24. JANUAR 2019

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Niemand fragt nach KNX


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Hommel-Küchen/Jung. - Und dennoch verkauft Matthias Hommel sie den meisten seiner Kunden. Die innenarchitektonische Beratung, Planung und komplette Ausführung der Innenräume eines Gebäudes sind das Aushängeschild des Unternehmens.
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Den Weg in die Selbständigkeit hat Matthias Hommel (rechte Seite) nach der Wende in einer Fertigteilgarage begonnen – heute beschäftigt er 40 Mitarbeiter und bietet hochwertige Komplettlösungen vom Boden über das Bad und Lichtkonzepte bis zur Gebäudeautomation mit KNX und Multimediatechnik. g+h besuchte den agilen Unternehmer am Firmensitz in Reichenbach im Vogtland. Am Gespräch nahm auch Jens Stoll, Leiter Produktmanagement bei der Albrecht Jung GmbH & Co. teil, der die Entwicklung des Unternehmens von den Anfängen bis heute begleitet hat und mit dazu beitrug, dass Jung und Hommel gemeinsam den Standort als Showroom betreiben.

Herr Hommel, wie ist Ihr Weg in die Selbstständigkeit bis zum Status heute verlaufen?

Noch zu DDR-Zeiten habe ich in einer Produktionsgenossenschaft gearbeitet und elektromedizinische Geräte in Krankenhäusern gewartet. Nach der Wende kam ich auf einer Messe mit Siemens in Kontakt und habe dort mit Vertretern des Unternehmens über berufliche Möglichkeiten für mich gesprochen. So kam es, dass ich für die Bosch-Siemens-Hausgeräte nach einer betriebswirtschaftlichen Ausbildung im Unternehmen in den neuen Bundesländern die Akquisition im Bereich Elektroeinbaugeräte übernahm. Im Laufe der Zeit erarbeitete ich mir dadurch tiefe Marktkenntnisse und, wie es der Zufall so will, fragte mich jemand aus dem Bekanntenkreis, ob ich nicht Interesse hätte, einen Elektrofachbetrieb zu übernehmen. Nach kurzem Zögern habe ich diese kleine Firma übernommen, die in einer Fertigteilgarage angesiedelt war. In der Folgezeit etablierten wir in einem Getränkemarkt eine Küchenausstellung in Kooperation mit dem Hersteller Leicht und boten dessen Küchen als Dienstleister an.

Wie kam es dazu, dass Sie die Ausstellung über einem Getränkemarkt platzierten?

Das war reiner Zufall und verkaufstechnisch im Nachhinein völliger Unsinn, denn der Markt befand sich in einem Wohngebiet, so dass man dort eigentlich nichts absetzen konnte. Dennoch liefen die Geschäfte über zweieinhalb Jahre einigermaßen zufriedenstellend, so dass wir 1994 mit dem Bau am heutigen Standort begannen und ein Jahr später einzogen. Zu unserem Kundenkreis zählte die Mittelschicht, also der Kunde, der zwischen 15.000 DM und 25.000 DM in eine Küche investiert. Mit dieser Kundenstruktur konnten wir das Unternehmen kontinuierlich auf Erfolgskurs bringen.

1998 fassten wir den Entschluss, unsere angemieteten Werkstätten in einer Fertigungshalle hier im Gewerbegebiet zusammenzufassen; wir hatten vorher dort das komplette Umfeld, Kranz, Kamine, Essen, also alles was individuell hergestellt werden muss, bereits selbst gefertigt. Damit begann unsere eigene Küchenproduktion. Schon bald fertigten wir ausschließlich unsere eigenen Produkte.

Sie fanden bei unseren Kunden einen so großen Anklang, dass wir 2002 noch einmal die Produktion um ein Drittel Fläche erweiterten. Trotz des damit verbundenen Risikos war es die richtige Entscheidung, und der Erfolg unseres Unternehmens bestätigt dies.

Sie gingen aber dann über die Küchenproduktion hinaus noch einen Schritt weiter?

Nicht nur einen, denn wenn wir schon so anspruchsvolle Küchenkunden hatten, lag es für uns nahe, uns auch mit dem Bad oder dem Esszimmer, kurzum der gesamten Inneneinrichtung zu beschäftigen; auch weil unsere Kunden immer individuellere und hochwertigere Ansprüche hatten und froh waren, von uns ein Gesamtkonzept aus einer Hand zu erhalten. Parallel dazu sind wir mit einzelnen Generalunternehmen ins Objektgeschäft eingestiegen. Dort haben wir bestimmte Serien generiert, die dann in Krankenhäusern, Altenheimen und Bürohäusern ihren Platz fanden. 2006 schließlich waren wir so gefestigt, dass wir unsere nächste langfristige Strategie fixierten und umzusetzen begannen.


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