24. JANUAR 2019

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Bolz-Intec. - Edelstahl-Fässer und Druckbehälter sind eine Spezialität des Unternehmens. Relativ neu sind Waschanlagen für Behälter verschiedenster Art. Für Service und Wartung werden Partner gesucht. Hier seien vor allem Elektrotechniker gefragt, denn das Anforderungsprofil ist exakt auf sie zugeschnitten. g+h sprach mit dem Geschäftsführer darüber.
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Herr Traube, würden sie uns einmal kurz die Geschichte Ihres Unternehmens skizzieren?

Unser Unternehmen weist eine sehr interessante Geschichte auf, die bis ins Jahr 1919 zurückreicht; in jenem Jahr wurde es in Friedrichshafen durch den Grafen Zeppelin gegründet.

In der Anfangsphase fertigte man dort aus Aluminium Tanks, Fässer sowie Kücheneinrichtungen außerdem Gerätschaften zur Ausrüstung von Zeppelinen. Nach 1945 spezialisierte sich die Firma auf Aluminiumprodukte. Nachdem die Unternehmensgründer keine Nachfolger hatten, wurde der Betrieb von Alfred Bolz übernommen. Da sich der Unternehmenssitz mitten in einem Wohngebiet befand, suchte der Inhaber nach einem neuen Standort und fand ihn hier in Argenbühl-Eisenharz. Heute ist das Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitern Spezialist für Feinbleche.

Stellte man in der Anfangsphase viele Produkte aus Aluminium her, wurde sukzessive auf Edelstahl umgestellt. Heute werden 95 Prozent unserer Produkte aus diesem Material gefertigt. In Bereichen, die einen hohen Anspruch an die Hygiene haben, wie beispielsweise in der Biotechnologie, der Pharma- und der Halbleiterindustrie, liegt unsere Kernkompetenz. So fertigen wir spezielle Druckbehälter, in denen zum Beispiel Trichlorsilan aufbewahrt wird. Trichlorsilan ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Solarsilicium.

Hier sind Verunreinigungsgrößen bis unter drei PPT (Parts per Trillion) zulässig. Dies sind die höchsten Anforderungen, die an die Hygiene gestellt werden. Aber natürlich sind auch die Anforderungen der Pharmaindustrie extrem hoch, und hier vor allem an die Sterilität. All diesen Forderungen können wir gerecht werden.

Worauf müssen Sie dabei besonders achten?

Einerseits geht es um die Konstruktion an sich. Dabei spielt die Beschaffenheit der Oberfläche die größte Rolle, denn sie muss so gestaltet sein, dass Bakterien fast keine Chance haben, sich dort anzulagern.
Deshalb müssen wir in der Produktion sehr sauber arbeiten. Die Herausforderung ist es zum Beispiel, die bei Tiefziehprozessen zum Einsatz kommenden zähen Fette wieder zu entfernen. Wir haben uns bereits sehr früh darum gekümmert, für diesen Zweck Behälterwaschanlagen zu finden.

Sind Sie fündig geworden?

Nein, deshalb haben wir beschlossen, solche Anlagen selbst zu bauen. Nach den üblichen anfänglichen Schwierigkeiten, ist es uns gelungen, professionelle Behälter- und Fasswaschanlagen zu entwickeln und zu fertigen.


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Ausgabe:
g+h 05/2014
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