25. MAI 2018

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Digitale Chancen nutzen


Technik

Kopp. - Das 90-jährige Unternehmen ist international vernetzt und breit aufgestellt. Im Interview erläutert der Vorsitzende der Geschäftsführung Stephan Dörrschuck, wie technologische Entwicklungen die Elektrobranche beeinflussen und welche Trends sich in den nächsten Jahren durchsetzen.
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Herr Dörrschuck, Heinrich Kopp feiert dieses Jahr sein 90-jähriges Jubiläum. Mit welchen Produkten fing alles an, und wo steht Kopp heute?
Gegründet wurde das Unternehmen 1927 im Hessischen Reinheim. Damals war Kopp eine kleine Spezialfabrik, die unter anderem einfache Schalter und Transformatoren für Klingeln produzierte und exportierte. Mittlerweile bieten wir umfängliche Lösungen im Elektroinstallations- und Personenschutzbereich an, inklusive eines breiten Zubehörprogramms. Neben der eigenen Entwicklung und Fertigung dieser Produktsegmente sowie der Vermarktung der mittlerweile über 7.000 Artikel umfassenden Sortimente haben wir unsere logistische Aufgabe in den Mittelpunkt unseres Unternehmens gebracht. Mit Produktkompetenz auf der einen Seite, bezüglich Sortimentstiefe und Qualität, sowie der Category-Competence auf der anderen Seite ist unsere Expertise für den professionellen und den Einzelhandelsmarkt gleichermaßen groß.

Mit welchen Werten und Überzeugungen positionieren Sie sich heute am Markt?
Wir wollen begeistern durch eine herausragende Qualität, durch ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsangebot und durch Service, den wir kundenspezifisch anbieten können. Wir sind kein Konzern und haben auch unsere Strukturen so flach wie möglich gestaltet. Schnelle, effiziente Wege, den Kunden im Mittelpunkt – so verstehen und sehen wir uns. Nach einigen Jahren ohne größere Bewegungen haben wir mittlerweile eine Reihe von Veränderungen vorgenommen, um Werte pflegen zu können und neue Ziele ins Auge zu fassen.

Welche der Veränderungen der letzten Jahre waren besonders prägend für Kopp?
Es gibt eine Reihe von prägenden Entwicklungen in letzter Zeit. In diesem Zusammenhang muss ich insbesondere die für uns wichtige Phase der Gesellschafterfindung nennen. Das war mit Abstand die wichtigste Veränderung der jüngeren Vergangenheit, aber auch die erfreulichste. Mit der Zugehörigkeit zu einem etablierten, international agierenden Industriekonzern aus der Elektrotechnik wie der Alfanar Group hat sich für uns eine hervorragende Gelegenheit aufgetan, das Produktportfolio weiterzuentwickeln und in unseren Kernmärkten nachhaltiges Wachstum zu generieren. Außerdem haben wir den Standort in Kahl am Main gestärkt, wie zum Beispiel das betriebliche Gesundheitsmanagement weiter ausgebaut, Weiterbildungskonzepte gestartet und die aktive Unterstützung der Strahlemann-Stiftung zur Förderung der besseren Vernetzung von ausbildenden Betrieben und Schulen intensiviert. Den Bereich Ausbildung von unterschiedlichsten Berufszweigen haben wir wieder in unsere strategische Ausrichtung aufgenommen, um auch mittel- und langfristig mit Spitzenkräften am Markt zu bestehen.

Gab es auch Rückschläge?
Auch wir mussten immer wieder negative Einschläge verkraften. In den Jahren 2014 bis 2016 hat der Ausfall von zwei großen Vertriebspartnern erheblichen Einfluss auf unsere Entwicklung genommen. Jeder Rückschlag bietet aber auch immer eine Chance zur Neuorientierung. Ich kann mit Stolz behaupten, dass wir stärker und fitter denn je aus diesen Prüfungen hervorgegangen sind. Mit Sicherheit ist auch das ein Grund dafür, dass wir mit Alfanar einen starken und verlässlichen Gesellschafter gefunden haben.


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g+h 04/2017
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