Der Norden weiß, wo es morgen lang geht

Management

Get Nord 2018. Megatrends wie Urbanisierung und Digitalisierung werden das Bauen in Zukunft grundlegend verändern. Als wichtiger Impulsgeber zeigt die Get Nord auf dem Hamburger Messegelände vom 22. bis 24. November 2018 innovative Technologien und Bau-Projekte – ein Blick in die Zukunft.

13. November 2018
© HMC / Stephan Wallocha
Bild 1: Der Norden weiß, wo es morgen lang geht (© HMC / Stephan Wallocha)

Dass die Get Nord 2018 der Digitalisierung und vernetzten Gebäudetechnik viel Raum gibt, korrespondiert mit dem Ziel des Hamburger Senats, technologische Innovationen für die Freie und Hansestadt Hamburg als Digitale Stadt nutzbar zu machen. 

Die 2015 beschlossene Strategie „Digitale Stadt“ umfasst mittlerweile acht Themenfelder, die von der digitalen Verwaltung über intelligente Verkehrssysteme bis zu Projekten wie Smart Port, Smart Energy und smarte Geodaten reichen. 

Mit gutem Beispiel voran

Mit gutem Beispiel voran

Darüber hinaus gehört das Forschungsvorhaben „mysmartlife“, das in zwei Quartieren im Bezirk Bergedorf durchgeführt wird und sich mit Energie, Mobilität und Kommunikation beschäftigt, zum vielfältigen Engagement der Hansestadt im Bereich der Digitalisierung. Auch im Gebäudesektor gibt es digitale Leuchttürme: Das international sicher prominenteste Smart Building in Hamburg ist die Elbphilharmonie im Hafen.

Überregional sorgt zudem das visionäre Wohngebäude „Apartimentum“ für Aufsehen. Darüber hinaus entsteht mit „The Pier“ in der Hafen City eine Büroimmobilie der Zukunft, die neue Maßstäbe in Nachhaltigkeit, Technologie und Nutzerkomfort setzen wird. 

Architektur im Fokus

Sehr zu empfehlen ist der Besuch des internationalen Architektur Forums, das vom Architektur Centrum Hamburg ausgerichtet wird. In diesem Jahr spürt das Forum weltweit aktuelle Beispiele der Architektur und Stadtentwicklung auf, die das (Zusammen-)Leben der Stadtgesellschaft in besonderer Weise prägen. Einige der weltweit bedeutendsten Architekten der Gegenwart stellen dazu ihre Visionen vor, wie Pritzker-Preisträger Shigeru Ban, von dem der Entwurf für die „Wasserhäuser“ im Quartier Baakenhafen in der östlichen Hamburger Hafen City stammt. 

Ebenfalls dabei sein wird der vielfach prämierte Niederländer Winy Maas vom Architekturbüro MVRDV. Mit seinem Think Tank „Why-Factory“ gibt Winy Maas immer wieder Denkanstöße für das Zusammenspiel von Architektur, Technologie und Gesellschaft, so geschehen mit der Ausstellung „The Vertical Village“ im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 2013 im Hamburg Museum. 

Auch Max Dudler, dessen ausgezeichneter Wettbewerbsbeitrag im neuen Pergolenviertel im Hamburger Norden realisiert wird, kommt nach Hamburg. Mit dem internationalen Architektur Forum treffen auf der Get Nord im Gedanken der Vernetzung Architekten und Planer auf Aussteller aus Industrie, Handwerker und Dienstleister.

Für Architekten und Planer besteht am 23. und 24. November 2018 die Möglichkeit, innovative Aussteller kennenzulernen. Dazu bietet das Architektur Centrum Hamburg an beiden Tagen eine geführte Tour an, die dem Programm des internationalen Architektur Forums zeitlich vorgeschaltet ist. Vorgesehen ist der Besuch von drei Ausstellern, die eigens für die Tour jeweils ein Event von etwa zehn bis fünfzehn Minuten auf ihren Ständen konzipieren.

Das Ziel der Guided Architects’ Tours ist, den Austausch zwischen den am Bau beteiligten Professionen anzuregen und die jeweiligen Perspektiven auf den Planungsprozess verständlich zu machen.

Praxiserprobte Lösungen

Wie ein vernetztes Gebäude funktioniert, erfahren interessierte Besucher anschaulich bei einem Rundgang durch das 100 Quadratmeter große E-Haus des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Zu den Highlights gehören neben Lösungen für innovative Lichttechnik, altersgerechte Assistenzsysteme und Home-Entertainment insbesondere Anwendungen für ein herstellerübergreifendes Energiemanagement und die intelligente Verknüpfung des hauseigenen Energiesystems mit der Ladestation für ein Elektrofahrzeug. 

Thematisiert werden außerdem Sicherheitsstandards für Datenschutz und Datensicherheit. Die gezeigten Lösungen basieren stets auf dem neuesten Stand der Technik und sind praxiserprobt, sodass alles, was im E-Haus demonstriert wird, in realen Bauvorhaben eingesetzt werden kann. Rund 60 Partnerfirmen aus der Elektroindustrie unterstützen das E-Haus. Neben dem Live-Erlebnis lässt sich das E-Haus auch virtuell per VR-Brille erleben. 

Erschienen in Ausgabe: 07/2018