24. JANUAR 2019

zurück

kommentieren drucken  

Die Light + Building in diesem Jahr wird der Hammer!


Feature

Trilux. Das behauptet zumindest der Leuchtenhersteller Trilux aus Arnsberg. Seit über 105 Jahren erfindet sich das Unternehmen immer wieder neu. Sonja Pfaff hat Joachim Geiger, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Direktor für die Trilux Group, besucht und gefragt, was den Erfolg des Unternehmens heute ausmacht.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4  

Herr Geiger, obwohl ich seit über 20 Jahren in der Gebäudetechnikbranche unterwegs bin und nicht weit weg wohne, sind wir uns noch nie begegnet. Bitte stellen Sie sich doch kurz mir und unseren Lesern vor.

Sehr gerne. Ich bin 50 Jahre alt und von Haus aus Wirtschaftsingenieur für Automatisierungstechnik. Nach einigen Jahren in der Automotive-Branche bei Hella, also auch da schon im Bereich Licht aktiv, bin ich jetzt seit fünf Jahren bei Trilux, davon seit vier Jahren im Marketing. Ich leite mit meinem Marketingteam die gesamte Kommunikation der Gruppe im In- und Ausland, wir entwickeln und steuern Kampagnen sowie Verkaufsförderungen und verantworten die Markenführung. Wir sind in über 50 Ländern weltweit aktiv. Unser Angebot erweitern wir zusätzlich durch verschiedene Schulungs- und Weiterbildungsangebote der Trilux Akademie, deren umfassendes Angebot ich ebenfalls verantworte.

2011 haben Sie dieses Aus- und Weiterbildungszentrum ins Leben gerufen und bieten hier sehr viele Qualifizierungsmöglichkeiten. Unterhalten Sie die Schulungsangebote nur hier am Standort Arnsberg?

Nein, inzwischen gibt es fünf „Präsenz“-Akademien in weiteren europäischen Ländern, und wir planen weitere Standorte. Wir setzen darüber hinaus aber auch auf E-Learning, denn nicht jeder kann sich vom Tagesgeschäft losreißen und irgendwo hinfahren. Insgesamt haben wir in 2017 etwa 15.000 Gäste weltweit geschult. Für die Zukunft rechnen wir mit einem weiteren Wachstum, was uns alle sehr stolz macht.

An wen richten sich die Kurse denn ganz konkret?

Das ist völlig gemischt. Wir schulen hier nicht nur Kunden, sondern auch unsere eigenen Mitarbeiter, Partner und teilweise sogar Mitbewerber aus der Lichtbranche, die bei uns beispielsweise den LED-Führerschein machen. Sie erlernen bei uns sowohl lichttechnische Grundlagen als auch ausführliches Expertenwissen.

Und wer genau verbirgt sich in diesem Zusammenhang hinter dem Begriff „Kunde“? Sind das Planer, Handwerker oder vielleicht sogar der Handel?

Unsere Kunden sind tatsächlich aus allen Bereichen – und die Endkunden haben wir ebenfalls im Blick. Mit den vielen neuen Möglichkeiten, die Licht heute bietet, muss man alle mit ins Boot nehmen. Wir suchen daher früh das Gespräch mit dem Betreiber oder Endkunden. Der Architekt muss wissen, was Licht zu seinem Raumkonzept beitragen kann und der Elektroplaner muss dann technische Fakten kennen, um beispielsweise die Verdrahtung richtig anzulegen.

Welche Rolle spielt dabei der Großhandel?

Eine sehr bedeutende! Viele Großhändler haben eigene Planungsabteilungen und beraten den Handwerker vor Ort. Nur wenn die Mitarbeiter dort wissen, was mit Licht möglich ist, führt das zu einem guten Ergebnis. Auch hier sehen wir unsere Aufgabe.

Früher ging es ja bei der Entscheidung für neues Licht vorrangig um Investitionskosten und Amortisationszeiten. Ist das immer noch so?

Natürlich muss sich so eine Maßnahme rechnen und mit der richtigen LED-Technik und intelligenten Steuerungen gelingt das sehr schnell. Jedoch gibt es weitere Mehrwerte: So steigt die Lebensdauer der Leuchtmittel beispielsweise ganz drastisch, während die Wartungskosten sinken. Es gibt weniger Lichtverschmutzung, weniger Hitzeentwicklung und für mich fast noch wichtiger: Das Licht hat eine völlig neue Qualität. Dank der LED-Technologie konnten wir völlig neue Möglichkeiten erschließen. Wir haben ganz viele Dimensionen, die wir mit Leben füllen können. Neben der Lichtintensität, die wir heute stufenlos regeln können, sind wir auch in der Lage, die Lichtfarbe zu gestalten. So können wir mit künstlichem Licht das natürliche Sonnenlicht im Tagesverlauf nachempfinden. Das sogenannte Human Centric Lighting, kurz HCL genannt, steigert so deutlich das Wohlbefinden der Menschen, die auf Kunstlicht angewiesen sind.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4  
Ausgabe:
g+h 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
© Trilux
© Trilux



6 interessante Videos:
  • Hotel Adlon Kem..
  • Presence Contro..
  • Verbatim LED La..
  • Verbatim LED La..
  • Verbatim LED La..
  • Verbatim LED La..

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren...

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv


Bleiben Sie in Verbindung

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben