, diese 60 Prototypen zu verkaufen.

Was hat Sie dazu bewogen, gegen die klare Aussage der potenziellen Kunden?

Als Ingenieur war mein Vater von der erfolgreichen Markteinführung der Bewegungsmelder fest überzeugt. Außerdem war ich noch im Studium an der Hochschule Sankt Gallen, musste quasi ein Jahr wiederholen, um eine Zwischenprüfung im zweiten Anlauf zu bestehen und hatte genügend Zeit. Das war mein Riesenglück. Heute ist die Hausfrau froh, wenn sie mit dem Wäschekorb die Kellertreppe herunterkommt und das Licht automatisch angeht.

Welches waren die entscheidenden Entwicklungsschritte in der Unternehmensgeschichte?

Sehr wichtig war sicherlich die Entwicklung eines Spiegels für den Pir-Sensor. Dadurch konnten wir mit Busch-Jaeger einen Lizenzvertrag schließen und gemeinsam mit dem ersten 180-Grad-Melder innerhalb kürzester Zeit den Markt erobern. Die Konkurrenz konnte damals nur mit 90-Grad-Meldern dienen. Busch-Jaeger hat von uns das Patent gekauft und wir bekamen gleichzeitig die Generalvertretung für die Schweiz. Das ist jetzt 26 Jahre her und war für beide Unternehmen von Erfolg gekrönt.

Erzählen Sie mir bitte von Ihrer Unternehmensphilosophie.

Wir haben uns auf die Fahne geschrieben bei der Beleuchtung durch den Einsatz von Präsenz- und Bewegungsmeldern maximale Energieeffizienz zu erreichen. So haben wir angefangen, und das ist auch unserer Bestreben für die Zukunft.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Im Moment arbeiten international insgesamt rund 100 Angestellte für Züblin.

Wie ist Ihr Unternehmen aktuell aufgestellt?

Im Moment haben wir fünf Niederlassungen in Europa. Neben der Schweiz in Deutschland, Frankreich, Österreich und seit Kurzem auch in Polen. Darüber hinaus gibt es natürlich in ganz Europa Vertretungen, die sehr erfolgreichen agieren, auch in den arabischen Ländern. So haben wir zum Beispiel jetzt einen Auftrag über 6.000 Präsenzmelder im Flughafen Jeddah, Saudi-Arabien. Ein wirklich tolles Projekt, auf das wir uns sehr freuen.

Wie hoch ist Ihr Exportanteil?

Etwa 70 Prozent. Dabei ist Deutschland ein großer Abnehmer und damit bei uns die Nummer eins. Für die kleine Schweiz ist das natürlich ein Markt in dem man sein muss, um konkurrenzfähig zu sein.

Welche nationalen und internationalen Strategien verfolgen Sie?

Selbstverständlich passen wir unser Sortiment den internationalen Märkten an. Dabei gehören Deutschland, Österreich und die Schweiz eher zu den besseren, hochpreisigeren Märkten. Während die Ostblockstaaten ein Tiefpreismarkt sind, aber auch Frankreich fällt schon etwas ab gegenüber Deutschland. Von der Technik und Entwicklung sind wir eben mit unterschiedlichen Produkten in allen beziehungsweise vielen Preissektoren in den jeweiligen Märkten.


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