24. JANUAR 2019

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Wir sind Überzeugungstäter


Dial

In Lüdenscheid ist vielen Gebäudetechnikprofis als Schulungsstätte bestens bekannt. Im letzten Jahr hat das Unternehmen ein neues Gebäude bezogen – natürlich nach neuesten Erkenntnissen von den eigenen Experten geplant. Projektleiter war Andreas Bossow, der zusammen mit Dieter Polle als Geschäftsführer die Geschicke des Dial leitet. Die g+h-Redaktion hat ihn in Lüdenscheid besucht und mit ihm über die Erfolgsgeschichte des Dial und die Zukunft der Gebäudetechnik gesprochen.
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Herr Bossow, gehören Sie zu den Gründern des Dial, oder kamen Sie erst später dazu?

Gegründet wurde das Dial 1989. Wir haben also in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum, was wir im November auch gebührend feiern wollen. Zunächst ging es hier ausschließlich um Dienstleistungen rund um Licht und Leuchten wie Prüfungen und Seminarveranstaltungen. Zu diesem Zweck hatte uns die Leuchtenindustrie damals ins Leben gerufen. Ich selbst bin seit 1992 mit dabei und wurde damals als Schulungsleiter eingestellt, um den neuen Bereich EIB aufzubauen.

Warum kam damals überhaupt das Thema EIB ins Spiel?

Die Unternehmen, die Instabus, wie das System bei einigen Herstellern ganz am Anfang noch hieß, vorantreiben wollten, suchten damals nach einer Schulungsmöglichkeit für ihr neues Bussystem. Sie gaben uns ein zinsloses Darlehen, um ein Konzept zu entwickeln, und damit war die erste herstellerneutrale EIB-Schulungsstätte gegründet. Damals war es ja noch Neuland, dass mehrere Firmen sich zusammenschließen und ein gemeinsames System entwickeln und vermarkten da kam unsere Neutralität sicherlich genau richtig. Das Darlehen ist übrigens längst auf Heller und Pfennig zurückgezahlt!

Ein weiteres Standbein, das zur internationalen Bekanntheit des Dial beiträgt, ist die Lichtplanungssoftware Dialux. Woher kam diese Idee?

Die Abkehr von DOS und der Siegeszug von Windows stellte in den 90er-Jahren die Leuchtenindustrie vor Probleme. Die meisten von ihnen hatten Lichtberechnungsprogramme auf DOS-Basis und hätten nun eine Windows-Lösung entwickeln müssen. Die wenigsten hatten Fachleute dafür. Man hätte also viel Geld in die Hand nehmen und externe Hilfe suchen müssen. So entstand die Idee, eine gemeinsame Planungssoftware zu entwickeln, für die jeder Hersteller dann nur noch seine individuellen Daten zur Verfügung stellt.

Wenn man heute Ihr Schulungsangebot anschaut, dann gibt es ja neben KNX noch viele andere Themen.

Wir achten natürlich ganz genau auf das, was in der Branche passiert. So haben wir schon früh erkannt, dass im Bereich Messen, Steuern und Regeln häufig LON als System genutzt wird und hier ebenfalls Schulungsbedarf besteht. Schon seit Langem bieten wir darum hier einen Wochenkurs und als einzige Schulungsstätte auch einen Aufbaukurs an. Parallel haben wir auch unser Angebot im Bereich KNX ausgeweitet: Hier gibt es neben der bewährten Einstiegsschulung „Projektierung und Inbetriebnahme“ ebenfalls einen Aufbaukurs – dazu noch einen Ausbilderkurs und einen Systemexpertenkurs. Inzwischen haben wir auch Seminare zum Thema Bacnet aufgenommen, da hier aus unserer Sicht sehr viel Potenzial für die Zukunft liegt.

Seit wann sind Sie hier aktiv?

Seit etwa drei Jahren haben wir ein zusätzliches Angebot in diesem Bereich. Vom technologischen Ansatz her verlangt es eher EDV-Infrastruktur-Kenntnisse und ist damit anders gelagert als KNX. Entsprechend anders sind auch die Zielgruppen. Zu unserem eintägigen Kompaktkurs kommen zwar Leute aus allen Bereichen, unsere Wochenkurse werden aber vor allem von Fachleuten besucht, die als Systemintegratoren arbeiten wollen oder aufgrund eines anstehenden Projektes aktiv werden müssen. Viele Mitarbeiter von Herstellern, aber auch Planer oder Mitarbeiter von größeren MSR-Firmen melden sich dafür an. Inzwischen sind diese Kurse gut besucht und wir spüren eine stetig wachsende Nachfrage.


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Ausgabe:
g+h 04/2014
Unternehmen:
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