24. JANUAR 2019

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Handel und Handwerk sind eine wichtige Säule


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Schneider Elektric. - Seit 1. Mai 2011 leitet Alexander von Schweinitz den Geschäftsbereich Installationssysteme bei Schneider Electric, der die Marken Schneider Electric, Merten und Ritto umfasst. g+h-Korrespondentin Sonja Pfaff sprach mit ihm über den Integrationsprozess dieser Marken im Team Schneider Electric und das Trendthema Energieeffizienz.
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Herr von Schweinitz, mehr aus Energie zu machen bedeutet, Lösungen für mehr Energieeffizienz zu entwickeln. Welche Rolle spielt das Thema für Schneider?

Energiemanagement und Energieeffizienz sind für uns die beherrschenden Themen. Nicht umsonst sehen wir uns als weltweiten Spezialisten für das Energiemanagement. Der stetig steigende Strompreis und neue Anreize bei der Gesetzgebung bereiten der Energieeffizienz den Weg. Hier gibt es Nachholbedarf: Die Erfahrung zeigt uns, dass Unternehmen im Durchschnitt 30 Prozent ihrer Energie einsparen können.

Weltweit gibt es ja noch große Unterschiede, was die Sensibilisierung für dieses Thema betrifft. Während vieles innerhalb der EU stark reglementiert ist, gibt es auch Regionen, in denen sich die Menschen für Umwelt- und Ressourcenschonung nur wenig interessieren. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Mühsame Verhandlungen bei globalen Klimakonferenzen und mangelnde Entschlossenheit bei der Umsetzung selbst von Kompromissen auf niedrigstem Niveau lassen tatsächlich den Eindruck entstehen, dass Umwelt-und Ressourcenschonung nicht überall den gebührenden Stellenwert haben. Das ist allerdings nicht der primäre Ansatzpunkt, über den wir mit Kunden und Interessenten reden.
Wir sprechen über die Einsparung und den möglichst günstigen Einkauf von Energie. Hier geht es also nicht nur um das „grüne Gewissen“, sondern um handfeste wirtschaftliche Vorteile, und das funktioniert in weiten Teilen der Welt. Darüber hinaus sind Themen wie Smart Grid und Smart Home und – insbesondere in schnell wachsenden Ballungsgebieten bevölkerungsreicher Regionen – Smart Cities ein gefragtes Thema. So werden Umwelt und Ressourcen geschont.

Ressourcenschonung betrifft ja nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die verwendeten Materialen, die Langlebigkeit oder auch die Recyclingfähigkeit. Wie wichtig sind diese Aspekte für Sie bei der Produktentwicklung?

Nachhaltigkeit hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert: Wir verfolgen das erklärte Ziel, bis Ende des Jahres 2014 einen wesentlichen Teil unseres Umsatzes mit sogenannten „Green-Premium“-Produkten zu erzielen. Diese Produkte zielen darauf ab, bei der Produktion einen möglichst geringen CO2-Fußabdruck zu verursachen, gefährliche Substanzen zu meiden (ROHS- und REACh-Konformität) und weitgehende Recyclingfähigkeit zu bieten.

Eine Lösung aus Ihrem Hause, die alle Bereiche ganzheitlich betrachtet ist Eco-Struxure. Würden Sie uns erklären, was sich dahinter verbirgt?

Eco-Struxure ist unsere Antwort auf die heutigen Herausforderungen an die Energieversorgung.
Es handelt sich um eine Architektur für aktives Energiemanagement – von der Energieerzeugung bis zur Steckdose. Der Ansatz garantiert ein Energiemanagement, das sicher, zuverlässig, energieeffizient und produktiv ist – in Gebäuden, Produktion und Infrastruktur. Exo-Struxure vereint verschiedene Aspekte des Energiemanagements auf einer Plattform mit einem ganzheitlichen Ansatz. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um nachhaltig Energiekosten zu senken.

Ist dieser Ansatz nur für die Industrie geeignet oder auch für Wohngebäude?

Eco-Struxure hat ganz klar industrielle Anwendungen und gewerblich genutzte Immobilien im Fokus, da aufgrund der höheren Energieverbräuche die Hebelwirkung wesentlich größer ist als bei Wohngebäuden.
Natürlich haben wir auch für ambitionierte Privatanwender Lösungen im Angebot, bei denen sich Komfortgewinn und Energiemanagement verbinden lassen. Für KMU ist die Beschäftigung mit dem Energiemanagement derzeit wegen ISO50001 und EED besonders interessant.
Mit dem Angebot von Schneider Electric – Messtechnik und KNX-Installationen – lassen sich die Voraussetzungen für eine Zertifizierung und reale Energieeinsparungen realisieren.


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g+h 08/2014
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