24. JANUAR 2019

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Ein Besuch in der smarten Welt des Busflüsterers


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Elektrotechnik Strobl - Schon in der Ausbildung kann sich Geschäftsführer Michael Strobl das Know-how für Gebäudeautomationslösungen aneignen. Seitdem arbeiten er und seine Mitarbeiter daran, stets auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Ein Gespräch über Smart Home mit einem Mann, der weiß, was er tut.
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Herr Strobl, als Sie 1996 Ihr Unternehmen gegründet haben, gab es den Begriff Smart Home zwar noch nicht, aber durchaus die ersten Bussysteme. Wie und in welchem Umfang war dies bei Ihnen ein Thema?

Ich hatte damals das Glück, dass ich schon in meinem Ausbildungsbetrieb mit dieser Technologie in Berührung gekommen bin, also hineinwachsen und von Anfang an die Entwicklung verfolgen konnte. Daher war es mit dem Start der Selbstständigkeit selbstverständlich, dass ich das Thema weiter kommuniziere und in den Markt trage. Wenn auch eher zäh, weil die Lösungen noch relativ teuer waren. Im Laufe der Zeit hat der Kunde den Komfort und die Vorteile für sich erkannt, und auch die Preispolitik hat sich etwas entspannt. Dabei ging es nicht nur um technische Spielereien, die für viele sicher ein positiver Nebeneffekt sind, sondern auch ganz besonders um den Spareffekt. Der Kunde hat die Nachhaltigkeit dieser Investition erkannt. Natürlich waren das 1996 noch absolute Ausnahmen. Richtig losgegangen ist es im privaten Wohnungsbau etwa 2005/2006.

Bitte erzählen Sie etwas von EIB & Co. und den damaligen Kinderkrankheiten.

Kinderkrankheiten waren in erster Linie die kommunikativen Anbindungsmöglichkeiten und auch das Zusammenspiel verschiedener Hersteller. Man konnte zwar nach KNX-Standard programmieren, aber jeder Hersteller hatte seine eigenen Kniffe und Tricks. Das hatte den Nachteil, dass man über Software-Updates und mit erheblichem Aufwand die Zusammenspiele der Technologien mühsam herbeiführen musste. Dabei wurde vieles unterschätzt, und es kam zu Szenen, wie der eines gemütlichen Abends mit einem Glas Wein auf der Terrasse, die Technologie läuft komfortabel und automatisiert im Hintergrund und plötzlich fahren die Rollladen runter. Diese Fehler konnte man aber durch mehr integrierte Sicherheit und Überwachung ausmerzen.

Waren das nur User-Fehler, ober gab es auch Probleme mit der Hardware?


Im Prinzip war die Herangehensweise nicht ganz klar. Sollte man das Problem mit Bewegungsmeldern auf der Terrasse lösen, oder mit Reed-Kontakten, neuen Softwarelösungen oder über Schallmessungen? Diese Probleme sind heute alle gelöst. Die Entwicklung hat eben ihre Zeit gebraucht, um Störungen zu erkennen und zu beheben.

Die Technologie war unbekannt und teuer und zudem mit einer normalen Elektroinstallations-Ausbildung auch gar nicht zu händeln. Wo lagen damals die Schwierigkeiten für das Handwerk?


Ich habe über Steuerungsbau und Automatisierungstechnik den Einstieg in die Elektrotechnik gefunden. Daher war für mich der Umgang mit Bustechnik einfach. Aber den klassischen Ausbildungsberuf Programmierer oder KNXler gab es natürlich noch nicht. Das haben wir bei unseren Mitarbeitern durch die Zusammenarbeit bei Projekten und durch intensive Schulungen aufgefangen. So sind sie in die Materie hineingewachsen. Es gab und gibt regelmäßige selbstorganisierte Weiterbildungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Industrie. Um die Kunden kompetent zu informieren und zu beraten, ist es sehr wichtig, dass alle Mitarbeiter den entsprechenden Background haben.


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Ausgabe:
g+h 08/2017
Unternehmen:
Bilder:
Elektrotechnik Strobl/Stephanie Chandler Photography
Elektrotechnik Strobl/Stephanie Chandler Photography
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