24. JANUAR 2019

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Sympathisches Familienunternehmen


Hager

Auf der Light+Building präsentierte sich das Unternehmen völlig neu. Ein Grund dafür ist die im Januar eingeführte neue Vertriebsstruktur für die Marken Hager, Berker und Elcom. g+h sprach mit Mike Elbers, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb, und Torsten Schulz, Geschäftsführer Vertrieb, darüber.
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Herr Elbers, Herr Schulz, wie ist Hager aktuell auf dem nationalen und internationalen Markt positioniert?

M. Elbers: Die Hager-Group ist außer in Nordamerika und Japan weltweit auf allen Kontinenten tätig. Wir beschäftigen zurzeit rund 11.500 Mitarbeiter und decken alle Technikfelder im Niederspannungsbereich ab. Wenn wir den Gesamtmarkt betrachten, bildet Europa einen Schwerpunkt. Darüber hinaus gewinnen für uns die Wachstumsmärkte in Ostasien und hier vor allem China und Indien immer mehr an Bedeutung.

Sehr stark unterwegs sind wir unter anderem auch in Brasilien, wo wir eine eigene Fertigung unterhalten. Brasilien bildet aktuell die Basis für unsere Marktstrategie im gesamten lateinamerikanischen Raum.
In Europa liegen unsere starken Märkte eindeutig in Deutschland und Frankreich; dies ist natürlich auch eng mit unserer Unternehmensgeschichte verknüpft. Der Aufstieg von Hager begann ja einerseits hier im Saarland und andererseits im Elsass.

Deshalb haben wir in beiden Ländern über die letzten Jahrzehnte ein überproportional positives Wachstum gegenüber anderen Märkten zu verzeichnen. Wir decken aber mittlerweile fast die gesamte Struktur des europäischen Raumes ab, sind also von Irland, England über Skandinavien, West- und Osteuropa bis in den Süden unseres Kontinents überall tätig.

Auf der Produktseite haben wir uns von der klassischen Energieverteilung ausgehend konsequent zum Komplettanbieter in der elektrischen Gebäudetechnik entwickelt. Ganz gleich, ob es sich um die Energieverteilung, die Leitungsführung, die Gebäudeautomation oder Lösungen im Bereich der Türkommunikation handelt, unser Portfolio deckt fast alle Bereiche vollständig ab.

Für unsere Kunden bedeutet dies, alles aus einer Hand zu bekommen, eine Strategie, die wir kontinuierlich in das Elektrohandwerk kommuniziert haben. Wir bieten dem Handwerk die Möglichkeit, bei uns das gesamte Produktportfolio der Gebäudetechnik verbunden mit den dazugehörigen Serviceleistungen abzurufen. Und dies ist natürlich gerade vor dem Hintergrund unserer neuen Vertriebsstruktur zu sehen.

Hager hat sich zu Beginn des Jahres mit der von Ihnen genannten neuen Vertriebsstruktur präsentiert, die alle drei Marken, Hager, Elcom und Berker, umfasst. Welche Strategie verbirgt sich hinter der neuen Struktur?

T. Schulz: Deutschland ist ja in der Tat nicht der größte Markt, aber das Land mit dem aktuell stärksten Umsatzanteil des Unternehmens. In Deutschland haben wir 2013 ein Drittel unseres Gesamtumsatzes der Hager-Gruppe realisiert, ein Anteil der sich auch in 2014 ähnlich darstellen wird.

Damit liegt per se ein großes Augenmerk auf diesem für uns ausgesprochen bedeutenden Markt. Er ist auch deshalb so wichtig, weil hier sowohl das Bewusstsein für innovative Gebäudetechnik als auch das Investitionskapital vorhanden sind.

Nicht zuletzt deshalb hat Deutschland einen großen Schwerpunkt im Bereich der Gebäude-Infrastruktur und Automation. Darüber hinaus wird hier eine hochwertige Technik ebenso gewünscht und geschätzt wie die damit einhergehenden Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

Deshalb ist es für uns gerade in Deutschland sehr wichtig gewesen, die Vertriebsorganisationen der Marken Hager, Berker und Elcom, die im letzten Jahr noch unabhängig voneinander aufgetreten sind, im Hintergrund aber durch fertigungstechnische und andere Prozesse bereits gemeinsam agierten, zu bündeln. Diesen Schritt haben wir lange Zeit vorbereitet und in diesem Jahr in Szene gesetzt.


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