24. JANUAR 2019

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Lifestyle liegt in den Genen


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Dial. Smart Home ist in aller Munde. Je größer das Angebot, desto eher sind Endkunden, aber auch Handwerker, verunsichert. Wo geht die Reise hin? Wie zukunftssicher und wie sicher überhaupt sind die vielen Systeme, die derzeit den Markt überschwemmen? Sonja Pfaff sprach mit Tobias Kleine, Teamleiter für den Bereich Smart Building Technology im Dial Lüdenscheid.
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Im Dial in Lüdenscheid wurden bereits in den 90er-Jahren die EIB-Nutzer der ersten Stunde schlaugemacht. Seitdem beschäftigt man sich hier herstellerneutral mit Systemen wie KNX, Lon, Bacnet und Co. und verfolgt den Markt und die Technologien dahinter sehr genau. Das Dial ist fester Bestandteil der Welt digitaler Gebäude und Techniken.

Herr Kleine, als wir bei Dial anfragten, wer uns über Trends im Smart Home etwas erzählen kann, wurden Sie empfohlen. Erzählen Sie uns doch bitte ein wenig über Ihren Werdegang.
Wie die meisten unserer Schulungsteilnehmer habe auch ich zunächst eine Ausbildung zum Elektroinstallateur absolviert und im Handwerk weitergelernt, meinen Meister und auch den Betriebswirt im Handwerk gemacht. Nach ein paar Jahren in der Industrie kam ich 2009 zu Dial. Hier habe ich zunächst Trainings geleitet – vor allem Lon, KNX und Dali waren meine Themen. Als wir vor zwei Jahren die Kompetenzen im Team Smart Building Technology bündelten, habe ich hier die Leitung übernommen. Nach wie vor halte ich Trainings, vertrete uns in Arbeitskreisen und Gremien rund um das Thema Smart Building und unterstütze im Trouble Shooting vor Ort. Ich bin daher sehr nah an der Praxis, an den Produkten ebenso wie an den Installateuren.

Beim letzten Besuch eines Elektronikmarktes fiel mir eine ganze Wand mit Smart-Home-Komponenten ins Auge. Ist das der neue Trend auf diesem Markt: Do it yourself?
Für mich ist das zunächst einmal ein Beweis dafür, dass das Thema beim Endkunden angekommen ist. Ähnlich wie er ein Smartphone oder ein Smart TV nutzt, will er jetzt eben auch ein Smart Home haben. Das, was wir mit KNX über Jahrzehnte bereits versuchen, nämlich den Endkunden zu begeistern, scheint jetzt wie von selbst zu gehen. Die Menschen finden smarte Technologien toll und wollen sie haben. Es gibt eine neue Offenheit. Dabei ist es sehr unterschiedlich, was sie darunter verstehen. Für die einen ist es schon smart, eine Jalousie zeitabhängig fahren zu lassen – andere möchten am liebsten alles vollautomatisiert ablaufen lassen, sodass sie selbst gar nicht mehr eingreifen müssen. Solche Lösungen kann man dann aber nicht mehr selber machen – dafür braucht man nach wie vor Experten.

Wenn wir auf das Handwerk schauen: Welche Technologien werden denn momentan eingesetzt, um ein smartes Zuhause zu realisieren?
Wir können hier zwei Richtungen erkennen. Zum einen gibt es offene Systeme, allen voran das etablierte KNX, für das es viele zertifizierte Experten im Markt gibt und mit denen so ziemlich jeder Wunsch realisiert werden kann. Auf der anderen Seite gibt es proprietäre Lösungen einzelner Hersteller, die eher für kleinere Anwendungen genutzt werden. Sie sind meistens einfacher zu projektieren, bieten aber weniger Flexibilität.


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g+h 07/2017
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