24. JANUAR 2019

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Einfach und erfolgreich


Titelstory

Siemens AG, Division Digital Factory, Factory Automation. - Die Logikmodule aus dem Unternehmen können auf eine zwanzigjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Ob als eigenständige Lösung oder komplementär zu KNX bieten sie hohe Funktionsvielfalt bei einfacher Bedienung und Installation. g+h sprach darüber mit Josef Ploch, Marketing Manager Logo.
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Herr Ploch, würden Sie uns zum Einstieg etwas über Ihren persönlichen Werdegang verraten?

Ich bin seit über 30 Jahren bei Siemens tätig. Begonnen habe ich in der Inbetriebnahme der Erde-Funkstellen. Über diese Tätigkeit, die ich weltweit ausgeübt habe, bin ich mit der Automatisierungstechnik konfrontiert worden. Nachdem ich mich in der Zentrale für Automatisierungstechnik beworben hatte, war ich dort als Produktmanager für verschiedene Komponenten, wie intelligente Peripheriebaugruppen, tätig. Danach wechselte ich in den Vertrieb und anschließend ins Marketing. Dort habe ich vor allem die Kleinsteuerungen betreut. Seit vielen Jahren bin ich nun der Marketingmanager für Logo.

Unser Thema heute heißt ja Logo, inwiefern schließen die Mitte der 90er-Jahre von Siemens als neue Geräteklasse in den Markt eingeführten Logikmodule die Lücke zwischen Schützen, Hilfsrelais, Zeitschaltuhren und speicherprogrammierbaren Steuerungen?

Als die Logo auf den Markt kam, wurde noch sehr viel mit konventionellen Schaltelementen, also Zeitschaltgliedern und Hilfsschützen, automatisiert. Aufgrund immer komplexerer Anforderungen entstanden so immer größere Schaltschränke. Eine Lösung, den Platzbedarf zu reduzieren, wären die SPSen gewesen, die aber von den Projekteuren und Technikern sehr viel Know-how erfordern. Der Sprung von der konventionellen zur SPS-Technik ist damals noch recht kompliziert gewesen, weil der PC sowie die entsprechenden Programmierkenntnisse eine Voraussetzung waren. Deshalb haben wir uns der Anforderung gestellt, ein System dazwischen zu entwickeln, das für den Elektroinstallateur einfach zu handhaben war und gleichzeitig Änderungen bei den Funktionen ohne große Probleme und Aufwand zuließ. Die 1996 als „Logikmodule“ eingeführte Leistungsklasse der programmierbaren Steuerungen zielten also darauf ab, den Planungs- und Verdrahtungsaufwand gegenüber Steuerungen mit konventionellen Komponenten zu reduzieren. Gleichzeitig sollte Flexibilität gegenüber Änderungswünschen (konventionell umverdrahten) erreicht werden. Dabei wurde die Einfachheit für den Programmierer und Bediener in den Vordergrund gestellt.

Zu diesem Zweck wurden „fertige Funktionen“ wie beispielsweise Ein-, Ausschaltverzögerung, Wochenschaltuhr und Impulsgenerator eingeführt, die in einer typischen SPS erst ausprogrammiert werden müssen.

Wesentlich für den Erfolg der Logo war und ist das integrierte Display, das einerseits zum Programmieren der Logo dient und andererseits als Bedieneinheit zum Anzeigen und Ändern von Prozessparametern genutzt werden kann.

Welche Automatisierungslösungen sind möglich?

Bei der Konzeption der Logo wurden von Beginn an Einsatzfälle in Industrie und Gebäudetechnik als typische Anwendungen vorgesehen. Daher kommt auch die für eine SPS ungewöhnliche Bauform, die aber für die Gebäudetechnik gebraucht wird. Ebenso auch die Zertifizierung zur Installation im Wohnbereich, die SPSen normalerweise nicht haben. Diese dürfen nämlich nur mit Zusatzmaßnahmen im Wohnbereich verwendet werden. Im Gebäudebereich wird Logo z.B. für Tür-, Tor-, Licht- und Jalousiesteuerungen eingesetzt. Aber auch Heizungs-, Wintergarten- und Bewässerungsanlagen werden mit Logo realisiert. In der Industrie findet sie für Förderbänder, Pumpen, Spezialfahrzeuge, Tankanlagen (Füllstandsregelungen), Druckregelungen und einfache Montageeinrichtungen ihr Einsatzgebiet. Die Kreativität der Kunden ist nahezu grenzenlos. Die Einsatzbereiche erstrecken sich von der Fahrradwaschanlage über Kirchturmglocken bis zum Aquarium und vielen weiteren Anwendungen.


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Ausgabe:
g+h 01/2015
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