24. JANUAR 2019

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Gebündelte Kompetenzin Sachen Ausbildung


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BFE. - Das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik in Oldenburg gehört zu den ersten Adressen, wenn es um die Aus- und Weiterbildung in den fünf elektrotechnischen Berufen geht. g+h sprach vor Ort mit dem Direktor.
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Herr Janßen, nennen Sie uns zum Einstieg unseres Gesprächs doch einmal einige Eckdaten zum Bundestechnologiezentrum.

Gerne, das BFE ist 1947 als Meisterschule für das Elektrohandwerk gegründet worden. Zwei Jahre nach dem Krieg stand man vor der Herausforderung, im Bereich Elektrotechnik neue Fachkräfte ausbilden zu müssen. Da Oldenburg vom Zweiten Weltkrieg nur wenig in Mitleidenschaft gezogen worden war, ergriff der damalige Obermeister Fuchs die Initiative und legte den Grundstein für die Ausbildungsstätte. Nach einigen Abstimmungsprozessen mit der Handwerkskammer und unserem Verband stand der Gründung nichts mehr im Weg. Von diesem Zeitpunkt an kamen aus ganz Deutschland die Meisterschüler zu uns nach Oldenburg. Im Kern sind wir auch heute noch die Ausbildungsstätte für Elektromeister.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie?

Wir beschäftigen etwa 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei ist ein ganz wesentliches Qualitätskriterium für uns, dass alle, die in unserem Hause mit der Ausbildung beschäftigt sind, also die Dozentinnen und Dozenten, erstens hauptberuflich tätig sind und zweitens aus der Praxis kommen, um professionell für die Praxis auszubilden zu können. Im Schwerpunkt sind es also Ingenieure und Meister, die ihr Wissen weitergeben. Aufgrund des immer breiter werdenden Portfolios, das unsere Branche betrifft, also von der klassischen Energietechnik über die Gebäudetechnik mit KNX, Kommunikations- und Informations- bis hin zur Automatisierungstechnik, beschäftigen wir in diesen Technikfeldern ausgebildete Dozentinnen und Dozenten, die über den jeweils spezifischen Wissenshintergrund verfügen. Für uns ist es ganz wichtig, dass wir ausschließlich mit hauptberuflichem Lehrpersonal arbeiten.

Welches Bildungsangebot umfasst Ihr Portfolio aktuell?

Wir sind die einzige Meisterschule in Deutschland, die alle fünf Meisterprofile des Elektrohandwerks anbietet. Darüber hinaus können unsere Meister sich auch zum Betriebswirt ausbilden lassen. Nach wie vor einzigartig ist die einjährige Zusatzqualifikation, die auf die Meisterausbildung aufgesetzt ist und zum Fachplaner für Energie- und Gebäudetechnik führt. Diesen Bildungszweig haben wir gemeinsam mit dem ZVEH auf den Weg gebracht. Inkludiert ist hier der Betriebswirt, also die kaufmännische Ausbildung, die ein halbes Jahr dauert, und daran anschließend noch ein technischer Part, der ebenfalls ein halbes Jahr beansprucht. Technologisch setzen wir dort auf, wo wir mit der Meisterausbildung aufhören, und enden mit einer komplexen planerischen Aufgabenstellung, die dann per CAD gelöst werden muss.

Welchen beruflichen Weg beschreiten die Absolventen dieses Ausbildungszweigs in der Regel?

Die Absolventen gehen in aller Regel in Planungsbüros, es sei denn es handelt sich um die Nachfolger in einem bereits bestehenden Elektrofachbetrieb. Diese absolvieren die Ausbildung, um sich die entsprechende Kompetenz für die spätere Betriebsübernahme zu erarbeiten.

Die anderen Absolventen werden Sie fast ausschließlich in Planungsbüros wiederfinden; in der Regel sogar in Ingenieurpositionen. Diese Fachkräfte sind nicht zuletzt deshalb so gefragt, weil sie aus der Praxis kommen und auch auf der Baustelle genau wissen, welche Lösung für ein Projekt optimal ist.
Die Aufstiegsfortbildung „Meister, Betriebswirt, Fachplaner“ stellt eine der wesentlichen Säulen des BFE dar.

Welches sind die weiteren Säulen?

Die Weiterbildung in Form von Seminaren repräsentiert die zweite Säule. Dabei handelt es sich um Tages- oder auch Wochenseminare, je nachdem welche Qualifikation gefordert ist. Auch in diesem Bereich sind unsere Dozenten hauptberuflich eingesetzt.


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Ausgabe:
g+h 08/2014
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