24. JANUAR 2019

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Know-how in dritter Generation


Titelstory

Maico Ventilatoren. - Am Firmensitz in Schwenningen sprach die g+h Redaktion mit den beiden Geschäftsführern Gerhard C. C. Warnke und Hans Müller über gute Luft made in Germany, die aktuelle Entwicklung des Familienunternehmens und innovative Trends in der Zukunft.
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Herr Müller, Herr Warnke, bitte geben Sie mir einen Einblick in die Unternehmensgeschichte.

G.W.: Maico wurde 1928 von unserem gemeinsamen Großvater Christian Maier gegründet. Bis zu seinem Tod im Dezember 1969 hat er das Unternehmen als alleiniger Inhaber geführt. Die Geschäftsleitung ging dann an seine beiden Schwiegersöhne, unsere Väter. 1990 haben wir beide dann übernommen und sind heute in der dritten Generation der Familiengeschäftsführung für das Unternehmen tätig.

H.M.: Die Jahre 1928 bis 1969 waren die Gründerjahre; 1970 bis 1990 war die Zeit, in der das Unternehmen von einem mehr oder weniger Handwerksbetrieb in einen Industriebetrieb überführt und auf die wachsenden Märkte weltweit vorbereitet wurde. Zu unserer Zeit begann dann die Internationalisierung.

Welches sind Ihre jeweiligen Aufgaben im Unternehmen?

G.W.: Hans Müller ist bei uns im Hause der Techniker. Er ist für die Unternehmensbereiche Entwicklung, Produktion und Fertigung verantwortlich. Während ich selbst für Vertrieb/Marketing und Finanzen/kaufmännische Fragestellungen zuständig bin.

Gibt es schon die nächste Generation in der Nachfolge? Das ist ja ein langwieriger Prozess.

G.W.: Das sehen wir genauso und bereiten uns darauf vor. Zum einen gesellschaftsrechtlich, zum anderen müssen natürlich auch die Junioren für das Unternehmen interessiert werden. Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Aber wir sind der Meinung, dass sich junge Menschen zu dem entwickeln sollen, was sie selbst im Leben wollen. Daher ist aktuell noch keine Entscheidung gefallen. Außerdem haben wir beide noch ein bisschen Zeit.

H.M.: In beiden Familien gibt es Nachwuchs, der im Moment noch am Anfang der Ausbildung steht. Und mit einem Abschluss ist es ja dann auch noch nicht getan. Dazu gehört auch eine gehörige Portion Erfahrung im Berufsleben, erst dann wird man eine Entscheidung treffen können.

Wie ist Ihr Unternehmen aktuell aufgestellt?

G.W.: Maico besteht in Deutschland aus drei Unternehmensteilen, hat aber eine breite Basis im internationalen Bereich. Alle Gesellschaften haben eine eigene spezifische Kompetenz. Es wird lokal entwickelt, produziert und dann vor Ort vertrieben. Daneben gibt es natürlich in anderen Ländern wie Ungarn, Polen oder auch in der Schweiz Vertriebsgesellschaften. Wir sind im Grunde eine Unternehmensgruppe, die einen gewissen europäischen Schwerpunkt hat. Nichtsdestotrotz sind wir auch in Dubai und Indien aktiv, vor allem im Projektgeschäft.

Welchen Stellenwert hat der Standort Deutschland für Sie?

G.W.: Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Markt für uns. Und das wird sicherlich in der Zukunft auch so bleiben. In technischer Hinsicht ist er der anspruchsvollste, weil hier, anders als in anderen europäischen Ländern, die höchste Qualität von den Produkten erfordert wird. Auch darum stellen unsere ausländischen Standorte entsprechende eigene Produkte bereit.

Und wie hoch ist Ihr Exportanteil?

G.W.: In der Gruppe haben wir etwa 50 Prozent des Umsatzes in den jeweiligen Stammmärkten. Die anderen 50 Prozent gehen in Exportmärkte. In Deutschland haben wir vertrieblich eine gewisse Konzentration auf den deutschen und europäischen Markt, während wir Italien ganz klar als die Brücke zum Nahen Osten, zu den USA und Australien sehen.


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Ausgabe:
g+h 07/2014
Unternehmen:
Bilder:
g+h
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  • MAICO Ventilato..
  • Lüftungssystem ..
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  • Pilze
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