24. JANUAR 2019

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Es ist Zeit umzudenken


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Walther. Gegründet vor 117 Jahren, hat das Unternehmen viele Veränderungen erlebt. Auch jetzt steht Walther wieder im Wandel. g+h sprach mit Geschäftsführer Kai Kalthoff über die neue Ausrichtung als Trendsetter und strategische Ziele.
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Herr Kalthoff, Ihr Unternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück, bitte geben Sie mir einen kurzen Einblick in die Historie.

Gerne, die Firma Walther wurde 1897 in Grimma, in der Nähe von Leipzig, von Ferdinand Walther gegründet. Über seine Arbeit als Kunstschmied und die entsprechenden Kundenkontakte ist er zur Elektrotechnik gekommen und hat angefangen erste Pumpen, Gleichstrom- und Klingelanlagen herzustellen. Ein paar Jahre später hatte er schon 50 Mitarbeiter, ist weiter rasant gewachsen und hatte Ende der 30er-Jahre stolze 1.300 Mitarbeiter und 6.000 Katalogartikel mit einem Export nach Europa und Amerika.

Für seine Mitarbeiter baute er schon damals Wohnungen und Sporteinrichtungen auf dem Werksgelände, das was man heute unter dem Begriff Corporate Social Responsibility versteht. Im Zweiten Weltkrieg kam es dann zu einer Zwangsenteignung und der Übersiedlung nach Bad Reichenhall. Untergebracht in einem alten Tanzlokal mit einem stark eingeschränkten Maschinenpark hat Ferdinand Walther versucht, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Damals hat mein Großvater schon als Vertreter im Unternehmen gearbeitet und es dann Anfang der 60er- Jahre übernommen und weiter ausgebaut.

Für die gewünschte Expansion boten die Räumlichkeiten in Reichenhall aber zu wenig Platz. Zudem suchte man nach einer zentraleren Lage, und die Region um Eisenberg wurde Anfang der 70er-Jahre wirtschaftlich gefördert.

Seit wann und in welcher Form begleiten Sie die Unternehmensgeschicke?

Ich bin seit 2006 im Beirat, der gegründet wurde, um potenzielle Nachfolger an die Unternehmensgeschehnisse und betriebswirtschaftliche Fakten heranzuführen. Weitere Mitglieder waren Geschäftsführer, Gesellschafter und auch Externe.

Endgültig ins Unternehmen eingestiegen bin ich im August 2009. Zum Einstieg mit fest geplanten Einarbeitungsprojekten in verschiedenen Fachbereichen und einem Schritt-für-Schritt-Einstieg in das Operative. Seit April 2011 bin ich Geschäftsführer hier in Eisenberg und seit 2012 auch von Bosecker, einer Tochter von Walther.

Gab es nachhaltige Entwicklungsschübe in der Unternehmensgeschichte?

Wir sind jetzt seit 117 Jahren im Markt und haben immer gezeigt, dass wir uns den Marktentwicklungen anpassen können. Als es mit der Elektrifizierung aufwärts ging, haben wir produktseitig mit Schaltern, Steckvorrichtungen, Schaltanlagen und Verteilerschränken reagiert, später in den 60er-, 70er-Jahren, als es in Richtung Automatisierung und Regelungstechnik ging, mit der Procon-Steckverbinderproduktlinie.

1992 kam die ISO-9001-Zertifizierung. Und jetzt sind wir für Industrie 4.0 gerüstet. Einen weiteren Schub gab es Anfang 2000 mit der Übernahme der Firma Bosecker. Seitdem gehen wir mit unseren Einzelkomponenten hin zu komplexen Systemen. Eine logische Folge war dann 2009 der Einstieg in die Elektromobilität.


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Ausgabe:
g+h 06/2014
Unternehmen:
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